Der TagDas Ende von UNWRA
Seit 75 Jahren unterstützt das UN-Hilfswerk UNRWA Palästinenser. Ende Januar tritt ein Gesetz in Kraft, das der Organisation die Arbeit auf israelischem Territorium verbietet. Denn die israelische Regierung beschuldigt Mitarbeiter der UNRWA, an dem Großangriff der radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen zu sein. Die Frage, wie es nach dem Inkrafttreten des UNRWA-Verbots weitergehen soll, steht heute beim UN-Sicherheitsrat in New York auf der Tagesordnung.
Das Hilfswerk wurde gegründet, um den im Krieg nach der Staatsgründung Israels vertriebenen Palästinensern zu helfen. Die Organisation engagiert sich im ganzen Nahen Osten, primär in den palästinensischen Flüchtlingslagern, und bietet unter anderem Bildung und Gesundheitsversorgung an. Von dem Verbot betroffen ist voraussichtlich die Arbeit des Hilfswerks im von Israel besetzen Westjordanland, dem annektierten Ost-Jerusalem und im Gazastreifen.
Im Gazastreifen hat die UNRWA 13.000 Mitarbeiter und koordiniert die humanitäre Hilfe für andere Organisationen in dem vom Krieg zerstörten Gebiet. Dazu steht sie regelmäßig mit den israelischen Behörden in Kontakt. Das neue Gesetz verbietet israelischen Beamten jedoch die Zusammenarbeit mit der UNRWA.