mit Stefan GutherDas war Freitag, der 12. Dezember 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
wieder endet eine ereignisreiche Nachrichtenwoche. Bevor sich Der Tag ins Wochenende verabschiedet, empfehlen wir Ihnen noch diese Nachlektüre:
Parteitag in München: Söder mit magerem Ergebnis als CSU-Chef bestätigt Von Hubertus Volmer
"Die Russen sind gereift": Steuert die Ukraine auf die Niederlage zu? Eine Analyse von Frauke Niemeyer
Energielobby schimpft auf die EU: "Ich fasse mir bei Brüssel an den Kopf … Deutschland läuft in eine Versorgungslücke!" Ein Interview mit Kerstin Andreae, Chefin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, im "Klima-Labor"
Bauern sind gefrustet: Was hinter dem Preissturz bei Butter steckt Von Juliane Kipper
Afghanen in Pakistan: Lasst sie endlich einreisen Ein Kommentar von Volker Petersen
VIP VIP, Hurra! Kelly Osbourne zeigt die hässliche Wahrheit Die Promikolumne von Verena Maria Dittrich
Der Tag zieht den Vorhang zu und steht Ihnen am Montag an dieser Stelle wieder zur Verfügung. Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und einen besinnlichen 3. Advent. Bleiben Sie uns gewogen.
Brand an Regionalzug - 200 Menschen müssen Zug verlassen
An einem Regionalzug hat es im Krefelder Hauptbahnhof gebrannt. Rund 200 Fahrgäste mussten den Zug am frühen Abend schnell verlassen, wie die Feuerwehr mitteilt. Der Bereich einer Zugachse hatte Feuer gefangen - es brannte also außen und nicht innen im Zug. Die Fahrgäste selbst waren nach Aussage eines Feuerwehrsprechers nicht in Gefahr.
Als der RE10 an dem Bahnhof am Gleis anhielt, schlug das Bahnpersonal Alarm und löschte den Brand mit Pulverlöschern. Feuerwehrleute kamen hinzu und kühlten den noch sehr heißen Bereich mit Wasser, um ein erneutes Aufflammen des Brandes zu verhindern. Der Krefelder Hauptbahnhof war zwischenzeitlich voll gesperrt, nach und nach wurden die anderen Gleise dann wieder freigegeben. Nach anderthalb Stunden war der Feuerwehreinsatz vorbei. Der Zug war nach Ende des Einsatzes aber nicht mehr fahrbereit, die Passagiere mussten auf andere Züge ausweichen.
König Charles teilt gute Erfolge seiner Krebstherapie mit
Die Krebsbehandlung von König Charles III. zeigt Erfolge und kann reduziert werden. Das sagt der britische Monarch in einer Videobotschaft für eine Kampagne zur Krebsvorsorge. Gänzlich abgeschlossen sei die Therapie damit zwar nicht, sie gehe aber in eine präventive Phase, erläuterte ein Sprecher des Königs. Charles habe "außergewöhnlich gut auf die Behandlung angesprochen".
"Ich kann heute die gute Nachricht verkünden, dass mein eigener Behandlungsplan dank Früherkennung, effektiver Intervention und Befolgung ärztlicher Anordnungen im neuen Jahr reduziert werden kann", sagt Charles. Dieser Meilenstein sei sowohl "ein individueller Segen als auch Zeugnis für die bemerkenswerten Fortschritte, die in der Krebsbehandlung in den vergangenen Jahren gemacht wurden", fügt der 77-Jährige hinzu. Er rief die Menschen in Großbritannien auf, sich mit Hilfe einer neuen nationalen Webseite über Vorsorgeuntersuchungen zu informieren.
Charles hatte seine Krebserkrankung im Februar 2024 öffentlich gemacht. Sie wurde im Zuge einer Routineoperation an der Prostata entdeckt. An welcher Krebsform der König leidet, wurde nicht mitgeteilt und ist weiterhin unklar. Bestätigt wurde lediglich, dass es sich nicht um Prostatakrebs handelt.
Sternschnuppenstrom erreicht Höhepunkt an Deutschlands Nachthimmel
Wer sich bei Wünschen nicht nur auf den Weihnachtsmann verlässt, kann im Advent in der Regel auch zuverlässig auf Sternschnuppen setzen: Die Geminiden sind ein reichhaltiger Sternschnuppenstrom in der Vorweihnachtszeit. Dieser startet nach Angaben der Stiftung Planetarium Berlin am 7. Dezember und ist bis 17. Dezember aktiv.
Der Höhepunkt wird laut Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg dieses Jahr in den späten Morgenstunden des 14. Dezember erwartet, wenn es schon hell ist. Die beste Geminiden-Nacht sei also praktischerweise jene von Samstag auf Sonntag (13. auf 14.12.), so dass man die Sternschnuppen unabhängig von Schule und Arbeit auch zu späterer Stunde genießen könne. "Der Mond ist abnehmend und geht in dieser Nacht erst gegen 2.30 Uhr auf. Er stört daher kaum." Aus Sicht von Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde lohnt es sich aber wegen des Mondes nicht, einen wirklich dunklen Standort aufzusuchen. "Den vollen Lichterglanz der Städte sollte man dennoch meiden."
