Der TagBerliner Ex-CDU-Politiker empfing Rechtsextreme und AfD-Vertreter in seiner Wohnung

Das konspirative Treffen rechtsextremer Netzwerker mit Vertretern der AfD in einer Potsdamer Villa, bei denen auch über Vertreibungspläne von Menschen mit Migrationshintergrund sinniert worden ist, schlägt bereits hohe Wellen. Doch das war wohl nicht die einzige Zusammenkunft dieser Art: Bereits im Juli kamen prominente Vertreter der AfD und der radikalen Rechten in Berlin-Mitte zusammen - in der Privatwohnung des früheren Berliner Finanzsenators Peter Kurth. Das berichtet das Magazin "Spiegel". Kurth war bis vor kurzem noch CDU-Mitglied, trat aber im Oktober 2023 nach mehr als vier Jahrzehnten aus der Partei aus. Dem Bericht zufolge waren nach Angaben von Teilnehmern der Veranstaltung unter anderem der AfD-Politiker Maximilian Krah und der Verleger Götz Kubitschek sowie der rechtsextreme Aktivist Martin Sellner anwesend in der Wohnung des langjährigen CDU-Politikers. Kurth bestätigte demnach auf Anfrage, dass Krah bei ihm in der Wohnung sein neues Buch vorgestellt habe – "Politik von rechts". Auf die Frage, ob auch Sellner und Kubitschek anwesend waren, erklärte Kurth dem Magazin gegenüber, "nicht alle" genannten Personen zu kennen, eine Gästeliste habe es nicht gegeben. Sellner und Kubitschek ließen Anfragen unbeantwortet. Kurth räumte ein, "mit mehreren Mitgliedern der AfD persönlich befreundet" zu sein.