mit Uladzimir ZhyhachouDas war Donnerstag, der 15. Mai 2025
Den ganzen Tag über wartete die Welt auf die Wiederaufnahme der russisch-ukrainischen Friedensverhandlungen. Sie sollen nun morgen beginnen – allerdings ohne Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj. Der Kreml-Chef folgte der Einladung nicht und blieb in Moskau. Der ukrainische Präsident erklärte daraufhin in Ankara, dass er nicht nach Istanbul weiterreisen werde – und hat die Türkei offenbar bereits verlassen. Mehr dazu hier.
Was war heute sonst wichtig:
Panzer, Kriegsschiffe, Raketen: Studie: US-Truppenabzug hätte für Europa einen gewaltigen Preis
Pöbeleien gegen Selenskyj: Putin kneift, Lawrow ätzt gegen alles und jeden
Für die Ukraine ist Musik drin: "Hello Donald, may I call you in two minutes?"
Neue Steuerschätzung: Schwarz-Rot muss bis 2029 mit 33 Milliarden Euro weniger auskommen
Wochenbilanz der CSU-Granden: "Jetzt gibt es wieder Law-and-Order an der Grenze"
Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!
Donald Trump ist wieder Großvater geworden
Die Tochter von US-Präsident Donald Trump, Tiffany, ist Mutter geworden. Sie verkündete die Geburt ihres Sohnes auf X. "Willkommen auf der Welt, unser süßer kleiner Junge, Alexander Trump Boulos". Sie fügte hinzu: "Danke, dass du in unser Leben getreten bist!"
Tiffany ist Trumps Tochter aus zweiter Ehe mit Marla Maples. Die studierte Juristin ist mit Michael Boulos verheiratet und hatte sich in der Vergangenheit als Sängerin und Model versucht. Ihr Schwiegervater, der Geschäftsmann Massad Boulos, ist Präsidentenberater für die arabischen Länder, den Nahen Osten und Afrika.
Trump hat bereits mehrere Enkel, allein sein Sohn Don hat fünf Kinder mit seiner Ex-Frau Vanessa.
Mann will schwangere Freundin verbrennen - sieben Jahre Haft
Ein 24-Jähriger ist vom Mainzer Schwurgericht zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte versucht, seine schwangere Ex-Freundin durch einen Brandanschlag zu töten. Aus Eifersucht zündete der Bulgare im Oktober 2024 eine Mülltüte vor der Wohnungstür der 18-Jährigen und ihrer Familie in Gau-Algesheim an – und nahm dabei auch den Tod von fünf weiteren Hausbewohnern in Kauf.
Die Frau hatte sich nach Jahren voller Gewalt zu ihren Eltern geflüchtet. Kurz vor der Tat schrieb der Angeklagte: "Gleich passiert es." Das Gericht verurteilte ihn wegen versuchten Mordes, versuchter schwerer Brandstiftung und versuchten Schwangerschaftsabbruchs. Der Mann war laut Gutachterin voll schuldfähig.
Pro-Palästina-Demo in Berlin eskaliert: Polizist schwer verletzt
Bei einer propalästinensischen Demonstration in Berlin-Kreuzberg ist es zu Tumulten und heftigen Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizei gekommen. Ein Polizist sei von aggressiven Demonstranten in die Menge hineingerissen, niedergetrampelt und schwer verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Beamte sei von einem Notarzt behandelt und mit Sauerstoff und Schmerzmitteln versorgt und ins Krankenhaus gebracht worden. Weitere Beamte seien verletzt worden. Bei mindestens einem Polizisten seien Knochenbrüche an der Hand festgestellt worden. Mehr als 30 Demonstranten wurden wegen verschiedener Delikte wie Angriffen festgenommen worden.
Aggressive Teilnehmer bewarfen Polizisten mit Getränkedosen und anderen Gegenständen und bespritzen sie mit roter Farbe. Die Polizei sprach auch von Flaschenwürfen und einem Steinwurf.
Orcas schwimmen durch seit Monaten verlassenen Aquapark
Im französischen Antibes steht ein verlassener Aquapark. Ein Gesetz gegen Tierquälerei bedeutete das Ende für die Anlage. Nach wie vor tummeln sich jedoch zwei Orcas in den mit Algen übersäten Betonbecken. Eine neue Heimat für die Tiere zu finden, ist alles andere als einfach.
