Der TagDas wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
so langsam wird es turbulent im britischen Parlament. Nach der krachenden Niederlage für Premierminister Boris Johnson - die Abgeordneten erzwangen gestern eine Abstimmung über eine mögliche Brexit-Verlängerung per Gesetz - will der Premierminister Neuwahlen beantragen, sollte der Entwurf heute durchgehen. "Ich will eigentlich keine Wahl, aber wenn die Abgeordneten für eine weitere sinnlose Verzögerung des Brexits stimmen, wäre das der einzige Ausweg", sagte Johnson dazu. Wir werden natürlich ausführlich zu dem Parlaments-Chaos berichten.
Und das wird heute wichtig:
Das Bundeskabinett beschließt ein Paket von Regelungen für den Schutz von Nutztieren und Insekten vor allem in der Landwirtschaft. Dazu gehören das Tierwohl-Kennzeichen von Agrarministerin Julia Klöckner und das Insektenschutz-Programm von Umweltministerin Svenja Schulze. Beim Insektenschutz geht es auch um den Ausstieg aus dem umstrittenen Unkrautgift Glyphosat.
Die SPD startet um 18 Uhr in Saarbrücken ihre Regionalkonferenzen zur Bestimmung des Parteivorsitzes. Erstmals kommen dafür die acht Duos und ein Einzelbewerber zusammen.
Der geschäftsführende Ministerpräsident Giuseppe Conte trifft voraussichtlich heute wieder mit Staatspräsident Sergio Mattarella zusammen, um ihm eine Kabinettsliste zu präsentieren.
Die Spitze der Unionsfraktion kommt in Potsdam zu einer zweitägigen Klausur zusammen. Zum Auftakt der um 14 Uhr beginnenden Beratungen soll Kanzlerin Angela Merkel einen Bericht zur politischen Lage abgeben.
Die IFA in Berlin startet mit ihrem ersten Pressetag. In diesem Jahr stehen nicht mehr allein die neuesten TV-Geräte im Rampenlicht - ihnen machen die ersten Smartphones den Rang streitig, die mit der schnellen Funktechnik 5G ausgestattet sind. Unser Kollege Klaus Wedekind berichtet von der Messe.
Bei der Aufarbeitung des größten Steuerskandals in der deutschen Geschichte, den "Cum Ex"-Deals, startet um 9.30 Uhr der erste Strafprozess. Vor dem Bonner Landgericht müssen sich zwei britische Ex-Aktienhändler verantworten, ihnen wird schwere Steuerhinterziehung im Zeitraum 2006 bis 2011 vorgeworfen. Bei ihren Aktientricks wurde Kapitalertragsteuer mehrfach erstattet - das ging zulasten der Staatskasse.
Alle weiteren wichtigen Meldungen liefert Ihnen der Tag natürlich ebenfalls. Mein Name ist Michael Bauer, starten Sie gut in den Mittwoch.