Der Tag

Der TagBereits knapp 3000 Armenier haben Berg-Karabach verlassen

25.09.2023, 13:59 Uhr

Immer mehr ethnische Armenier verlassen die Kaukasus-Region Berg-Karabach. Alle, die nach dem Militäreinsatz Aserbaidschans in der vergangenen Woche nach Armenien ausreisen wollten, könnten dies tun, teilte die Führung von Berg-Karabach mit. Es gebe bereits Staus auf den Straßen, die von Berg-Karabach, das inmitten Aserbaidschans liegt, nach Armenien führen. Denjenigen, die ausreisen wollten, werde kostenloser Treibstoff zur Verfügung gestellt, teilten die Behörden der selbst ernannten Republik Arzach mit. In deren Hauptstadt Stepanakert waren zahlreiche Menschen zu sehen, die ihre Habseligkeiten in Busse und auf Laster luden. Männer und Frauen standen Schlange, um in Busse nach Armenien zu steigen. Viele hatten Kinder dabei. Nach Angaben der armenischen Regierung in Eriwan haben bislang mehr als 2900 Menschen Bergkarabach verlassen und sind in Armenien angekommen. Aserbaidschan sagte zu, die Rechte der etwa 120.000 ethnischen Armenier in dem Gebiet zu respektieren. Diese befürchten jedoch, unterdrückt zu werden. Die Regierung in Armenien bereitet sich deshalb auf eine Flüchtlingswelle vor.

Quelle: ntv.de