Panorama

50 Millionen Euro beschlagnahmt BKA nimmt "Russian Laundromat" hoch

Über Tausende Briefkastenfirmen schleusen Kriminelle Milliardensummen aus Russland nach Europa. Mit dem gewaschenen Geld kaufen sie in Deutschland mehrere Immobilien. Das BKA beschlagnahmt mehrere.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat Immobilien und Konten im Wert von rund 50 Millionen Euro beschlagnahmt. Laut der Staatsanwaltschaft München I stammt das Vermögen aus Geldwäscheerträgen einer kriminellen Gruppierung, die zum sogenannten "Russian Laundromat" gehört - also zur "Russischen Waschmaschine". Die Ermittlungen richten sich demnach gegen drei Beschuldigte und haben vor drei Jahren begonnen.

Bereits am Montag haben die Ermittler vier Immobilien im Wert von rund 40 Millionen Euro in Schwalbach am Taunus, Nürnberg, Regensburg und Mühldorf am Inn beschlagnahmt. Außerdem haben sie ein Konto bei einer lettischen Bank mit einem Guthaben in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro beschlagnahmt. Das Geld soll aus dem Verkauf einer Immobilie in Chemnitz stammen. BKA und Staatsanwaltschaft sicherten zudem Guthaben bei verschiedenen Banken in Deutschland in Höhe von rund 6,7 Millionen Euro.

Die Gruppierung ist laut den Ermittlern um einen ehemaligen leitenden Angestellten der lettischen Bank AS Trasta Komersbanka aufgebaut. Die Bank wurde 2016 von der lettischen Bankenaufsicht abgewickelt.

Für die Geldwäsche soll die Gruppierung Tausende Briefkastengesellschaften genutzt und zwischen 2011 und 2014 mehr als hundert Millionen Dollar verdient haben - meist über Schattengebühren der oft russischen Auftraggeber. Insgesamt hat die Gruppe den Ermittlern zufolge mehr als 22 Milliarden US-Dollar aus Russland über moldawische und lettische Banken transferiert.

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Quelle: n-tv.de, chr/AFP

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