Abgeordneter fliegt wegen Baskenmütze aus Bundestagssitzung
Wegen des Tragens einer Baskenmütze ist der Linken-Abgeordnete Marcel Bauer aus dem Plenarsaal des Bundestags verwiesen worden. Parlamentsvizepräsidentin Andrea Lindholz schloss den 33-Jährigen unter dem Applaus von CDU/CSU und AfD von der laufenden Plenarsitzung aus. Zuvor war er ihrer Aufforderung nicht nachgekommen, die schwarze Mütze abzusetzen oder freiwillig den Raum zu verlassen.
Rund anderthalb Stunden zuvor war Bauer aus dem gleichen Grund bereits mit Bundestagspräsidentin Julia Klöckner aneinandergeraten. Auch sie hatte den Abgeordneten aus Baden-Württemberg zum Absetzen der Baskenmütze aufgefordert. Das tat Bauer auch - kehrte aber später wieder zurück.
Trump: Gazastreifen soll "Freiheitszone" unter US-Kontrolle werden
US-Präsident Donald Trump hat während seiner Nahost-Reise für seinen Plan zum Umbau des Gazastreifens unter US-Kontrolle geworben und dabei von einer "Freiheitszone" gesprochen. Es gebe in dem Palästinenser-Gebiet nichts mehr zu retten, sagte Trump bei einem Wirtschaftstreffen in Katar. "Ich habe Luftaufnahmen gesehen, auf denen praktisch kein Gebäude mehr steht."
"Ich möchte, dass der Gazastreifen eine Freiheitszone wird", sagte Trump. "Und falls nötig, wäre ich stolz darauf, wenn die USA ihn übernehmen, zu einer Freiheitszone machen würden. Lasst gute Dinge geschehen."
Der Hamas-Vertreter Bassem Naim erklärte dazu, Trump habe zwar "den notwendigen Einfluss", um den Gaza-Krieg zu beenden und bei der Gründung eines Palästinenser-Staates zu helfen. Er lehnte jedoch die Vorstellung entschieden ab, die USA könnten den Gazastreifen unter ihre Kontrolle bringen. Dieser sei ein fundamentaler Bestandteil des palästinensischen Gebietes – "er ist keine Immobilie, die auf dem offenen Markt verkauft wird".
Baerbocks Bewerbungsrede: Will zur Reform der UN beitragen
Angesichts der Abschottungstendenzen in den USA und anderen Ländern hat die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock die Vereinten Nationen als wichtiger denn je bezeichnet.
Die UNO werde im 80. Jahr ihrer Gründung "mehr benötigt denn je", sagte Baerbock in einer Rede vor UN-Vertretern in New York zu ihrer Kandidatur als Präsidentin der Vollversammlung 2025/26.
Die UNO stehe "unter starkem finanziellem und politischem Druck" und stehe vor "existenziellen Herausforderungen", sagte Baerbock weiter. "Ich bin jedoch überzeugt, dass dies kein Moment der Verzweiflung ist." Sie wolle als Präsidentin der Vollversammlung aktiv mit zur Reform der Organisation beitragen.
Sie wolle die Effizienz und Transparenz der UNO steigern, sagte Baerbock weiter. Sie wolle zugleich aber auch dafür sorgen, dass die Perspektiven aller Regionen und Gruppen gehört würden. Inhaltlich wolle sie die Rolle der Vollversammlung für die Friedenssicherung stärken.
Die Kandidatur Baerbocks wird von westeuropäischen Ländern und anderen Staaten unterstützt, sie ist die einzige Kandidatin.
Uni entdeckt zufällig millionenschweres Dokument
Vor Jahrhunderten legt die Magna Carta den Grundstein für unsere heutigen Menschenrechte und schränkt die Macht der Könige ein. Die Elite-Universität Harvard glaubt, lediglich eine Kopie zu besitzen. Als der Irrtum auffällt, ist die Freude groß. 2007 wird ein anderes Original für mehr als 20 Millionen US-Dollar versteigert.