Schauspieler Rolf Becker ist tot
Der Theater- und Filmschauspieler Rolf Becker ist gestorben. Das berichtet der NDR unter Berufung auf den St.-Pauli-Pastor Sieghard Wilm. Demnach ist der Wahlhambuger im Alter von 90 Jahren in einem Hospiz im Kreise seiner Familie gestorben. Rolf Becker ist der Vater der Schauspieler Ben und Meret Becker.
Rolf Becker war einer der renommiertesten deutschen Schauspieler. Zuletzt spielte er bis ins hohe Alter in der Arzt-TV-Serie "In aller Freundschaft". Dort stand der Schauspieler in der Rolle des Cafeteria-Wirts Otto und Vater des Serien-Arztes Martin Stein bis 2022 vor der Kamera. Geboren wurde Rolf Becker 1935 in Leipzig, 1971 zog er nach Hamburg. Neben seinem Wirken auf der Theaterbühne hatte Becker auch Gastrollen in Fernsehserien wie dem "Großstadtrevier" oder dem "Tatort". Auch als Sprecher von Hörbüchern machte er sich mit seiner markanten Stimme einen Namen. Von 1997 bis 2004 spielte er den "Jedermann" in der Hamburger Speicherstadt.
Depeche Mode stellen neuen Rekord in Deutschland auf
Die britische Band Depeche Mode schreibt in Deutschland Geschichte: Mit ihrem Album "Memento Mori: Mexico City" erobern sie aktuell die Spitze der Offiziellen Deutschen Charts, ermittelt von GfK Entertainment - und feiern damit ihr 13. Nummer-eins-Album. Kein internationaler Künstler hat dies bislang geschafft. Selbst Superstars wie Madonna und Robbie Williams, die jeweils auf zwölf Spitzenalben kommen, müssen sich somit geschlagen geben.
Die Synthie-Pop-Ikonen setzen damit eine neue Bestmarke. Das Podium der Album-Charts wird unterdessen komplett von Live-Aufnahmen dominiert. Hinter Depeche Mode platzieren sich die Scorpions auf Platz zwei mit "Coming Home Live", gefolgt von Roland Kaiser auf Rang drei mit "50 Jahre. Alle Hits. Live".
Mette-Marits Sohn geht wegen umstrittenen Buchs nicht in Berufung
Ein umstrittenes Buch über den angeklagten Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, wird in Norwegen weiter im freien Verkauf bleiben. Man habe entschieden, gegen eine entsprechende Gerichtsentscheidung nicht in Berufung zu gehen, sagt Høibys Anwalt Elias Christensen der norwegischen Nachrichtenagentur NTB.
Høiby hatte versucht, den Verkauf des in Norwegen vieldiskutierten Buches "Hvite striper, sorte får" (deutsch: Weiße Linien, schwarze Schafe) stoppen zu lassen. Sein Anwalt begründete diese Forderung unter anderem damit, dass das Werk mehrere Unwahrheiten und Verleumdungen gegen den ältesten Sohn von Mette-Marit enthalte. Das Osloer Amtsgericht hatte jedoch vor einem Monat entschieden, dass es weiter im Handel bleiben darf. Gegen diesen Beschluss hätte Høiby bis zum kommenden Montag Berufung einlegen können.
"Sie sind Dr. Tod": Anklage will lebenslang für Klinikarzt
Im Prozess gegen einen ehemaligen Anästhesisten in Ostfrankreich, der 30 Patienten vergiftet und 12 davon getötet haben soll, hat die Anklage lebenslange Haft gefordert. "Sie sind "Doktor Tod", Sie sind ein Mörder, Sie haben diese Klinik in einen Friedhof verwandelt, Sie beleidigen alle Ärzte", sagt Staatsanwältin Christine de Curraize zum Abschluss des mehrstündigen Plädoyers vor dem Schwurgericht in Besançon, wie die Zeitung "L'Est Républicain" aus dem Verhandlungssaal berichtete. Eine zweite Staatsanwältin, die im Wechsel mit ihrer Kollegin das Plädoyer vortrug, brach am Ende ihrer Ausführungen in Schluchzen aus.
In einem für Frankreich beispiellosen Prozess wird dem 53 Jahre alten Arzt vorgeworfen, als Anästhesist zwischen 2008 und 2017 an zwei Privatkliniken Patienten im Alter zwischen 4 und 89 Jahren vorsätzlich hoch dosierte Giftstoffe verabreicht und damit jeweils einen Herzstillstand ausgelöst zu haben. 12 der Patienten starben. In 23 der Fälle soll der Angeklagte versucht haben, die Patienten wiederzubeleben. Der Angeklagte beteuert seine Unschuld, sein Verteidiger wird am Montag plädieren.
Söder sieht Deutschland so stark unter Druck wie noch nie
CSU-Chef Markus Söder sieht Deutschland zum Jahreswechsel so stark unter Druck wie nie. "Wir werden angegriffen wie nie. Unser Wohlstandsmodell, unser Sozialstaatsmodell, unser Demokratiemodell. Es ist Zeit, uns zu wehren", sagt der bayerische Ministerpräsident in seiner Grundsatzrede auf dem CSU-Parteitag in München.
