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Der TagBericht legt Blutskandal in afghanischer Armee offen

23.03.2018, 10:00 Uhr
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Die medizinischen Daten von Soldaten der afghanischen Armee sind einem Bericht zufolge nur selten vollständig erfasst. (Foto: AP)

Das afghanische Militär weiß für mindestens neun Prozent seiner Soldaten nicht, welche Blutgruppe sie haben. Einem Bericht des Generalinspekteurs des US-Senats für den Wiederaufbau in Afghanistan (Sigar) zufolge hatte es schon im Januar 2017 aufgehört, die Blutgruppe neuer Rekruten festzustellen. Grund sei, dass die Rekrutierungszentrale nicht die nötige Ausrüstung habe. Sigar zufolge sind allein zwischen Januar und Juli 2017 etwa 15.400 neue Rekruten ohne Bluttests in das Militär eingetreten. Dabei seien das Wissen um den Typ sowie die Untersuchung auf ansteckende Krankheiten wichtig für den Erhalt der zunehmend in scharfe Gefechte verwickelten Streitkräfte, warnt Sigar. Demnach sind bereits Soldaten gestorben, weil ihnen nach Verwundungen Blut der falschen Blutgruppe gegeben worden sei.