Drohne über Militärgelände - Ermittlungen gegen 20-Jährigen
Ein 20-Jähriger hat mit einem Drohnenflug über einem Militärgelände in Wilhelmshaven einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Beamten wurden wegen der Sichtung des Geräts über militärischem Sicherheitsbereich alarmiert, wie die Polizei mitteilte. Sie lokalisierten dann eine handelsübliche Drohne, die von dem jungen Mann aus Schortens gesteuert wurde.
Gegenüber den Polizisten gab er an, Probeflüge durchzuführen, um später im Bereich Filmproduktion tätig zu werden. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten die Drohne sowie das Mobiltelefon des 20-Jährigen und leiteten ein Verfahren wegen des Verdachts verbotener Luftaufnahmen und der verbotenen Nutzung des Luftraums ein. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.
"Dankbarkeit dem Führer": Stalin-Denkmal in Moskau enthüllt
Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Abriss eines umstrittenen Reliefs mit dem sowjetischen Diktator Josef Stalin hat die Moskauer Metro zu ihrem 90. Geburtstag eine Nachbildung des Werks erhalten. Tausende Passanten, viele sichtlich überrascht, fotografierten das Denkmal mit dem Titel "Dankbarkeit des Volkes gegenüber dem Führer und Kriegsherrn" an der Station Taganskaja. Das Original war Mitte der 1960er Jahre im Zuge der Abkehr vom Stalinismus abgerissen worden.
Nun hat die Stadt das Werk des sozialistischen Realismus zum Geburtstag der Metro nachbilden lassen und eingeweiht. Kritiker werfen den neuen Machthabern in Russland Geschichtsvergessenheit vor. Menschenrechtler und Historiker geben Stalin die Schuld am Tod von Millionen Menschen.
Trump: Ohne uns hätte man heute überall in Europa Deutsch gesprochen
Bei seinem Besuch in Katar hat US-Präsident Donald Trump die Leistungen der US-Streitkräfte beim Sieg über Hitler-Deutschland gerühmt - und die Behauptung aufgestellt, dass ohne die Hilfe der USA heute überall in Europa Deutsch gesprochen würde. Vor Soldaten auf dem US-Luftwaffenstützpunkt al-Udeid bezog sich Trump in seinen Ausführungen auf die alljährlichen Gedenkfeiern in Frankreich am 8. Mai zum Ende des Zweiten Weltkrieges und wie er Präsident Emmanuel Macron dazu beglückwünscht habe.
"Wir lieben Frankreich, richtig?", sagte der US-Präsident. "Aber ich denke schon, dass wir ein bisschen mehr dafür getan haben, um den Krieg zu gewinnen als Frankreich." Dann sagte er unter Bezug auf alle europäischen Staaten: "Wir haben den Krieg gewonnen, und sie haben geholfen - aber ohne uns hätten sie diesen Krieg nicht gewonnen." Schließlich folgerte er: "Ohne uns sprächen sie heute Deutsch, vielleicht auch ein bisschen Japanisch. Wir haben den Krieg gewonnen, aber wir sind die einzigen, die das nicht feiern."
Merkel, Merz und Co. verabschieden Margot Friedländer
Im Alter von 103 Jahren stirbt die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer. Ihr Leben widmet sie der Aufklärung über den Massenmord an den Juden und erinnert immer wieder daran, Mensch zu sein. Nun verabschieden sich zahlreiche Menschen, darunter hochrangige Politiker, von Friedländer bei einer Trauerfeier.
Dobrindt: Deutlich mehr Zurückweisungen dank Grenzkontrollen
Die verschärften Kontrollen an den deutschen Grenzen haben laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bereits in der ersten Woche zu deutlich mehr Zurückweisungen geführt. In den vergangenen sieben Tagen seien 729 Versuche der illegalen Einreise zurückgewiesen worden, sagte Dobrindt bei einem Besuch eines Grenzübergangs im bayerischen Kiefersfelden. Das sei eine Steigerung von 45 Prozent zur "Vergleichswoche zuvor", in der es 511 Zurückweisungen gegeben habe.
