Der TagBelgische Regierung will dem "Rebellen-Prinzen" die Bezüge kürzen

Dem belgischen Prinzen Laurent droht nach mehreren Fehltritten eine saftige Kürzung seiner Bezüge für das kommende Jahr.
Die Regierung schlug dem Parlament vor, 15 Prozent weniger zu überweisen, wie Ministerpräsident Charles Michel bestätigte. Dies könnte einem Betrag von rund 47.000 Euro entsprechen.
Der Bruder von König Philippe war in der Vergangenheit mehrfach negativ aufgefallen. Ende Juli nahm er an einer Feier zum 90-jährigen Bestehen der chinesischen Armee in der Botschaft des Landes teil. Heikel dabei: Laurent darf ausländische Würdenträger nur mit Erlaubnis der Regierung treffen - doch darum hatte er nicht gebeten.
Erst im Januar hatte Michel dem Prinzen nach einer Reihe ähnlicher Vorfälle ins Gewissen geredet und auf Sanktionsmöglichkeiten hingewiesen. Zeitweise drohte ihm die einmalige Kürzung seiner gesamten Jahresbezüge von rund 314.000 Euro. Laurent reagierte mit einem sieben Seiten langen Brief, in dem er warnte, dass die Sanktion "die Menschenrechte des Prinzen" verletzen könnte.