"Vieles steht auf tönernen Füßen. Was früher unbestreitbar war, das wackelt heute", führt Söder weiter aus. Die Politik müsse die Ängste der Menschen vor Abstieg, Altersarmut und einer unsicheren Zukunft ernst nehmen und das Land vor Bedrohungen aus dem In- und Ausland "anders schützen als bisher". Die CSU sei nicht bereit, das Land den Radikalen zu überlassen.
Mit Blick auf die Wirtschaft klagt Söder über die schlechte Lage mit einer gefühlt immer ernster werdenden Rezession. Das deutsche Exportmodell sei durch die Zölle in den USA herausgefordert, ein Land auf dessen Freundschaft man sich früher habe verlassen können. Zudem nutze China seine Rohstoffmacht aus und drehe den "alten Spieß der Wirtschaftsbeziehungen um. Nicht wir exportieren immer mehr nach China, sondern China immer mehr zu uns."
dm startet Online-Apotheke - Apothekerverband warnt
Rezeptfreie Medikamente wie Schmerzmittel kann man ab Dienstag auch online bei dm kaufen. Die Drogeriemarktkette erweitert das Angebot, das über die zentrale Internetseite bestellt werden kann, wie sie in Karlsruhe mitteilte. Rezepte werde man bei nicht einlösen können, sagt dm-Chef Christoph Werner dem "Handelsblatt".
Der Deutsche Apothekerverband warnt, dass Menschen mit gesundheitlichen Problemen verunsichert werden könnten, wenn der Unterschied zwischen Apotheke und Drogeriemarkt nicht mehr klar sei. Ein hochwirksames und damit potenziell auch gefährliches Arzneimittel dürfe nur fachgerecht von einer Apotheke abgegeben und nicht "marketinggesteuert von einem Drogeriemarkt rausgehauen werden", erklärt der Vorsitzende Hans-Peter Hubmann. Gerade bei akuten Leiden - ob nun Allergie, Schmerz oder Erkältung - komme es zudem darauf an, die Eigendiagnose der Patientinnen und Patienten zu hinterfragen und ihnen im Zweifel auch vom falschen Medikament abzuraten.
Während Apotheker vor Unsicherheiten warnen, sieht der dm-Geschäftsführer im Ressort Marketing und Beschaffung, Sebastian Bayer, darin lediglich eine logische Erweiterung des Sortiments, wie er jüngst erklärt hatte. Kundinnen und Kunden hätten auf der dm-Homepage oft nach solchen Produkten gesucht, die dm bis dato nicht habe verkaufen dürfen. Erhältlich sollen nun rezeptfreie Medikamente sein, die über ein Logistikzentrum in Tschechien verteilt werden. Verschreibungspflichtige Arzneimittel, für die man also ein ärztliches Rezept braucht, werden nicht über dm verkauft.
Oscar-Preisträger Arthur Cohn ist tot
Der Schweizer Filmproduzent und mehrfache Oscar-Preisträger Arthur Cohn ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Dies gibt seine Familie in einem Nachruf bekannt. Demnach ist Cohn nach kurzer Krankheit im Familienkreis in Jerusalem gestorben. Auch seine Kinder bestätigten den Tod gegenüber der jüdischen Wochenzeitschrift tachles.ch.
Arthur Cohn gewann insgesamt sechs Oscars für seine Produktionen. Seine Dokumentarfilme wurden mit drei Oscars ausgezeichnet, darunter "Nur Himmel und Dreck" (1962), "American Dream" (1991) und "Ein Tag im September" (2000). In der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" erhielt er drei weitere Oscars, unter anderem für "Der Garten von Finzi Contini" und "Sehnsucht nach Afrika". Cohn erhielt 1992 einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame und war damit der erste Produzent außerhalb der USA, dem diese Ehrung zuteil wurde.
Andrew schleicht sich bei Taufe von Enkelin Athena durch die Hintertür
Es sollte der große Tag für die kleine Athena sein, doch ein Schatten lag über der Feier in der Chapel Royal im St-James's-Palast: Zur Taufe der zweiten Tochter von Prinzessin Beatrice und Edoardo Mapelli Mozzi kehrten Andrew Mountbatten-Windsor und Sarah Ferguson heute erstmals seit dem royalen Rauswurf wieder in einen königlichen Palast zurück. Der Auftritt des gefallenen Sohnes der Queen glich einem Versteckspiel. Während prominente Gäste wie Sänger James Blunt, Prinzessin Eugenie und die Patentante Prinzessin Nina von Griechenland und Dänemark vor dem Palast in London gesichtet wurden, mied Andrew die Öffentlichkeit konsequent.
