Der Tag
19. Januar 2026
20240327-DSC-8255mit Lukas Wessling
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22:17 Uhr

Das war Montag, der 19. Januar 2026

Grönland. So viel scheint an dieser Insel zu hängen. Heute, diese Woche, vielleicht sogar in den kommenden Jahren. Meine Kollegin Juliane Kipper hat deshalb aufgeschrieben, wann der Gedanke, Grönland zu kaufen, eingezogen ist im Oberstübchen des US-Präsidenten. Aus den USA zeichnet unser Korrespondent Roland Peters ein Lagebild: Der Kongress rumort, die US-Bevölkerung kann es nicht fassen, Trump scheint unbeeindruckt.

Aber trotz all des Grönland-Spektakels, all der Furcht und Ungläubigkeit hat sich auch heute die Welt weitergedreht. Unsere Redaktion hat das unter anderem mit folgenden Stücken abgebildet:

Das war Montag, der 19. Januar 2026
22:08 Uhr

Von der Leyen fordert Respekt vor Souveränität Grönlands

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert von den USA Respekt für die Souveränität Grönlands und Dänemarks. "Dies ist für unsere transatlantischen Beziehungen von größter Bedeutung", schrieb sie nach einem Treffen mit US-Kongressmitgliedern am Rande des WEF in Davos. Die EU wolle "eng mit den Vereinigten Staaten, der Nato und anderen Verbündeten sowie in enger Kooperation mit Dänemark zusammenzuarbeiten". Trumps Strafzoll-Drohungen stünden "den gemeinsamen Interessen" entgegen.

Von der Leyen fordert Respekt vor Souveränität Grönlands
21:39 Uhr

Kunstwerk in Washington bildet Trumps Geburtstagskarte an Epstein nach

Geburtstagsglückwünsche an "einen super Typen" hatte US-Präsident Trump an den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gesendet. Daran erinnert in der Hauptstadt nun ein Kunstwerk, das die Grußkarte nachbildet. "Wir haben gewisse Gemeinsamkeiten steht da" und: "möge jeder Tag ein weiteres Geheimnis sein". Besucher sind angehalten, der Regierung ihre eigenen Grußbotschaften zu hinterlassen.

Kunstwerk in Washington bildet Trumps Geburtstagskarte an Epstein nach
21:17 Uhr

Kuh Veronika verblüfft Forscher

Veronika greift sich Schrubber, Äste oder sogar einen Rechen. Dann kratzt sie sich damit am Körper – auch am Po. Veronika benutzt also Werkzeuge. Veronika greift diese Werkzeuge mit ihrer Zunge, denn Veronika ist eine Kuh. Biologen der Veterinärmedizinischen Universität Wien haben das geprüft und in "Current Biology" beschrieben. Nach ihrer Aussage zeigt damit erstmals ein Hausrind gezielten Werkzeuggebrauch.

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Die Forscher vermuten: Viele Kühe könnten lernen, was Veronika kann, wenn sie als Jungtiere mehr mit Gegenständen spielen. (Foto: picture alliance/dpa/Veterinärmedizinische Universität Wien)

Veronika lebt als Haustier bei einem Biobauern und Bäcker in Kärnten. Die Forscher hatten ein Video von Veronika erhalten und wollten der Sache auf den Grund gehen. Sie legten ihr Dutzende Male einen Deckschrubber hin. Veronika passte den Griff an:

Für den Rücken nahm sie das Stielende, bog den Kopf nach hinten und kam so weit ran. Für Bauch und After nahm sie das andere Ende und kratzte vorsichtiger.

Kuh Veronika verblüfft Forscher
20:40 Uhr

Chinesische Mauer wird zur Riesenrutsche

Die Touristen müssen sich die Aussicht hart verdienen: Sie stapfen bei Minusgraden über die vereiste Chinesische Mauer. Viele rutschen bei jedem Schritt ein Stück zurück. Selbst Hartgesottene kämpfen sich nur langsam vor.

