Der TagBericht: Bundeswehr muss Sudan-Rettungsmission für Deutsche abbrechen
Die Bundeswehr hat einem Medienbericht zufolge einen geheimen Sudan-Rettungseinsatz für deutsche Staatsbürger kurzfristig abgebrochen. Grund seien anhaltende Kämpfe in der sudanesischen Hauptstadt Khartum gewesen, meldete der "Spiegel" auf seiner Onlineseite ohne Nennung von Quellen. Das Bundesverteidigungsministerium wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Am Dienstag hatten die rivalisierenden Militärfraktionen im Sudan eigentlich eine 24-stündige Feuerpause vereinbart. Diese wurde jedoch nach übereinstimmenden Berichten von Medien und Bewohnern nicht eingehalten. In einer Geheimoperation sollte die Bundeswehr laut "Spiegel" gut 150 deutsche Staatsbürger aus Khartum ausfliegen. Die Luftwaffe hatte dem Bericht nach dazu am frühen Mittwochmorgen drei A400M-Transportflieger in Richtung Sudan geschickt.
Die Maschinen seien zunächst in Griechenland für einen Tankstopp gelandet. Geplant gewesen sei, gegen Mittag mit den drei A400M nach Khartum zu fliegen und dutzende deutsche Diplomaten, Bundespolizisten, Entwicklungshelfer und andere deutsche Staatsbürger sicher auszufliegen. Am Vormittag habe die Bundeswehr den Einsatz aber abbrechen müssen. Aus Khartum seien zu dieser Zeit neue Kämpfe und auch Luftangriffe gemeldet worden. Die Planer der Bundeswehr und der Krisenstab im Auswärtigen Amt hätten sich daraufhin entschieden, die Evakuierung zu stoppen. Die A400M-Flieger sollen nun dem Bericht nach zunächst nach Deutschland zurückkehren.