Die "Daily Mail" berichtet, dass er durch einen Nebeneingang in die Kapelle gelangte, um dem Blitzlichtgewitter zu entgehen. Zuvor wurde er in einem abgedunkeltem Range Rover von Fotografen abgelichtet. Aus Palastkreisen heißt es unmissverständlich: Andrew wird auf keinem einzigen offiziellen Tauffoto zu sehen sein. "Beatrice ist entschlossen, den Fokus ganz auf ihre Tochter zu richten", so ein Insider. Dies sei das vielleicht letzte Mal, dass Andrew nach dem Entzug seiner Titel wieder einen Fuß in die Chapel Royal setze.
Brenzlige Lage auf Video: Wanderer steckt im Treibsand
Treibsand kennt man für gewöhnlich nur aus Abenteuerromanen und Hollywoodfilmen. Doch die oft nur schwer zu erkennende Gefahr ist real, wie ein erfahrener Wanderer in Utah am eigenen Leib erfahren muss. Ein Video zeigt seinen erfolglosen Kampf gegen den tückischen Boden und die mühsame Rettung.
Stiftung: Friedensnobelpreisträgerin Mohammadi im Iran gewaltsam festgenommen
Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben von Unterstützern im Iran gewaltsam festgenommen worden. Mohammadi sei zusammen mit weiteren Aktivisten bei einer Trauerzeremonie für einen verstorbenen Anwalt von Sicherheitskräften und Polizisten gewaltsam abgeführt worden, teilt die Stiftung der Frauenrechtlerin auf X mit. Mohammadi war im Dezember 2024 aus gesundheitlichen Gründen aus ihrer Haft im Evin-Gefängnis bei Teheran freigelassen worden - dies sei aber nur vorübergehend, wurde damals mitgeteilt.
Zuvor war bekannt geworden, dass Mohammadi den Iran nicht mehr verlassen darf. Die 53-Jährige hatte am Donnerstag ihren Zwillingen zu deren 19. Geburtstag geschrieben, sie habe "einen Pass beantragt, damit ich zu Euch kommen kann". Aber "die Islamische Republik hat zwei Arten von Reiseverboten erlassen und in Kraft gesetzt, darunter ein 'dauerhaftes Reiseverbot", erklärte sie. Mohammadi wurde 2023 für ihren Einsatz für Menschenrechte mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Ihre beiden Kinder nahmen den Preis stellvertretend für sie in Empfang. Sie leben in Paris mit ihrem Vater Taghi Rahmani, dem Ehemann Mohammadis. Der prominente iranische Aktivist hat ebenfalls lange im Gefängnis gesessen.
Jeden Freitag: Ex-Geflüchteter verschenkt Currywürste an Bedürftige
Wissam El Issa weiß aus eigener Erfahrung, wie sich Hunger anfühlt. Als Kriegsflüchtling aus dem Libanon fand er einst Schutz in Deutschland. Nun nutzt der Gastronom seinen Erfolg, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben - mit einer herzlichen Aktion jeden Freitag.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Johanna Ohlau hat sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Nun begleite ich Sie bis zum Abend durch den Tag und versorge Sie mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Stefan Guther. Wenn Sie mich erreichen wollen, schreiben Sie mir gerne an dertag(at)ntv.de.
Allergiker aufhorchen: Erste Pollen fliegen schon wieder!
Die milden Temperaturen verwirren wohl einige Sträucher und Bäume - unglücklicherweise für Allergikerinnen und Allergiker: An manchen Orten in Deutschland wirbeln bereits Hasel- und Erlenpollen. Besonders entlang des Rheins seien erste Haselkätzchen gereift und könnten für Heuschnupfen sorgen, teilt die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst in Berlin mit. Auch bei einigen Purpurerlen in Berlin habe die Kätzchenreifung bereits eingesetzt. Bislang beschränke sich der Pollenflug mehrheitlich auf das nähere Umfeld aufblühender Sträucher oder Bäume, erklären die Experten.
Banaszak: Abkehr der EU vom Verbrenner-Aus ist "zukunftsfeindlich"
Die Zuneigung der Deutschen für Benzin- und Dieselmotoren ist wohl ungebrochen, wie eine Umfrage zeigt. Knapp zwei Drittel der Bundesbürger unterstützen Pläne der Europäischen Union, das Verbrenner-Verbot ab 2035 aufzuweichen, wie eine repräsentative Umfrage zum ZDF-"Politbarometer" ergab. Doch sind die EU-Pläne, die EVP-Chef Manfred Weber gestern durchscheinen ließ, der richtige Weg? Nicht für Grünen-Chef Felix Banaszak. Der 36-Jährige übt deutliche Kritik an den EU-Plänen. Zudem wirft der Grünen-Politiker Europas Konservativen vor, der Automobilindustrie und ihren Beschäftigten nachhaltig zu schaden. "Was Manfred Weber da wieder abliefert, passt nahtlos in die lange Liste konservativer Fehlentscheidungen, die Europa vom technologischen Spitzenreiter zum Nachzügler machen", sagte Banaszak den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "All das passiert auf dem Rücken der Beschäftigten in Stuttgart, Wolfsburg, Ingolstadt und Zwickau, deren Arbeitsplätze von diesem Schlingerkurs unmittelbar betroffen sind." Jetzt zeige sich endgültig, "dass es den Konservativen nie um ein bisschen Flexibilität oder Verbraucherschutz ging, sondern um zukunftsfeindliche Ideologie und Populismus".
