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Der TagChinas E-Auto-Offensive: Wissing will nichts von Schutzzöllen wissen

25.09.2023, 09:40 Uhr

In der Debatte um mögliche Schutzzölle auf chinesische Elektroautos hat sich Bundesverkehrsminister Volker Wissing klar gegen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen positioniert und vor einem Schaden für die deutsche Wirtschaft gewarnt. "Ich halte grundsätzlich nicht viel davon, Marktbarrieren aufzubauen", sagte Wissing der "Augsburger Allgemeinen". Ein Handelskrieg mit Peking könne sich schnell auf weitere Branchen ausweiten und der deutschen Wirtschaft massiv schaden, warnte der FDP-Politiker. Von der Leyen hatte China jüngst Subventionen seiner Autohersteller vorgeworfen, die ihre Produkte zunehmend auch auf dem europäischen Markt anbieten, und eine Wettbewerbsuntersuchung wegen Marktverzerrungen angekündigt. "Wir haben nicht vergessen, wie sich Chinas unfaire Handelspraktiken auf unsere Solarindustrie ausgewirkt haben", sagte die CDU-Politikerin vor dem EU-Parlament. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass Peking die chinesischen Hersteller mit unlauteren Praktiken unterstützt, könnten demnach Schutzzölle oder andere Barrieren für chinesische Autos die Folge sein. Wissing hält diesen Ansatz für gefährlich. Abschottungspolitik führe zu einer Kettenreaktion, sagte er. "Wir müssen dafür sorgen, dass wir unsere Elektrofahrzeuge wettbewerbsfähig produzieren - für Deutschland und für die Weltmärkte (...).

Quelle: ntv.de