Dobrindt zufolge gab es seit Einführung der verschärften Grenzkontrollen am Mittwoch vergangener Woche 51 Asylgesuche an der Grenze, von denen 32 zurückgewiesen worden seien. Der Rest stamme von sogenannten vulnerablen Menschen, zu denen Kinder, Kranke und Schwangere zählen. In der Vorwoche sei von 44 Geflüchteten ein Asylgesuch gestellt worden - alle seien zunächst ins Land aufgenommen worden.
Die neuen Kontrollen seien ein "Signal, dass sich die Migrationspolitik in Deutschland geändert hat." Dobrindt resümierte: "Die Kontrollen wirken."
Millionenbetrug mit antiquarischen Büchern - Polizei nimmt Bande fest
Mit einem groß angelegten Betrug rund um angebliche Bücherkollektionen sollen fünf Männer rund 1,95 Millionen Euro erbeutet haben. Die mutmaßlichen Haupttäter im Alter zwischen 27 und 52 Jahren wurden nun bei Durchsuchungen in Berlin und Brandenburg festgenommen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.
Die Gruppe soll sich als Vermittler für den Verkauf antiquarischer Bücher an Sammler ausgegeben haben – tatsächlich war ein Verkauf nie geplant. Stattdessen verlangten die Täter von den meist älteren Opfern hohe Zahlungen für angebliche Provisionen, Kautionen oder Gebühren. Viele nahmen eigens Kredite auf, um die Summen von bis zu 450.000 Euro zu zahlen.
Durchsucht wurden unter anderem Wohnungen und Geschäftsräume in Berlin-Neukölln, Rudow, Mariendorf sowie in Falkensee und Teltow. Dabei wurden Unterlagen, Datenträger und Handys beschlagnahmt. Die Männer sollen noch heute dem Haftrichter vorgeführt werden.
Steuereinnahmen bis 2029 niedriger als erwartet
Die neue schwarz-rote Bundesregierung muss bei der Umsetzung ihres Koalitionsvertrags bis 2029 mit 33,3 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen als noch vor wenigen Monaten angenommen. Für den gesamten Staat, also Bund, Länder und Kommunen zusammen, sagen die Steuerschätzer nach Angaben des Finanzministeriums im gleichen Zeitraum ein Minus von 81,2 Milliarden Euro voraus.
Chemielager-Brand löst actionfilmreife Explosionen aus
In Spanien löst ein kleiner Funke mehrere heftige Explosionen in einem Chemielager aus. Insgesamt sieben Feuerwachen bringen das Feuer bei Sevilla unter Kontrolle, bevor es auf andere Lagerhallen übergreifen kann. Verletzt wird niemand, doch zwischenzeitlich dürfen 77.000 Menschen ihre Häuser nicht verlassen.
Tod in Erntehelfer-Unterkunft - Hausbesitzer unter Verdacht
Vergangene Woche sind im nordrhein-westfälischem Höxter zwei Erntehelfer durch ausströmendes Gas in einem Wohnhaus gestorben. Nun ermittelt die Polizei gegen den Hauseigentümer. Der 42-Jährige steht im Verdacht der fahrlässigen Tötung, wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft mitteilten. Der in dem Haus eingerichtete Gasdurchlauferhitzer soll weder für den dortigen Betrieb zugelassen noch fachgerecht installiert worden sein.
Vor rund einer Woche war laut früheren Angaben wegen eines technischen Defekts Gas in dem Wohnhaus ausgeströmt. 21 Hausbewohner konnten in Sicherheit gebracht werden. Eine 19-jährige Frau und ein 23-jähriger Mann aus Rumänien starben. Eine Obduktion bestätigte den Verdacht auf eine tödliche Kohlenstoffmonoxidvergiftung. Es stehen jedoch noch Blutuntersuchungen aus, hieß es weiter. Die Ermittlungen dauern an.
Schichtwechsel
Leah Nowak verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ab sofort den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen und entspannten Nachmittag.