Zum Hintergrund: Der Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber von der CSU, hatte gestern nach Gesprächen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Eindruck erweckt, dass das ab 2035 geplante Zulassungsverbot neuer Verbrenner vom Tisch sei. Bei den Flottenzielen der Autohersteller soll es laut Weber ab 2035 bei Neuzulassungen nun statt 100 eine 90-prozentige Reduktion des CO2-Ausstoßes geben. Alle derzeit in Deutschland produzierten Motoren könnten damit weiterproduziert und verkauft werden, sagte Weber. Die EU-Kommission will ihre Vorschläge am kommenden Dienstag präsentieren, danach sind das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten am Zug. Ob sich dort Mehrheiten für die Pläne finden werden, ist noch unklar.
Weißes Haus zu Pflaster auf Trumps Hand: "Dauernd Hände geschüttelt"
Donald Trump wird momentan häufiger mit einem Pflaster auf der rechten Hand gesichtet. Das weckt die Neugier und das Weiße Haus hat einen angeblichen Grund genannt: Das viele Händeschütteln des US-Präsidenten sei der Grund. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt begründete die Pflaster gegenüber Journalisten damit, dass der 79-Jährige zuletzt "buchstäblich dauernd Hände geschüttelt" habe. Das hatte das Weiße Haus bereits vor einigen Monaten mitgeteilt, nachdem Trump versucht hatte, einen Bluterguss an der rechten Hand mit Schminke zu überdecken.
Die Fragen zum Gesundheitszustand des Präsidenten haben in den USA größere Bedeutung als bei uns hier in Deutschland: In den USA ist es den Wählerinnen und Wähler wichtig, über die physische Gesundheit ihres Staatschefs Bescheid zu wissen. Als ältester Präsident, der jemals in den USA gewählt worden ist, hat Trump seinen Gesundheitszustand in der Vergangenheit wiederholt vehement verteidigt. Seinem Vorgänger Joe Biden hatte Trump hingegen vorgeworfen, aufgrund seines Gesundheitszustands nicht in der Lage zu sein, bis zum Ende seiner Amtszeit zu regieren.
Patienten vergewaltigt - Anklage gegen Pfleger erhoben
Die Vorwürfe gegen einen Krankenpfleger aus Nordrhein-Westfalen sind erschütternd: Der 32-Jährige soll narkotisierte Patienten vergewaltigt haben. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft in Essen Anklage gegen den Mann. Zu den Taten soll es am Uni-Klinikum Essen und an einem Dortmunder Krankenhaus gekommen sein. Ein 14-jähriges Mädchen soll bei der Tat bei Bewusstsein gewesen sein, sagte ein Sprecher des Essener Landgerichts. Die anderen mutmaßlichen Opfer seien zur Tatzeit 28, 35 und 43 Jahre alt gewesen. Bei einer Frau habe die Identität und damit das Alter nicht ermittelt werden können. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet. Die Anklage führt als Tatvorwürfe vier Vergewaltigungen, zwei Fälle von sexuellem Missbrauch und Besitz sowie Verbreitung von Kinderpornografie auf. Die Ermittlungen wegen Kinderpornografie hatte die mutmaßliche Vergewaltigungsserie den Angaben zufolge ans Licht gebracht. Nach Wohnungsdurchsuchungen bei dem Krankenpfleger in Olfen (Kreis Coesfeld) und Dortmund waren auf Speichermedien nicht nur kinderpornografisches Material, sondern auch Bilder und Videos der Vergewaltigungen und des sexuellen Missbrauchs entdeckt worden, wie es hieß. Der Pfleger soll die Taten selbst gefilmt haben. Bei den Durchsuchungen hat die Polizei nach eigenen Angaben Daten von mehreren Terabyte auf verschiedenen Computern, Tablets und Telefonen beschlagnahmt.
Opfer seien vier Mädchen beziehungsweise Frauen und ein 43-jähriger Mann. Mitangeklagt sei eine Frau. Ihr soll der Pfleger das Bildmaterial zugeschickt haben. Sie habe aber nicht die Polizei eingeschaltet.
Autofahrer staunen: Fallschirmspringer bleibt an Ampel hängen
In Mexiko geht ein Fallschirmsprung schief. So staunen Autofahrer wohl nicht schlecht, als auf einer Straße in Mexiko-Stadt auf einmal ein Mann an einer Ampelanlage hängt und seinen Fallschirm nicht mehr von der Konstruktion lösen kann.
EU einigt sich auf neue Abgabe auf Importe von Billigwaren
Die EU erhöht im Kampf gegen unerwünschte Billigimporte die Importkosten. Die Mitgliedsstaaten verständigen sich darauf, dass jedes Paket mit einem Warenwert bis 150 Euro ab Juli 2026 mit einer Abgabe in Höhe von drei Euro belegt werden soll.
Bundesregierung bestellt russischen Botschafter ein
Die Bundesregierung hat einen großen Cyberangriff und eine Desinformationskampagne im Bundestagswahlkampf Russland zugeordnet. Der russische Botschafter sei deshalb ins Auswärtige Amt einbestellt worden, sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin.
