Der TagBis zu 10.000 Sicherheitsleute in Flüchtlingsheimen
Anschläge von Rechtsextremisten und Gewalt zwischen den Bewohnern: In den vielfach überfüllten Flüchtlingsheimen in Deutschland für Sicherheit zu sorgen, ist eine Herkulesaufgabe.
Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) warnt davor, beim Schutz der Heime zu sparen. "Ein Sicherheitsmitarbeiter auf weit über 100 Flüchtlinge - diese Rechnung kann nicht sicher sein", erklärte Verbandspräsident Gregor Lehnert in Berlin.
Derzeit würden schätzungsweise zwischen 5000 und 10.000 private Sicherheitskräfte in Flüchtlingsunterkünften eingesetzt, Tendenz steigend.
Immer häufiger werde auch das private Sicherheitspersonal Opfer von gewalttätigen Auseinandersetzungen, warnte der Verband.
Die Sicherheitswirtschaft forderte, bei der Vergabe der Sicherung von Flüchtlingsunterkünften nicht nur auf das günstigste Angebot zu schauen. Wer aus Prinzip den billigsten Anbieter auswähle, gehe damit ein unkalkulierbares Risiko für alle Beteiligten ein.