Der TagDas war Donnerstag, der 04. Juni 2026
Der russische Präsident Wladimir Putin nutzt die große Bühne seines Wirtschaftsforums in St. Petersburg, um seine Bereitschaft zum Dialog auch mit Europa zur Beendigung seines Krieges gegen die Ukraine zu bekräftigen. Als Vermittler kämen aber nur neutrale "Leute" infrage, "denen man vertrauen kann", sagte der Kremlchef bei einem Treffen mit Vertretern internationaler Nachrichtenagenturen im Konstantin-Palast. Dabei zeigte er sich "verwundert", dass sein Plädoyer für den Ex-Kanzler Gerhard Schröder als Vermittler wild diskutiert worden sei in Deutschland. Es gehe nicht darum, ob Schröder sein Freund sei oder nicht; der Ex-Kanzler sei ein Staatsmann, der für die Interessen Deutschlands eintrete und seine eigenen Positionen verteidige, behauptete Putin. Wegen der Waffenlieferungen an die Ukraine kritisierte er Deutschland und Europa als nicht neutral.
Nur lobende Worte hatte er dagegen für die AfD übrig. Zur Teilnahme mehrerer Politiker der Partei an dem Forum sagte Putin, dass die Abgeordneten es verstünden, ihre Position klar zu formulieren und ohne Angst dafür zu kämpfen. Die Partei liege inzwischen in den Umfragen vor der regierenden Union in Deutschland, sagte Putin. "Wir werden mit denen zusammenarbeiten, die mit uns arbeiten wollen", betonte er mit Blick auf die russlandfreundliche Haltung der Partei.
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