Miss Finnland muss Krone zurückgeben nach Rassismus-Skandal
Die amtierende Miss Finnland muss nach nur ein paar Monaten ihr Krönchen zurückgeben. Sarah Dzafce verliert im Zuge eines Rassismus-Skandals ihren Titel. Das geben die Organisatoren des Schönheitswettbewerbs auf einer Pressekonferenz bekannt. Man akzeptiere keinerlei Form von Rassismus oder diskriminierendem Verhalten und entschuldige sich für den Vorfall, schrieb die Organisation in einem Statement. Was passiert ist? Wie der Rundfunksender Yle berichtet, geriet Dzafce jüngst in den sozialen Medien in einen Shitstorm, nachdem ein fragwürdiges Foto von ihr auf einer Online-Plattform aufgetaucht war: Auf dem Bild ist die junge Frau zu sehen, wie sie ihre Augen mit den Fingern verzieht. Dazu schrieb sie einen Text, der laut Yle so viel bedeutet wie "mit einem Chinesen essen gehen". Die Geste wurde weitgehend als Verunglimpfung asiatischer Menschen interpretiert.
Für die enthronte Schönheitskönigin übernimmt nun Tara Lehtonen, die bei dem Wettbewerb auf dem zweiten Platz gelandet war. "Ich verspreche, diesen Titel mit Stolz und tiefem Respekt zu tragen", gelobte die Frau aus Helsinki auf Instagram. Das geht auf jeden Fall, indem sie etwas überlegter als ihre Vorgängerin in den sozialen Netzwerken etwas postet ...
Schlagzeilen am Mittag
Baustellen-Panne - Explosion zerfetzt ganzes Haus
Ein Wohngebiet im kalifornischen Hayward wird von einer gewaltigen Explosion erschüttert. Eine Haustürkamera hält den Moment fest. Häuser stürzen ein, sechs Menschen werden verletzt. Erste Hinweise deuten auf eine beschädigte Gasleitung durch Bauarbeiten hin.
Messerangriff am Weihnachtsmarkt in Herford: 15-Jähriger gefasst
Nach dem Messerangriff auf einen 16-Jährigen am Weihnachtsmarkt im nordrhein-westfälischen Herford hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Es handelt sich der Mitteilung zufolge um einen 15-jährigen Herforder aus dem Nordirak mit ungeklärter Staatsbürgerschaft. Nach den bisherigen Ermittlungen sollen sich die beiden Jugendlichen bereits vor der Tat gekannt haben.
Der 16-Jährige wurde bei dem Vorfall lebensgefährlich verletzt. Zu dem Messerangriff war es in einer Seitenstraße am Rande des Weihnachtsmarkts gekommen. Ermittler gehen von einem versuchten Tötungsdelikt aus und haben eine Mordkommission eingerichtet. Zum Motiv des mutmaßlichen Täters ist noch nichts bekannt.
Bayern scheitert mit eigenem Löwen-Emoji in Kalifornien
Wissen Sie, was mit einem eurozentristischen Blick auf die Welt gemeint ist? Dabei blickt man auf die Welt aus europäischer Perspektive, Europa ist das Zentrum der Welt. Das sehen Menschen in anderen Teilen der Welt ganz anders, was sich nicht zuletzt im Aufbau der Weltkarten widerspiegelt. Beim Blick auf Emojis hatte man in Bayern im vergangenen Jahr wohl eindeutig einen bayrischen Blick: Mit großem Tamtam schickte der Freistaat 2024 einen Vorschlag für ein Bayern-Emoji nach Kalifornien. Da sitzen Software-Riesen wie Google, Apple und Meta im sogenannten Unicode-Konsortium zusammen und entscheiden darüber, welche Emojis wir auf unserer digitalen Handytastatur vorfinden - weil die Anzahl möglicher Unicodes, die hinter den Bildchen stecken, begrenzt ist. Digitalminister Fabian Mehring von den Freien Wählern hatte die Idee damals als innovativ beschrieben, da kein anderes Bundesland vor Bayern den Einfall gehabt habe, ein eigenes Emoji zu verbreiten. Da trudelte also der Vorschlag aus München in Kalifornien ein, der bayerische Löwe, und nun hat das Konsortium geantwortet - mit einer Absage. Die Gründe dafür teilt das bayerische Digital-Ministerium zwar nicht mit, aber für alle mit einem nicht-bayerischen Blick dürfte auf der Hand liegen, woran es hakte: Was sollen Menschen in China oder in Peru mit einem bayerischen Löwen-Emoji anfangen? Eine nette PR-Idee für Bayern, aber nicht mehr. Nun gibt es stattdessen einen Sticker für Anwendungen wie Whatsapp, der "in Chats brüllen, grüßen und gute Laune verbreiten" soll, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums.
