Heftiger Niesanfall löst Lkw-Unfall aus
Ein heftiger Niesanfall hat auf der Autobahn 7 bei Neuenstein einen Unfall mit erheblichem Sachschaden ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, verlor ein Lastwagenfahrer dadurch kurzzeitig die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Wagen kam von der Fahrbahn ab, streifte die Leitplanke und riss dabei die rechte Seite des Aufliegers auf.
Die geladenen Leergutkisten verteilten sich unter anderem über den rechten Fahrstreifen. Ein nachfolgender Lastwagen konnte den Kisten nicht mehr rechtzeitig ausweichen und schleuderte sie über die übrigen Fahrstreifen. Die Autobahn in Richtung Süden musste kurzzeitig gesperrt werden. Die Schäden an der Leitplanke und dem dahinterliegenden Windschutzzaun werden auf etwa 60.000 Euro geschätzt.
Pflegen uns künftig Roboter?
Die Gesellschaft wird älter und die Personalnot in der Pflege wächst. Wissenschaftler aus Oldenburg wollen herausfinden, wie menschenähnliche Roboter in der Zukunft die Arbeit von Pflegekräften in der Altenpflege unterstützen können. Dazu besuchen Forscher des Oldenburger Instituts für Informatik aus dem Forschungsbereich Gesundheit mit dem humanoiden Roboter "Ameca" Pflegeeinrichtungen im Nordwesten Niedersachsens. In einem Haus leitete er etwa eine Sitzgymnastik an und sang mit den Senioren das Volkslied "Alle Vögel sind schon da".
Die Wissenschaftler interessiert, wie die Maschine auf Menschen wirkt und ob sie akzeptiert wird. "Der andere Punkt ist, wir wollen gern zeigen, was für Technologie es schon gibt, aber auch was die Grenzen dieser Technologien sind. Was kann man schon erwarten, was auch realistisch ist", sagte Ingenieurin Celia Nieto Agraz. Es sei nicht das Ziel, mit humanoiden Robotern Fachpersonal zu ersetzen. Möglich sei, dass ein Roboter wie "Ameca" künftig als Hilfsmittel in den Pflegealltag integriert werde, etwa wenn es um Singen, Vorlesen oder Fitnessübungen gehe.
Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
wie kontert die EU Donald Trump? Der US-Präsident versucht, seinen Besitzanspruch auf Grönland mit Zöllen für Deutschland und andere Staaten durchzudrücken. Darauf möchte die EU geeint und koordiniert antworten: Ratspräsident António Costa beruft einen Sondergipfel ein. Als Termin kommt nach Angaben einer EU-Beamtin Donnerstag infrage. Derweil teilte Nato-Generalsekretär Mark Rutte mit, er habe mit Trump über die Sicherheitslage in Grönland und der Arktis gesprochen. "Wir werden weiter daran arbeiten, und ich freue mich darauf, ihn Ende dieser Woche in Davos zu treffen", sagte Rutte. Heute führt er erst einmal Gespräche mit Ministern aus Dänemark und Grönland.
Das wird heute außerdem wichtig:
Nach einem schweren Eisenbahnunglück in Andalusien im Süden Spaniens ist die Zahl der Toten laut dem Innenministerium auf 39 gestiegen. Die Ursache des Unfalls blieb zunächst unklar.
Wir blicken auf ein weiteres Zugunglück: Vor dreieinhalb Jahren entgleiste ein Zug bei Garmisch-Partenkirchen und verunglückte so schwer, dass fünf Menschen starben und mehr als 70 verletzt wurden. Jetzt endet der Prozess. Das Landgericht München II will um 14 Uhr das Urteil sprechen.
Bundesumweltminister Carsten Schneider will heute um 10 Uhr die Förderbedingungen für eine neue Kaufprämie für Elektroautos vorstellen. Ursprünglich war dies schon für Freitag geplant, die Pressekonferenz wurde aber in letzter Minute verschoben - es gab noch Abstimmungsbedarf in der Bundesregierung.
Im Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder soll eine Mitarbeiterin einer Hamburger Security-Firma als Zeugin aussagen. Verhandlungsbeginn ist um 9 Uhr.
Vietnam ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands in Südostasien. Heute startet dort der 14. Parteitag der Kommunistischen Partei. Bei dem alle fünf Jahre stattfindenden Parteikongress werden die Weichen für Vietnams Entwicklung gestellt. Am letzten Tag steht die Wahl des Parteivorsitzenden für die Amtszeit 2026-2030 an - des mächtigsten Mannes in dem Einparteienstaat. Der derzeitige Parteivorsitzende, To Lam, gilt als potenzieller Kandidat für eine zweite Amtszeit.
Bei Fragen, Hinweisen und Kritik schicken Sie mir am besten wie gehabt eine Mail an: dertag(at)ntv.de.
Junge Leute trinken weniger Alkohol
Die Nachfrage nach alkoholhaltigem Bier ist in Deutschland 2025 kräftig gesunken. Das passt nach Ansicht des Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung zu einem gesellschaftlichen Trend. "Gerade bei vielen jüngeren Menschen sehen wir einen bewussteren Umgang mit Gesundheit. Alkohol spielt für einen wachsenden Teil keine oder nur noch eine untergeordnete Rolle", sagt Hendrik Streeck.
Das sei aus medizinischer Sicht grundsätzlich zu begrüßen. "Alkohol ist kein harmloses Genussmittel, sondern kann eine Vielzahl schwerer Erkrankungen auslösen - von Krebs bis hin zu Herz-Kreislauf-Problemen." Jeder Schritt hin zu weniger Konsum sei deshalb ein Gewinn für die Gesundheit. Ein großer Teil der Jugendlichen trinke heute keinen oder nur sehr selten Alkohol. Zugleich gebe es eine kleinere Gruppe, die sich nach wie vor regelmäßig in den Rausch trinkt. "Das ist ein echtes Problem, weil größere Mengen Alkohol in jungen Jahren erhebliche Folgen für die körperliche und insbesondere die neurologische Entwicklung haben können - und weil sich junge Körper an hohe Alkoholmengen schneller gewöhnen", sagt Streeck. Deshalb seien hier alle gefragt: Eltern, das soziale Umfeld, Schulen, auch Influencer in den sozialen Medien.
Mieten steigen stark - immer mehr befristete Verträge
Wer eine Wohnung in deutschen Städten sucht, begibt sich auf einen umkämpften Markt. Die Mieten haben zum Jahresende 2025 vielerorts deutlich angezogen. Im vierten Quartal stiegen die Angebotsmieten um 4,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum und damit rund doppelt so stark wie die allgemeine Teuerung, zeigt der GREIX-Mietpreisindex, der vom Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) herausgegeben wird. Verglichen mit dem dritten Quartal lag das Plus in den 37 untersuchten Städten und Regionen bei 1,0 Prozent.
Zugleich sei der Anteil der befristeten und möblierten Mietangebote auf Rekordniveau gewachsen. Bundesweit entfiel 2025 mehr als jedes sechste Inserat (17 Prozent) auf dieses Segment, so das Institut. In den acht größten Städten liege der Anteil bei fast einem Viertel, in München sogar bei rund einem Drittel. "Wohnungssuchende haben es aktuell schwer", sagt Jonas Zdrzalek, Projektleiter des GREIX am IfW Kiel. "Das klassische Angebot geht zurück, die Preise steigen und die Konditionen werden über immer mehr befristete Verträge oder möblierte Angebote härter."