Der TagBahnsteig am Hamburger Bahnhof gesperrt, Berichte über Marburg-Virus-Verdacht
Am Hamburger Hauptbahnhof hat es einen größeren Einsatz von Polizei und Feuerwehr gegeben. Ein Bahnsteig war zwischenzeitlich gesperrt, wie die Bundespolizei mitteilt. Hintergrund ist eine möglicherweise ansteckende Infektion bei einem Mann. Dieser sei in einem sogenannten Infektionswagen weggebracht worden, erklärt die Feuerwehr. Er habe grippeähnliche Symptome ohne Fieber gehabt und ihm sei leicht übel gewesen. Der Bahnsteig ist inzwischen wieder freigegeben. Mehrere Medien berichten übereinstimmend, es bestünde der Verdacht, der Mann könnte mit dem Marburg-Virus infiziert sein. Die Hamburger Morgenpost schreibt, er sei am Morgen aus Ruanda zurückgekehrt, in Frankfurt gelandet und mit einem ICE nach Hamburg gefahren. Die "Bild"-Zeitung meldet, es handle sich um einen Medizinstudenten, der in Ruanda zu einem Patienten mit Marburg-Virus Kontakt gehabt habe. Unterwegs soll der Student grippeartige Symptome entwickelt haben. Er sei in eine Klinik gebracht worden, von den Fahrgästen im Zug seien Kontaktdaten aufgenommen worden, heißt es in dem Bericht. Ob der Mann an dem Virus erkrankt ist, ist bisher unklar.
In Ruanda ist es zu einem Ausbruch des hochansteckenden Marburg-Fiebers gekommen. Das Marburg-Virus löst Fieber mit Symptomen wie Krämpfen, blutigem Erbrechen und Durchfall aus - laut der Weltgesundheitsorganisation sterben bis zu 88 Prozent der Erkrankten. Menschen stecken sich durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter an.