Bürokratie-Fails aufdecken: Regierung startet Melde-Portal
Stellen Sie gerade einen Antrag auf ein Antragsformular? Die Bürokratie dient der Demokratie und beugt Korruption vor, aber kann auch mal unangenehme bis vollkommen unsinnige Auswüchse annehmen. Also bevor Sie sich weiter mit dem Antrag beschäftigen, schauen Sie doch mal auf der Seite "einfach-machen.gov.de" vorbei. Dieses Portal hat die Bundesregierung eingerichtet, damit Bürgerinnen und Bürger Bürokratie-Baustellen melden können. "Über ein nutzerfreundliches Formular können Hindernisse beschrieben und konkrete Verbesserungsvorschläge mit nur sieben Klicks eingereicht werden", erklärt das Bundesdigitalministerium dazu. Nach Angaben des Digitalministeriums werden die Meldungen zunächst "halb-automatisiert manuell" nach Themen, Dringlichkeit und Relevanz klassifiziert. Später soll dies vollautomatisch mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz geschehen. "Wir schaffen eine zentrale Anlaufstelle für die Bürokratie-Sorgen der Bürger und Unternehmen in unserem Land", erklärte Digitalminister Karsten Wildberger von der CDU. Den Angaben des Digitalministeriums zufolge soll das Portal in der Zukunft beim Statistischen Bundesamt angesiedelt werden. "Zusammengeführt mit anderen Komponenten kann das Portal so als zentrale empirisch geführte Anlaufstelle der Bundesregierung für Bürokratiemeldungen von Wirtschaft und Bevölkerung auf Dauer betrieben werden."
"Fuffies" aus dem Drucker: Autolackierer bringt 300.000 Euro Falschgeld in Umlauf
Warum arbeiten, wenn man Geld auch ganz einfach zu Hause drucken kann? Das hat sich wohl ein Mann aus Bayern gedacht. Zusammen mit seiner Partnerin brachte der Autolackierer laut Kripo in Bayern massenhaft falsche 50-Euro-Scheine in Umlauf. Verkauft hat das Paar die "falschen Fuffziger" über das Darknet und ließ sich in Kryptowährung entlohnen.
Orangensaft-Preise sinken - nur warum jetzt?
Auch bei uns in der Frühkonferenz war gerade kurz Thema, dass für Orangensaft inzwischen horrende Preise veranschlagt wurden. Das deckt sich mit den Zahlen des Statistischen Bundesamts: Orangensaft und ähnliche Fruchtsäfte kosteten im Sommer 79 Prozent mehr als noch 2020. Ist das eine O-Verschwörung? Immerhin mussten und müssen wir fürs Olivenöl ja auch tief in die Tasche greifen. Nein, der Grund liegt natürlich woanders: Bessere Ertragsprognosen in Brasilien sollen für die sinkenden Preise verantwortlich sein, sagt Marktanalystin Eva Würtenberger von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft. Die brasilianische Orangenernte 2025/26 fällt laut aktueller Schätzung demnach knapp 28 Prozent stärker aus als die Menge, die im Vorjahreszeitraum geerntet wurde. Die Vorsaison war wegen Dürre und Hitze besonders schlecht verlaufen. Brasilien ist der weltweit größte Produzent von Orangensaft und der wichtigste Lieferant für die Europäische Union (EU).
Schlagzeilen am Morgen
Gartenhütte explodiert in NRW - 55-Jähriger tot
In einer Gartenhütte im nordrhein-westfälischen Anröchte hat es gestern Abend eine schwere Explosion gegeben. Wie die Polizei mitteilt, ist dabei ein 55 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Demnach fanden die Einsatzkräfte die Leiche des Mannes in der stark beschädigten Hütte. Vorsorglich wurden mehrere umliegende Wohnhäuser geräumt, aber inzwischen haben Fachleute Entwarnung gegeben. Unklar ist noch, wie es zu der Detonation gekommen ist.
"Anführer des Widerstands" gegen Trump - Letterman lobt Kimmel
Wie sehr die Demokratie in den USA in Gefahr ist, zeigt sich nicht nur an den mehr als fragwürdigen und häufig brutalen Festnahmen der US-Behörde ICE, sondern auch an Versuchen, die Meinungs- und Pressefreiheit zu beschränken wie im September. Der Sender ABC setzte Jimmy Kimmels Late-Night-Show ab - angeblich wegen seiner Äußerungen zum tödlichen Attentat auf den rechten Aktivisten Charly Kirk. Eine weltweite Welle der Entrüstung, eine Flut an Abo-Kündigungen beim Disney-Konzern, zu dem der US-Sender gehört, stellten die Weichen schnell neu und Kimmel kam nach einer Woche zurück auf die Bildschirme. Nun gibt es von Late-Night-Legende David Letterman großes Lob für das Engagement seines Kollegen für die Demokratie in den USA: Der 78-Jährige nennt Kimmel sogar den "Anführer des Widerstands" - ein Kompliment seines Gastes, das Kimmel eher bescheiden mit den Worten "ein total ineffektiver Anführer des Widerstands, ja" abtut. Letterman sieht die Late-Night-Shows wohl in guten Händen: "Menschen wie du und wie Stephen und wie Seth" leisteten "so hervorragende Arbeit bei der Verteidigung unserer Demokratie", so der US-Moderator. Stephen Colbert und Seth Meyers moderieren wie Kimmel Late-Night-Shows in den USA. "Ich denke, so muss es sein in einer Demokratie, die anscheinend derart kaputt ist", sagte Letterman.