Trump in Katar: Will "Konflikte beenden und nicht beginnen"
Beim Besuch eines US-Luftwaffenstützpunkts in Katar hat US-Präsident Donald Trump seine Friedensbemühungen hervorgehoben. "Als Präsident ist es meine Priorität, Konflikte zu beenden und nicht zu beginnen", sagte Trump am Donnerstag vor US-Streitkräften am Militärstützpunk al-Udeid. Wenn es notwendig sei, werde er jedoch "nie zögern, die amerikanische Stärke einzusetzen, um die USA oder unsere Partner zu verteidigen", fügte Trump hinzu.
Der Luftwaffenstützpunk al-Udeid südwestlich von Doha ist Washingtons größte Militäreinrichtung in der Golfregion und das Hauptquartier des Regionalkommandos Central Command. Bei seinem Besuch kündigte der US-Präsident zudem große finanzielle Investitionen durch Katar an: "Katar wird ebenfalls zehn Milliarden Dollar investieren, um diesen gewaltigen Stützpunkt in den nächsten Jahren zu unterstützen", sagte Trump. In Doha brüstete er sich am Morgen bereits damit, dass im Zuge seiner Reise geschlossene "Deals" Geschäfte in Höhe von bis zu vier Billionen Dollar (rund 3,6 Billionen Euro) einbringen könnten.
Mann zeigt Hitlergruß bei Fahrt durch Dresden - Geldstrafe
Wegen Zeigens eines Hitlergrußes bei der Fahrt in einem alten Militärfahrzeug durch Dresden soll ein Mann nach dem Willen der Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 2500 Euro bezahlen. Die Anklagebehörde in der sächsischen Landeshauptstadt beantragte nach eigenen Angaben einen entsprechenden Strafbefehl gegen den 37-Jährigen beim Amtsgericht Dresden. Ihm wird das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen.
Der Beschuldigte soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Vormittag des 9. Mai vorigen Jahres "mit einem offenen militärischen Oldtimer-Fahrzeug als Beifahrer" eine Straße im Dresdener Stadtteil Pieschen entlanggefahren sein und dabei "öffentlich wahrnehmbar den Hitlergruß ausgeführt" haben. Bei der Tat trug der 37-Jährige demnach einen militärischen Stahlhelm.
Lkw-Reifen kracht mitten in den Spieleabend
Im chinesischen Hengyang ereignet sich ein skurriler Unfall. Ein Lkw verliert einen Reifen, aus welchem Grund, ist noch unklar. Das abspenstige Gummi-Geschoss springt von der Straße in ein Wohnzimmer, in dem eine Familie Mahjongg spielt. Nur um Haaresbreite verfehlt es die Personen.
Rohrbuch in Gloucester: Riesenfontäne flutet Kleinstadt
In Matson, einem Vorort der englischen Stadt Gloucester (132.000 Einwohner), ist eine Hauptwasserleitung des Versorgers "Severn Trent" geplatzt und hat immense Schäden verursacht. Zahlreiche Anwohner waren vorübergehend ohne Wasser. Verletzt wurde niemand, die Ursache für ist bislang unklar.
Laut der Webseite "itv" riss der Wasserdruck Beton, Erde und Schutt aus dem Boden und schleuderte sie meterweit. Mehrere Zentimeter dicke Betonplatten wurden so in großen Brocken herausgesprengt, die Trümmer trafen unter anderem ein Mehrfamilienhaus. Fenster zerbarsten, Dachziegel flogen davon. Die Sneedhams Road, direkt am Unglücksort, musste gesperrt werden. Tausende Liter Wasser überfluteten die Straße.
Am Nachmittag meldete der Versorger, dass die Wasserversorung der Anwohner gesichert sei, mehrere Techniker seien im Einsatz. Kurz vor 14 Uhr drehte die Feuerwehr die Hauptleitung ab - unter Applaus der Anwohner endete damit das Schauspiel.
"Ben&Jerry's"-Gründer startet Tumult bei Kennedy-Anhörung
Während einer Senatsanhörung im Kapitol von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy kommt es zu Unterbrechungen. Mehrere Protestierende, darunter "Ben&Jerry's"-Gründer Ben Cohen, stören die Ansprache mit Zwischenrufen. Sie werfen Kennedy vor, den Krieg in Gaza durch Kürzungen der Gesundheitsvorsorge zu finanzieren.
