Politik

Erste Unterschrift in Davos?Kiew und USA beenden Gespräche - und kündigen neue an

18.01.2026, 22:20 Uhr
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Hat einen Verhandlungsmarathon hinter sich: der ukrainische Unterhändler Rustem Umerow. (Foto: picture alliance / abaca)

Ein ganzes Wochenende verhandeln die Ukraine und die USA in Florida. Über die Gespräche dringt kaum etwas nach draußen. Nach dem Abschluss teilt Kiew mit: Es sei "substanziell" gewesen - und geht in der nächsten Woche an einem anderen Ort weiter.

Eine ukrainische Delegation hat in den USA nach Angaben des Unterhändlers Rustem Umerow "substanzielle" Gespräche mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Präsidenten-Schwiegersohn Jared Kushner geführt. Umerow, der den Nationalen Sicherheitsrat der Ukraine leitet, erklärte, es sei dabei um einen Plan zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie um Sicherheitsgarantien für die Ukraine gegangen. Die Gespräche sollen demnach am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos fortgesetzt werden.

Die ukrainische Delegation war am Samstag im US-Bundesstaat Florida eingetroffen. Der neue Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kyrylo Budanow, kündigte auf X "wichtige Gespräche mit unseren amerikanischen Partnern über die Details eines Friedensabkommens" an. Neben Witkoff und Kusher nahm auch US-Verteidigungsstaatssekretär Dan Driscoll an dem Treffen teil.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in seiner abendlichen Videoansprache, es sei nun in mehreren Gesprächsrunden an Dokumenten gearbeitet worden, "die zur Beendigung des Krieges notwendig sind". Zuvor hatte Selenskyj mitgeteilt, dass die Unterzeichnung eines Abkommens zu Sicherheitsgarantien bereits in der kommenden Woche in Davos möglich sei.

Die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten hatten sich zuletzt mit den USA auf einen 20-Punkte-Plan zur Beendigung des russischen Angriffskriegs geeinigt. Damit liegt eine überarbeitete Fassung eines im November von den USA vorgelegten 28-Punkte-Plans vor, der als sehr russlandfreundlich kritisiert worden war. Moskau hat bislang jegliche Anpassungen zurückgewiesen.

Quelle: ntv.de, ses/AFP

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