Chinesische Mauer wird zur Riesenrutsche
20:16 Uhr

Gesundheitsministerin packt telefonische Krankschreibung auf den Prüfstand

Kanzler Friedrich Merz kritisiert den hohen Krankenstand und sieht als möglichen Treiber die telefonische Krankschreibung. Gesundheitsministerin Nina Warken von der CDU will deshalb die Regeln prüfen. Die Koalition habe vereinbart, Missbrauch auszuschließen. Warken sagt: "Genau das werden wir angehen und die aktuellen Regelungen auf den Prüfstand stellen. Wir brauchen praktikable Lösungen". Sie betont: Das richte sich nicht gegen Menschen, die wirklich krank sind. Aber die Telefon-Krankschreibung könne missbraucht werden.

Gesundheitsministerin packt telefonische Krankschreibung auf den Prüfstand
19:48 Uhr

Immer mehr Kinder landen in psychiatrischen Kliniken

"Wir stecken in einer tiefen Krise. Uns geht's nicht gut und wenn wir da nicht rauskommen, dann hat das extreme volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen." Das sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz Ende Oktober. Neue Klinikzahlen geben ihm Recht: Die psychische Gesundheit von Kindern und Teenagern geht spürbar bergab. Sie landen länger und öfter in Kliniken. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie warten viele inzwischen vier bis sechs Monate auf einen Platz. Vor vier Jahren lag die Zahl der stationären Behandlungen bei rund drei Vierteln des heutigen Aufkommens.

Laut Kinder- und Jugendreport der DAK belasten Corona-Pandemie, Klimakrise, Kriege, gesellschaftlicher Druck und Zukunftsängste viele junge Menschen; vor allem Mädchen seien wegen psychischer Probleme oft dauerhaft in Behandlung. Die Bundesschülerkonferenz fordert in einem 10-Punkte-Plan unter anderem:

  • mehr Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen

  • Medienkompetenz in allen Fächern

  • Schlüsselkompetenzen wie Selbstregulation und Stressbewältigung

Immer mehr Kinder landen in psychiatrischen Kliniken
19:16 Uhr

Dänemark und Grönland wollen Nato-Mission

Dänemark und Grönland wollen eine Nato-Mission für Grönland. Das sagte Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen zusammen mit Grönlands Außenministerin Vivian Motzfeldt nach einem Gespräch mit Nato-Chef Mark Rutte im dänischen Fernsehen. "Wir haben es vorgeschlagen, der Generalsekretär hat davon Kenntnis genommen und wir denken, wir können nun - hoffentlich - den Rahmen bestimmen, in dem das konkretisiert werden kann", sagte Poulsen. Rutte schrieb auf X: "Wir werden weiter als Verbündete in diesen wichtigen Fragen zusammenarbeiten."

Dänemark und Grönland wollen Nato-Mission
18:55 Uhr

Mann in Nowosibirsk will warmen Sitz - und bekommt Feuer

Er wollte doch nur ein bisschen Wärme. Im russischen Nowosibirsk hat ein Mann versehentlich seinen Pkw in Brand gesetzt. Er wollte das Auto mit einem Heizluftgerät aufwärmen, als es plötzlich Flammen schlug.

Mann in Nowosibirsk will warmen Sitz - und bekommt Feuer
18:27 Uhr

Mette-Marits Sohn soll kiloweise Marihuana transportiert haben

Am 3. Februar beginnt in Oslo der Prozess gegen Marius Borg Hoiby, den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit. Ihm wird unter anderem Vergewaltigung vorgeworfen. Jetzt legt die Staatsanwaltschaft sechs weitere Anklagepunkte nach, teilte Staatsanwalt Sturla Henriksbo mit.

Mette-Marits Sohn soll kiloweise Marihuana transportiert haben
18:12 Uhr

Italienischer Designer Valentino gestorben

Der Modeschöpfer Valentino ist tot. Das meldet die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Montag unter Berufung auf die Stiftung, die er mit seinem langjährigen Partner Giancarlo Giammetti gegründet hatte. Valentino starb demnach mit 93 Jahren in seiner Wohnung in Rom.

Italienischer Designer Valentino gestorben
17:49 Uhr

US-Finanzminister warnt Europäer vor Vergeltung

US-Finanzminister Scott Bessent warnt die europäischen Regierungen vor Vergeltungsmaßnahmen im Streit um Grönland. "Ich halte das für sehr unklug", sagt Bessent am Rande des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos mit Blick auf handelspolitische Gegenmaßnahmen.