Bekannt aus "Happy Gilmore": Hollywood-Alligator ist tot
Er spielte in vielen Filmen und TV-Shows mit: Alligator "Morris" aus den USA ist tot. US-Medien berichteten unter Berufung auf einen Facebook-Eintrag einer Tierfarm aus Colorado, dass "Morris" vor Tagen starb. Wie alt er genau wurde, konnte die Farm nicht sagen, sie schätzte sein Alter auf über 80 Jahre. "Morris" spielte zum Beispiel in der 1990er-Jahre-Komödie "Happy Gilmore" mit Schauspieler Adam Sandler mit. Der Filmstar postete auf Instagram einen Abschiedsgruß für den Alligator: "Goodbye, "Morris". Wir werden dich alle vermissen."
Netflix plant mehr Werbeunterbrechungen - auch im Pausenmodus
Netflix-Kunden im günstigeren Abo mit Anzeigen müssen sich im kommenden Jahr auf Werbeunterbrechungen einstellen. Auch wenn man die Wiedergabe pausiert, soll Reklame eingeblendet werden, wie der Videostreaming-Marktführer ankündigte. Bei den Anzeigenformaten dafür soll auch generative Künstliche Intelligenz eingesetzt werden, "um die Werbung mit der Welt unserer Sendungen zu verknüpfen". Netflix hat inzwischen mehr als 94 Millionen Kunden weltweit im Abo-Modell mit Werbung. Im November waren es noch rund 70 Millionen.
Der Dienst macht seit diesem Jahr keine Angaben mehr zur allgemeinen Entwicklung der Kundenzahlen. Ende 2024 waren es gut 300 Millionen Kundenhaushalte insgesamt. Netflix geht davon aus, dass mehr als 700 Millionen Menschen weltweit den Dienst nutzen.
Haiangriff in Südaustralien: Mann schwer verletzt
An der australischen Südküste ist ein Mann beim morgendlichen Schwimmen von einem Hai attackiert und schwer am Bein verletzt worden. Der Raubfisch habe sein Opfer vor der Küste von Port Noarlunga nahe der Stadt Adelaide in Ufernähe angegriffen, berichteten australische Medien unter Berufung auf die Einsatzkräfte.
Der Mann, der um die 40 Jahre alt sein soll, erlitt eine schwere Wunde am Oberschenkel und ist in kritischem Zustand. Notärzte versorgten ihn am Strand, bevor er in ein Krankenhaus gebracht wurde. Um welche Art von Hai es sich handelte, war zunächst nicht bekannt.
Ex-Freundin von "Diddy" schildert Gewalt und "ekelhafte" Partys
Die Ex-Freundin des US-Rappers Sean "Diddy" Combs und wichtigste Zeugin im Prozess gegen ihn, Cassandra "Cassie" Ventura, hat von Suizidgedanken aufgrund der in ihrer Beziehung erfahrenen Gewalt gesprochen. "Ich wollte an diesem Punkt nicht mehr leben", sagte Ventura beim Prozess gegen Combs vor den Geschworenen in New York. Jahre nach ihrer Trennung im Jahr 2018 habe sie das Erlebte noch verfolgt, erklärte Ventura. "Ich konnte die Schmerzen, die ich hatte, nicht mehr ertragen." Im Jahr 2023 habe ihr Ehemann Alex Fine sie vom Suizid abgehalten.
Am Dienstag hatte Ventura erstmals ausgesagt. Die 38-Jährige sprach von Gewaltausbrüchen Combs' und "ekelhaften" Drogen- und Sex-Partys, die der Rapper als "Freak-Offs" bezeichnete. Um sich zu erregen habe der Rapper etwa auf sie uriniert oder Prostituierte dafür bezahlt, dies zu tun, erklärte Ventura. Sie habe Ecstasy oder Kokain genommen, um während der tagelangen Sexorgien wach zu bleiben und Combs' Wünsche zu erfüllen. 2023 hatte Ventura den bekannten Musiker wegen jahrelanger Misshandlungen und Vergewaltigung verklagt. Beide einigten sich kurz darauf auf einen außergerichtlichen Vergleich, seither reichten jedoch zahlreiche weitere Frauen und auch Männer Klagen gegen den Rapper ein.
