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Der TagD-Day-Fehler fliegt britischem Premier Sunak heftig um die Ohren

07.06.2024, 20:48 Uhr

Der britische Premierminister Rishi Sunak ist nach seiner verfrühten Abreise aus Frankreich von den Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des D-Day mit heftiger Kritik und Häme konfrontiert worden. Im Wahlkampf für die am 4. Juli angesetzte Parlamentswahl entwickelt sich dieser Fehltritt für den Regierungschef immer deutlicher zum Fiasko. Sunaks Konservative liegen in Umfragen ohnehin weit hinter der Labour-Opposition zurück und der Wahlkampf lief für Sunak bisher mehr als durchwachsen.

Der konservative Regierungschef hatte nach einer Zeremonie für britische Soldaten in der Normandie mit Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Königspaar die Heimreise angetreten. Stattdessen gab er einem TV-Sender ein Wahlkampfinterview. Obwohl er sich entschuldigte, fiel die Kritik vernichtend aus. "Er lässt das Land im Stich", sagte der 98-jährige D-Day-Veteran Ken Hay dem Nachrichtensender Sky News. Selbst Parteifreunde wie der für Veteranen zuständige Staatssekretär Johnny Mercer konnten die Entscheidung nicht verteidigen. "Ich verstehe die Empörung. Das ist ein Fehler. Es ist ein erheblicher Fehler, für den er sich entschuldigt hat", sagte Mercer.

Quelle: ntv.de