Europa solle nicht an den Absichten von US-Präsident Donald Trump zweifeln. "Ich habe mit Präsident Trump gesprochen, und es gibt offenbar viele Reaktionen", sagt Bessent. "Ich denke, jeder sollte den Präsidenten beim Wort nehmen." Einem Medienbericht aus der vergangenen Woche zufolge schließt Trump eine gewaltsame Übernahme Grönlands nicht aus, sollte Dänemark ein Kaufangebot der USA ablehnen.

US-Finanzminister warnt Europäer vor Vergeltung
17:27 Uhr

42-Jährige in Hannover getötet - war es ihr Ehemann?

Nach dem gewaltsamen Tod einer 42-Jährigen in Hannover ist ein Haftbefehl gegen ihren tatverdächtigen Ehemann erlassen worden. Der 43-Jährige sei noch immer schwer verletzt und werde medizinisch behandelt, sagte ein Polizeisprecher. Das Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung des Opfers stehe noch aus, unklar sei auch, ob es sich bei dem im Auto des Mannes gefundenen Messer um die Tatwaffe handelt. Ebenso gebe es beim Motiv und den Hintergründen der Tat noch keine Klarheit - dies sei "Gegenstand der Ermittlungen".

Einsatzkräfte hatten die Frau am Freitag mit schweren Verletzungen gefunden, ein Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. Der Ehemann floh und wurde kurze Zeit später verletzt auf der Autobahn 2 gefunden.

42-Jährige in Hannover getötet - war es ihr Ehemann?
17:01 Uhr

Bauministerin veröffentlicht erstes Babyfoto

Ihr Sohn war schon in Sphären der Macht unterwegs, die die meisten Menschen in Deutschland nie erreichen werden - im Babybauch zumindest. Er besuchte Sitzungen der Bundestagsfraktion, stand vor dem Redepult im Bundestag und war bei Kabinettssitzungen anwesend. Nun hat Bauministerin Verena Hubertz von der SPD ein erstes Foto ihres Babys veröffentlicht. Unter den ersten Gratulantinnen: Wissenschaftsministerin Doro Bär von der CSU.

Nach Angaben ihres Ministeriums macht Hubertz gerade eine Pause. In dieser Zeit vertreten sie ihre Staatssekretäre. Ab März will Hubertz Schritt für Schritt zurückkehren. "Das Baby wird dabei sein, ob im Kinderzimmer des Bundestags oder auch im Ministerium", so die 38-Jährige.

Bauministerin veröffentlicht erstes Babyfoto
16:30 Uhr

Minneapolis arbeitet gegen Einwanderungspolizei

Die Menschen im US-Bundesstaat Minnesota organisieren praktischen Widerstand gegen die Razzien der Einwanderungspolizei. Manche fahren umher, halten Ausschau nach Fahrzeugen von ICE, Zoll oder Grenzschutz. Menschen warnen sich über Chats vor Einsätzen. Kommt eine solche Meldung, gehen Anwohner nach draußen: Sie filmen die Einsätze, pfeifen, hupen und warnen so andere. Die Botschaft lautet: "Es ist nicht sicher auf der Straße." Zumindest nicht für alle.

Minneapolis arbeitet gegen Einwanderungspolizei
16:01 Uhr

Todkranker GTA-Fan erhält "gute Nachricht"

Ein todkranker Fan darf das sehnsüchtig erwartete Videospiel "GTA 6" vor allen anderen spielen. Die Veröffentlichung des Spiels war mehrmals verschoben worden, zuletzt auf November dieses Jahres. Der Fan aber leidet an Krebs im Endstadium und wird den offiziellen Release voraussichtlich nicht mehr erleben. Ein Angehöriger wandte sich deshalb im Dezember öffentlich an den Entwickler des Spiels. In einer Nachricht gab er an, sein kranker Verwandter habe nur noch "6 bis 12 Monate zu leben". Der Entwickler reagierte. Man trat in Austausch miteinander. Details bleiben geheim, der Angehörige des kranken Mannes ließ nur wissen: "Es gibt gute Nachrichten".

Todkranker GTA-Fan erhält "gute Nachricht"
15:38 Uhr

Mieten in Deutschland steigen schneller als Inflation

Die Mieten in Deutschland sind zuletzt schneller gestiegen als die Inflation. Im vierten Quartal lagen sie bundesweit im Schnitt um 4,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das zeigt der Mietpreisindex Greix des Kiel Instituts für Weltwirtschaft. Gleichzeitig gab es deutlich weniger Wohnungsinserate. Befristete und möblierte Angebote erreichten ein Rekordniveau.