Forscher filmen Tentakel-Wesen in 4000 m Tiefe
Vor der Küste Irlands gelingt es Wissenschaftlern, in über 4000 m Tiefe ein seltenes Naturphänomen zu filmen. Am Meeresgrund nehmen die Geräte auf, wie sich eine kaum erforschte Tiefsee-Art aus dem Boden schält.
BVG: Hackerangriff auf Zehntausende Kunden
Bei einem Hackerangriff auf einen externen Dienstleister der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) könnten Kriminelle möglicherweise Zugriff auf die Daten von Zehntausenden Kunden erhalten haben. Laut einem Informationsschreiben der BVG an die betroffenen Nutzer handelt es sich dabei um Namen, Postanschriften, E-Mail-Adressen sowie Kunden- und Vertragsnummern. Dies wurde zuvor von der "Berliner Morgenpost" berichtet.
Ersten Erkenntnissen zufolge sind jedoch keine sensiblen Informationen wie Kontodaten oder Passwörter betroffen. Dennoch können Kriminelle mit den erlangten Kontaktdaten glaubwürdige Phishing-E-Mails erstellen, um weitere Daten abzufragen oder betrügerische Zahlungsaufforderungen zu versenden. Die BVG hat die betroffenen Kunden umgehend informiert und die Datenschutzbehörde über den Vorfall in Kenntnis gesetzt. Insgesamt seien möglicherweise rund 180.000 Kundendaten abgeflossen. Für Rückfragen wurde ein spezielles Kontaktpostfach eingerichtet. Der Vorfall werde "sehr ernst genommen, eine umfassende Analyse ist im Gange."
Unglück in Niedersachsen - Kanu kentert, Vater stirbt
Beim Kentern mit einem Kanu ist ein 40 Jahre alter Familienvater im Gartower See (Landkreis Lüchow-Dannenberg) ums Leben gekommen. Der Mann war am Mittwochabend mit seinen beiden Kindern im Alter von zwei und sieben Jahren mit dem Boot unterwegs, wie die Polizei mitteilte. Das Boot war aus bislang ungeklärter Ursache umgekippt. Ersten Erkenntnissen zufolge versuchte der Vater, das Kanu vergeblich umzudrehen.
Die mit Schwimmwesten ausgestatteten Kinder riefen um Hilfe. Zwei Frauen im Alter von 63 und 21 Jahren schwammen laut Polizei hinaus und brachten die Kinder zum Ufer. Den Vater konnten sie zunächst nicht finden. Einsatzkräfte fanden den 40-Jährigen den Angaben zufolge wenige Stunden später im See. Angaben zu möglichen Verletzungen der Kinder machte die Polizei bislang nicht.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Nach mehr als drei Jahren Krieg soll es heute wieder direkte Gespräche zwischen Moskau und Kiew über Frieden geben - flankiert von US-Vermittlern. Format und Besetzung zum Treffen in Istanbul waren bis zuletzt unklar, der russische Präsident Wladimir Putin und sein US-Kollege Donald Trump werden aber offenbar nicht an den Gesprächen teilnehmen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist dagegen nach Angaben eines Insiders bereits auf dem Weg.
Außerdem stehen diese Termine an:
US-Präsident Donald Trump setzt seinen Besuch in der katarischen Hauptstadt Doha fort und reist anschließend nach Abu Dhabi weiter.
Der Expertenrat für Klimafragen stellt in Berlin den Prüfbericht zu Treibhausgasemissionen für das Jahr 2024 vor. Die Fachleute präsentieren außerdem einen Projektionsbericht für das laufende Jahr. Sollten sie feststellen, dass Deutschland zum zweiten Mal in Folge mehr Treibhausgase ausstößt als vorgesehen, müsste die Bundesregierung nachsteuern.
Die Steuerschätzer geben ihre Prognose zu den Steuereinnahmen in diesem Jahr und in den Folgejahren bekannt, die wichtige Grundlage für die Aufstellung des Bundeshaushalts ist.
In Celle wird der Prozess gegen die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette fortgesetzt.