"Wohnungssuchende haben es aktuell schwer", sagte Greix-Projektleiter Jonas Zdrzalek. "Das klassische Angebot geht zurück, die Preise steigen und die Konditionen werden über immer mehr befristete Verträge oder möblierte Angebote härter."

  • der Index erfasst 37 Städte und Regionen

  • bundesweit plus 4,5 Prozent, inflationsbereinigt plus 2,3 Prozent

  • Spitzenreiter: Köln und München

  • höchste Kaltmiete: München mit 23,35 Euro pro Quadratmeter

  • günstigste Großstadt: Leipzig mit 10,22 Euro pro Quadratmeter

  • seit 2015 liegen Angebotsmieten 14 Prozent über der Teuerung

Mieten in Deutschland steigen schneller als Inflation
15:12 Uhr

Kamera zeigt erstmals Louvre-Räuber bei der Arbeit

Behandschuhte Fäuste donnern gegen die Scheibe einer Vitrine, dann holen sie aus hier heraus, was sie zu fassen bekommen. Erstmals sind nun die Aufnahmen einer Überwachungskamera zu sehen, die den Raub im Louvre zeigen, bei dem Schmuck im Wert von 88 Millionen Euro abhandenkam.

Kamera zeigt erstmals Louvre-Räuber bei der Arbeit
14:42 Uhr

Merz rechnet mit Trump-Treffen am Mittwoch

Schon übermorgen soll es soweit sein: Im Streit um Grönland will Bundeskanzler Friedrich Merz beim Weltwirtschaftsforum in Davos direkt mit US-Präsident Donald Trump sprechen. Es werde sicher eine Gelegenheit für ein Treffen geben. Merz sagte: "Ich will es nicht, aber wenn es nötig ist, dann werden wir natürlich auch unsere europäischen Interessen, auch unsere deutschen nationalen Interessen schützen".

Merz rechnet mit Trump-Treffen am Mittwoch
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Meine liebe Kollegin Anne Renzenbrink ist in die Berliner Nachmittagssonne entschwunden, ich habe für sie übernommen und werde für Sie den Rest des Tages die Augen offenhalten, die wichtigsten Ereignisse zusammenkehren, die spannendsten Entwicklungen, die eindrücklichsten Momente. Wenn Ihnen beim Lesen etwas auffällt, schreiben Sie mir gerne an lukas.wessling@ntv.de - egal ob Schreibfehler, Denkfehler, oder wenn Sie etwas freut!

Schichtwechsel
13:56 Uhr

Kind stirbt bei Unfall in Berliner Kita

Ein Kind ist in einer Berliner Kita bei einem Unfall gestorben. Es sei von einem schweren Gegenstand, vermutlich einer Tür, erschlagen worden, sagte ein Polizeisprecher.

Laut RTL handelt es sich um die Kita Adlerküken in Niederschöneweide. Wie es zu dem Unfall kam, sei noch unklar. "Nach aktuellem Kenntnisstand hat ein schwerer Gegenstand das Unglück ausgelöst", zitiert der Sender die Polizei. Die Ermittlungen würden laufen, neben Rettungskräften und Feuerwehr seien Seelsorger vor Ort.

Kind stirbt bei Unfall in Berliner Kita
13:44 Uhr

Freisprüche nach tödlichem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen

Im Prozess um das Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen sind die beiden angeklagten Bahn-Mitarbeiter freigesprochen worden. Das Landgericht München II folgte damit nicht der Staatsanwaltschaft. Bei dem Unglück vor dreieinhalb Jahren in Burgrain starben fünf Menschen, mehr als 70 wurden verletzt. Ursache waren marode Schienen. Das Gericht sah nicht, dass die Angeklagten das Unglück hätten verhindern können.

Die Staatsanwaltschaft hatte Bewährungsstrafen gefordert:

  • ein Jahr für den Fahrdienstleiter wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung

  • zwei Jahre für den zuständigen Bezirksleiter

Beide zeigten sich im Prozess betroffen, entschuldigten sich bei Hinterbliebenen und Betroffenen. Der Bezirksleiter sagte zum Schluss, wie leid ihm das Unglück tue, und wünschte viel Kraft.

Freisprüche nach tödlichem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen
13:38 Uhr

"Etliche verzweifelte Leute" - Polizei befragt nach Einbruch Sparkassen-Kunden

Nach dem Millionen-Coup in einer Gelsenkirchener Sparkasse hat die Polizei mit der Vernehmung der Geschädigten begonnen. "Wir schaffen etwa 100 pro Tage", sagte ein Sprecher. Rund 20 Kolleginnen und Kollegen seien ab jetzt sieben Tage die Woche damit beschäftigt. Es gehe der Polizei unter anderem um genaue Beschreibungen und Daten oder Bilder vermisster Gegenstände. So könnten sich Spuren zu den Tatverdächtigen ergeben, wenn Teile der Beute verkauft würden.

Die Gespräche verliefen meist sachlich, für einige der Betroffenen aber auch sehr emotional. Eine zweistellige Zahl der Kunden nehme polizeilichen Opferschutz in Anspruch. "Wir haben etliche verzweifelte Leute, die nicht wissen, wie es weitergeht." Geplant sei, alle Geschädigten zu vernehmen, sagte der Sprecher. Aktuell laufe dies sehr niederschwellig über eine Hotline bei der Polizei. Betroffene, die sich nicht melden, könnten später auch als Zeugen vorgeladen werden. "Wir wollen alle", sagte er. Die Gelsenkirchener Polizei hat für die Vernehmungen Büroräume angemietet.

"Etliche verzweifelte Leute" - Polizei befragt nach Einbruch Sparkassen-Kunden
12:58 Uhr

Prinz Harry zu Prozess gegen Boulevardzeitungsverlag in London

Der britische Prinz Harry ist in seine alte Heimat gereist, um persönlich am Prozess gegen den Boulevardzeitungsverlag ANL wegen Verletzung der Privatsphäre teilzunehmen. Der jüngere Sohn von König Charles III. traf am Morgen zum Prozessbeginn am Londoner High Court ein. Es ist der letzte von drei Prozessen, die Prinz Harry in den vergangenen Jahren gegen Zeitungsverlage angestrengt hat.

Harry und sechs weitere Kläger werfen dem Verlag der Zeitungen "Daily Mail" und "Mail on Sunday" unter anderem vor, Privatdetektive angeheuert zu haben, um Abhörgeräte in Autos und Wohnungen zu verstecken und illegal private Telefongespräche mitzuschneiden. Zudem seien etwa medizinische Daten durch Täuschung erlangt worden. Zu den Klägern gehören neben Prinz Harry sechs weitere Prominente, darunter Popstar Elton John und dessen Ehemann David Furnish sowie die Schauspielerinnen Elizabeth Hurley und Sadie Frost. Der Prozess soll voraussichtlich neun Wochen dauern, Prinz Harry soll am Donnerstag als Zeuge aussagen.

Prinz Harry zu Prozess gegen Boulevardzeitungsverlag in London
12:05 Uhr

Zwei Menschen kämpfen nach Haiangriffen in Australien um ihr Leben

Mehrere Haiangriffe versetzen die Menschen in Sydney in Alarmbereitschaft. Am frühen Abend (Ortszeit) wurde ein Mann am bekannten Manly Beach angegriffen und schwer an einem Bein verletzt, wie die Zeitung "Sydney Morning Herald" unter Berufung auf die Einsatzkräfte berichtete. Den Angaben zufolge ist er in kritischem Zustand. Wenige Stunden zuvor war ein Elfjähriger ganz in der Nähe am Dee Why Beach mutmaßlich von einem Hai von seinem Surfbrett gestoßen worden. Er konnte unverletzt entkommen. Erst am Sonntag war ein Zwölfjähriger nahe dem Strandabschnitt Shark Beach im Osten von Sydney von einem Hai gebissen und an beiden Beinen schwer verletzt worden. Der Junge kämpfe in einem Kinderkrankenhaus weiter um sein Leben, berichtete der Sender 9News.

Experten zufolge nimmt die Aktivität von Bullenhaien in den wärmeren Monaten vor der Küste Sydneys zu. In Australien ist gerade Sommer. Durch den Klimawandel verlängert sich zudem die Zeit, in der Schwimmer und Surfer einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, da steigende Wassertemperaturen die Tiere länger in Küstennähe halten. Für den Menschen sind vor allem drei in der Region heimische Arten gefährlich: Tigerhaie, Bullenhaie und Weiße Haie.