Um 10:00 Uhr findet außerdem die Beisetzung der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer in Berlin statt.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag. Bei Hinweisen schreiben Sie mir gerne an leah.nowak(at)ntv.de.
Paar hält US-Teenager in Hundekäfig gefangen
Ein Teenager in den USA ist nach Behördenangaben jahrelang misshandelt und etwa ein Jahr lang in einem Hundekäfig festgehalten worden. Die Polizei im Bezirk Camden im östlichen Bundesstaat New Jersey habe ein Paar festgenommen, das die heute 18-Jährige "seit vermutlich 2018 misshandelt hat", erklärten die Polizei und der Staatsanwalt des Bezirks. Der jungen Frau sei vergangene Woche die Flucht aus ihrer Gefangenschaft gelungen.
Das Paar habe das Opfer in der sechsten Klasse von der Schule genommen und bei sich zu Hause eingesperrt. "Kurz darauf wurde sie für etwa ein Jahr gezwungen, in einem Hundekäfig zu leben", erklärten die Behörden. Dort habe sie gemeinsam mit mehreren Hunden, Chinchillas und anderen Tieren gehaust. Sie wurde nach eigenen Angaben außerdem mit einem Gürtel geschlagen und von dem verdächtigen Mann sexuell misshandelt. Vergangene Woche sei die junge Frau geflohen. Später fand die Polizei heraus, dass ein 13-jähriges Mädchen ebenfalls in dem Haus festgehalten wurde.
Blitzeinschlag in Zoo in Frankreich: 13 Verletzte - darunter eine Deutsche
Bei einem Blitzeinschlag in einem Zoo in der Nähe der südfranzösischen Stadt Aix-en-Provence sind 13 Menschen verletzt worden, darunter eine Deutsche. Zwei der Verletzten seien vom Blitz getroffen worden, teilte die Feuerwehr mit. Der Blitz sei in eine "ebene und freie" Stelle des Tierpark in La Barben in der Nähe von Aix-en-Provence eingeschlagen, hieß es weiter. Unter den Verletzten waren laut Feuerwehr vier Kinder sowie eine 29-jährige Deutsche. Die Frau sei medizinisch versorgt und ins Krankenhaus gebracht worden, erklärten die Rettungskräfte. Tiere oder Gehege seien nicht getroffen worden.
Verstorbene Holocaustüberlebende Margot Friedländer wird in Berlin beigesetzt
Die vergangene Woche verstorbene Holocaustüberlebende Margot Friedländer wird heute um 10.00 Uhr in Berlin beigesetzt. Zu der Zeremonie auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee werden unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet. Das Bundesland Berlin ordnete anlässlich der Beisetzung Trauerbeflaggung an öffentlichen Gebäuden an, der Sender RBB überträgt die Veranstaltung im Fernsehen und per Livestream.
Die gebürtige Berlinerin gehörte zu den bekanntesten und öffentlich aktivsten Zeitzeuginnen der NS-Judenverfolgung. Sie versteckte sich im Untergrund, wurde verraten und in ein Konzentrationslager verschleppt. Sie überlebte, ihre Familie wurde von den Nazis getötet. Nach dem Krieg wanderte Friedländer in die USA aus, entschied sich 2010 aber im Alter von 88 Jahren zur Rückkehr nach Berlin.
Influencerin geht live auf Tiktok - und wird erschossen
Grausamer Livestream in Mexiko: Während ihrer Livesendung auf Tiktok ist eine mexikanische Influencerin erschossen worden. Die 23-jährige Valeria Márquez war für ihre Lifestyle- und Beauty-Videos bekannt - einige ihrer Posts wurden hunderttausende Male aufgerufen. Während sie ihre Followerinnen und Follower live bei einem Besuch im Schönheitssalon in der Stadt Zapopan mitnahm, wurde sie getötet, teilt die Staatsanwaltschaft nun mit.
"Ein Mann kam in die Räumlichkeiten und schoss mit einer Waffe auf sie", erklärten die Ermittler. Der Grund für den Angriff ist noch unklar. Medienberichten zufolge hatte der Mann vorgetäuscht, der Influencerin ein Geschenk geben zu wollen, während sie live auf Tiktok ist.