Zwei Menschen kämpfen nach Haiangriffen in Australien um ihr Leben
11:00 Uhr

Aktivisten verifizieren fast 4000 Tote bei Massenprotesten im Iran

Bei den Massenprotesten im Iran sind Aktivisten zufolge fast 4.000 Menschen ums Leben gekommen. Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA verifizierte bislang 3.919 Tote, wie aus einem Bericht der Aktivisten hervorgeht. Weitere knapp 9.000 Todesfälle würden noch untersucht. Neben 3.685 getöteten Demonstranten kamen demnach auch 178 Sicherheitskräfte ums Leben.

Die tatsächliche Zahl der getöteten Demonstranten könnte Berichten zufolge deutlich höher liegen. Laut Informationen der britischen Zeitung "The Sunday Times" sollen zwischen 16.500 bis 18.000 Menschen getötet worden sein. Mitarbeiter in acht großen Augenkliniken und 16 Notaufnahmen im Land hätten die Zahlen zusammengestellt. Das Internet im Iran bleibt unterdessen den elften Tag in Folge gesperrt. Nur langsam dringen weitere Aufnahmen und Videos nach außen, die das volle Ausmaß der brutalen Niederschlagung der Massenproteste vom 8. und 9. Januar zeigen.

Aktivisten verifizieren fast 4000 Tote bei Massenprotesten im Iran
10:12 Uhr

Mehr als 20 Verletzte nach Massenkarambolage auf glatter Autobahn

Auf glatter Fahrbahn sind am Morgen auf der Autobahn 42 bei Essen auf einer Brücke über den Rhein-Herne-Kanal 26 Fahrzeuge kollidiert. Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr verletzten sich 25 Menschen leicht, fünf von ihnen kamen vorsorglich in ein Krankenhaus, berichtete die Polizei.

Die Strecke zwischen dem Autobahnkreuz Essen-Nord und Bottrop sei in Fahrtrichtung Kamp-Lintfort für Bergungsarbeiten noch bis in den Vormittag hinein gesperrt. Die Abschleppwagen seien aber bereits unterwegs, um die Strecke möglichst schnell wieder freizugeben. Der WDR hatte zuvor berichtet. Nach ersten Erkenntnissen sei das erste Fahrzeug wegen Glatteis ins Schleudern geraten und habe sich gedreht, hieß es aus der Leitstelle. Weitere Fahrzeuge seien dann aufgefahren. Zeitweise sei auch die Gegenfahrbahn gesperrt gewesen. Im morgendlichen Berufsverkehr staute sich der Verkehr auf mehrere Kilometer.

Mehr als 20 Verletzte nach Massenkarambolage auf glatter Autobahn
09:25 Uhr

Pentagon bereitet laut Medien 1500 Soldaten auf mögliche Entsendung nach Minnesota vor

Das Pentagon hat 1500 Soldaten angewiesen, sich auf einen möglichen Einsatz im US-Bundesstaat Minnesota vorzubereiten. Nach den Angaben von zwei US-Verteidigungsbeamten seien 1500 aktive Fallschirmjäger der Armee in Alaska in Alarmbereitschaft versetzt worden, berichtete der US-Sender ABC am Sonntag (Ortszeit). Das Pentagon und das Weiße Haus äußerten sich zunächst nicht zu dem Thema.

US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag zunächst angekündigt, wegen der Proteste in Minnesota und der Stadt Minneapolis das Aufstandsgesetz (Insurrection Act) anzuwenden, das den Präsidenten befugt, das Militär im Inland einzusetzen, um "bewaffnete Rebellionen" oder "innere Gewalt" zu unterdrücken. Am Freitag erklärte er dann, es bestünde doch keine Notwendigkeit für eine Anwendung des Gesetzes. Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, äußerte sich mit Blick auf die angekündigte Truppenentsendung besorgt. Zuvor hatte er die 3000 nach Minnesota entsandten ICE-Beamten als "Besatzungsmacht" bezeichnet.

Pentagon bereitet laut Medien 1500 Soldaten auf mögliche Entsendung nach Minnesota vor
08:55 Uhr

Zahl der Privatschulen in Deutschland steigt

Etwa jede achte Schule in Deutschland war im vergangenen Schuljahr eine Privatschule. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, summierte sich ihre Zahl im Schuljahr 2024/25 auf rund 3800. Das entspricht einem Anteil von zwölf Prozent an allen allgemeinbildenden Schulen. Im Vergleich dazu gab es gut 29.000 öffentliche Schulen. Bei insgesamt rund 8,9 Millionen Schülern lag die Zahl der Privatschüler bei knapp 808.000.

Nach Angaben des Bundesamts stieg die Zahl der Privatschulen innerhalb von zehn Jahren um sieben Prozent. Im Schuljahr 2014/15 hatte es in Deutschland knapp 3600 Schulen in privater Trägerschaft gegeben. Die Zahl öffentlicher allgemeinbildender Schulen sank im selben Zeitraum um knapp vier Prozent, 2014/15 hatte ihre Zahl bei etwa 30.000 gelegen.

Zahl der Privatschulen in Deutschland steigt
08:22 Uhr

Heftiger Niesanfall löst Lkw-Unfall aus

Ein heftiger Niesanfall hat auf der Autobahn 7 bei Neuenstein einen Unfall mit erheblichem Sachschaden ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, verlor ein Lastwagenfahrer dadurch kurzzeitig die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Wagen kam von der Fahrbahn ab, streifte die Leitplanke und riss dabei die rechte Seite des Aufliegers auf.

Die geladenen Leergutkisten verteilten sich unter anderem über den rechten Fahrstreifen. Ein nachfolgender Lastwagen konnte den Kisten nicht mehr rechtzeitig ausweichen und schleuderte sie über die übrigen Fahrstreifen. Die Autobahn in Richtung Süden musste kurzzeitig gesperrt werden. Die Schäden an der Leitplanke und dem dahinterliegenden Windschutzzaun werden auf etwa 60.000 Euro geschätzt.

Heftiger Niesanfall löst Lkw-Unfall aus
07:29 Uhr

Pflegen uns künftig Roboter?

Die Gesellschaft wird älter und die Personalnot in der Pflege wächst. Wissenschaftler aus Oldenburg wollen herausfinden, wie menschenähnliche Roboter in der Zukunft die Arbeit von Pflegekräften in der Altenpflege unterstützen können. Dazu besuchen Forscher des Oldenburger Instituts für Informatik aus dem Forschungsbereich Gesundheit mit dem humanoiden Roboter "Ameca" Pflegeeinrichtungen im Nordwesten Niedersachsens. In einem Haus leitete er etwa eine Sitzgymnastik an und sang mit den Senioren das Volkslied "Alle Vögel sind schon da".

Die Wissenschaftler interessiert, wie die Maschine auf Menschen wirkt und ob sie akzeptiert wird. "Der andere Punkt ist, wir wollen gern zeigen, was für Technologie es schon gibt, aber auch was die Grenzen dieser Technologien sind. Was kann man schon erwarten, was auch realistisch ist", sagte Ingenieurin Celia Nieto Agraz. Es sei nicht das Ziel, mit humanoiden Robotern Fachpersonal zu ersetzen. Möglich sei, dass ein Roboter wie "Ameca" künftig als Hilfsmittel in den Pflegealltag integriert werde, etwa wenn es um Singen, Vorlesen oder Fitnessübungen gehe.

Pflegen uns künftig Roboter?
07:25 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

wie kontert die EU Donald Trump? Der US-Präsident versucht, seinen Besitzanspruch auf Grönland mit Zöllen für Deutschland und andere Staaten durchzudrücken. Darauf möchte die EU geeint und koordiniert antworten: Ratspräsident António Costa beruft einen Sondergipfel ein. Als Termin kommt nach Angaben einer EU-Beamtin Donnerstag infrage. Derweil teilte Nato-Generalsekretär Mark Rutte mit, er habe mit Trump über die Sicherheitslage in Grönland und der Arktis gesprochen. "Wir werden weiter daran arbeiten, und ich freue mich darauf, ihn Ende dieser Woche in Davos zu treffen", sagte Rutte. Heute führt er erst einmal Gespräche mit Ministern aus Dänemark und Grönland.

Das wird heute außerdem wichtig:

  • Nach einem schweren Eisenbahnunglück in Andalusien im Süden Spaniens ist die Zahl der Toten laut dem Innenministerium auf 39 gestiegen. Die Ursache des Unfalls blieb zunächst unklar.

  • Wir blicken auf ein weiteres Zugunglück: Vor dreieinhalb Jahren entgleiste ein Zug bei Garmisch-Partenkirchen und verunglückte so schwer, dass fünf Menschen starben und mehr als 70 verletzt wurden. Jetzt endet der Prozess. Das Landgericht München II will um 14 Uhr das Urteil sprechen.

  • Bundesumweltminister Carsten Schneider will heute um 10 Uhr die Förderbedingungen für eine neue Kaufprämie für Elektroautos vorstellen. Ursprünglich war dies schon für Freitag geplant, die Pressekonferenz wurde aber in letzter Minute verschoben - es gab noch Abstimmungsbedarf in der Bundesregierung.

  • Im Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder soll eine Mitarbeiterin einer Hamburger Security-Firma als Zeugin aussagen. Verhandlungsbeginn ist um 9 Uhr.

  • Vietnam ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands in Südostasien. Heute startet dort der 14. Parteitag der Kommunistischen Partei. Bei dem alle fünf Jahre stattfindenden Parteikongress werden die Weichen für Vietnams Entwicklung gestellt. Am letzten Tag steht die Wahl des Parteivorsitzenden für die Amtszeit 2026-2030 an - des mächtigsten Mannes in dem Einparteienstaat. Der derzeitige Parteivorsitzende, To Lam, gilt als potenzieller Kandidat für eine zweite Amtszeit.

Bei Fragen, Hinweisen und Kritik schicken Sie mir am besten wie gehabt eine Mail an: dertag(at)ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:46 Uhr

Junge Leute trinken weniger Alkohol

Die Nachfrage nach alkoholhaltigem Bier ist in Deutschland 2025 kräftig gesunken. Das passt nach Ansicht des Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung zu einem gesellschaftlichen Trend. "Gerade bei vielen jüngeren Menschen sehen wir einen bewussteren Umgang mit Gesundheit. Alkohol spielt für einen wachsenden Teil keine oder nur noch eine untergeordnete Rolle", sagt Hendrik Streeck.

Das sei aus medizinischer Sicht grundsätzlich zu begrüßen. "Alkohol ist kein harmloses Genussmittel, sondern kann eine Vielzahl schwerer Erkrankungen auslösen - von Krebs bis hin zu Herz-Kreislauf-Problemen." Jeder Schritt hin zu weniger Konsum sei deshalb ein Gewinn für die Gesundheit. Ein großer Teil der Jugendlichen trinke heute keinen oder nur sehr selten Alkohol. Zugleich gebe es eine kleinere Gruppe, die sich nach wie vor regelmäßig in den Rausch trinkt. "Das ist ein echtes Problem, weil größere Mengen Alkohol in jungen Jahren erhebliche Folgen für die körperliche und insbesondere die neurologische Entwicklung haben können - und weil sich junge Körper an hohe Alkoholmengen schneller gewöhnen", sagt Streeck. Deshalb seien hier alle gefragt: Eltern, das soziale Umfeld, Schulen, auch Influencer in den sozialen Medien.

Junge Leute trinken weniger Alkohol
06:07 Uhr

Mieten steigen stark - immer mehr befristete Verträge

Wer eine Wohnung in deutschen Städten sucht, begibt sich auf einen umkämpften Markt. Die Mieten haben zum Jahresende 2025 vielerorts deutlich angezogen. Im vierten Quartal stiegen die Angebotsmieten um 4,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum und damit rund doppelt so stark wie die allgemeine Teuerung, zeigt der GREIX-Mietpreisindex, der vom Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) herausgegeben wird. Verglichen mit dem dritten Quartal lag das Plus in den 37 untersuchten Städten und Regionen bei 1,0 Prozent.

Zugleich sei der Anteil der befristeten und möblierten Mietangebote auf Rekordniveau gewachsen. Bundesweit entfiel 2025 mehr als jedes sechste Inserat (17 Prozent) auf dieses Segment, so das Institut. In den acht größten Städten liege der Anteil bei fast einem Viertel, in München sogar bei rund einem Drittel. "Wohnungssuchende haben es aktuell schwer", sagt Jonas Zdrzalek, Projektleiter des GREIX am IfW Kiel. "Das klassische Angebot geht zurück, die Preise steigen und die Konditionen werden über immer mehr befristete Verträge oder möblierte Angebote härter."

Mieten steigen stark - immer mehr befristete Verträge