Was heute wichtig wird
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Rot heißt stehen, grün heißt gehen - das lernen schon die ganz Kleinen, um sich sicher auf unseren Straßen zu bewegen. Vor hundert Jahren hat Hamburg die erste Ampel, wie wir sie heute kennen, in Deutschland aufgestellt - und weil ich ein bisschen nerdy bin, bin ich heute Morgen doch für einen Moment in das Rabbit Hole der Ampel-Geschichte gestolpert. Die eben erwähnte historisch erste Ampel regelte den Autoverkehr. Die erste Fußgänger-Ampel folgte erst Jahrzehnte später in den 1950er-Jahren. Falls Sie Ihr neu erworbenes Wissen mit anderen teilen wollen, sollten Sie noch wissen: Einen "Ampelturm" gab es bereits kurz zuvor in Berlin. Die Hansestadt darf sich laut Hamburger Museum für Arbeit trotzdem mit dem Titel schmücken, Europas erste Ampel aufgestellt zu haben, weil es bereits 1922 die erste für Straßenbahnen in der Stadt gab. Damit hole ich mir jetzt mal etwas Koffein und habe für Sie noch diesen kleinen Termin-Überblick zusammengestellt:
Markus Söder stellt sich zur Wiederwahl als CSU-Chef: Der 58-Jährige will sich auf einem heute in München beginnenden Parteitag (14.15 Uhr) im Amt bestätigen lassen. Für Söder wird es die fünfte Wahl zum Parteichef.
Grüne in Baden-Württemberg rüsten sich für heiße Wahlkampfphase: Die Grünen von Regierungschef Winfried Kretschmann stimmen sich auf den Landtagswahlkampfs ein und zwar ab heute Abend (17.00 Uhr) bei ihrem Parteitag in Ludwigsburg.
Wie entwickelt sich die Inflation in Deutschland? Am Morgen veröffentlichen die Wiesbadener Statistiker Details zur Entwicklung der Preise von Lebensmitteln, Energie und Dienstleistungen im November des laufenden Jahres.
Von zerstörten Gleisen zur feierlichen Eröffnung im Ahrtal: Viereinhalb Jahre nach der Flutkatastrophe sollen Züge wieder durchgehend auf der Ahrtal-Strecke fahren können. Die Deutsche Bahn eröffnet gemeinsam mit dem Bund, dem Land Rheinland-Pfalz und Vertretern der Region die Strecke.
Eingefrorenes russisches Vermögen: Die EU-Staaten wollen sich darauf einigen, das russische Zentralbankvermögen auf unbestimmte Zeit festzusetzen. Damit soll die bisher notwendige, alle sechs Monate stattfindende Verlängerung der Maßnahme ersetzt und ein mögliches Veto durch moskaufreundliche Staaten wie Ungarn oder die Slowakei verhindert werden. Der Schritt dient als rechtliche Grundlage für den Plan, die russischen Vermögenswerte für einen Kredit an die Ukraine zu nutzen.
Fußball-Bundesliga: Der vorletzte Spieltag dieses Jahres startet am Abend (20.30 Uhr/Sky) mit dem Ostduell Union Berlin gegen RB Leipzig.
Die deutschen Handballerinnen wollen Weltmeister Frankreich besiegen und so ins WM-Finale einziehen. Das Halbfinale gegen die Équipe Tricolore steigt am Abend (17.45 Uhr/ARD und Sporteurope.TV) in Rotterdam.
Bei Fragen, Hinweisen und Kritik schreiben Sie mir gern eine Mail an: johanna.ohlau(at)ntv.de. Schauen Sie sonst auch gern mal in unsere anderen Liveblog-Angebote bei meinen Kollegen in der Wirtschaft und im Sport vorbei.
Passagier will während Flug nach Hongkong Kabinentür öffnen
Schreckmoment für Crew und Passagiere auf einem Flug von Boston nach Hongkong: Plötzlich versucht einer der Fluggäste, die Kabinentür der Maschine zu öffnen. Die Hongkonger Airline Cathay Pacific bestätigt den Vorfall auf Flug CX811, der am Mittwoch (Ortszeit) an der US-Ostküste gestartet ist. Nähere Angaben zum verdächtigten Passagier macht die Airline auf Nachfrage nicht. Die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" schreibt unter Berufung auf die Polizei, dass es sich um einen 20 Jahre alten Mann aus China handeln soll. Ihm wird nun vorgeworfen, gegen die Verordnung für Luftfahrtsicherheit verstoßen zu haben.
Und warum das Ganze? Das Motiv des Mannes ist völlig unklar. Passagiere oder Besatzungsmitglieder sind laut der Fluggesellschaft jedenfalls bei der lebensmüden Aktion nicht zu Schaden gekommen. Das Flugzeug landete laut Cathay Pacific "sicher" am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit) in Hongkong. Dem Verdächtigen erwartet wahrscheinlich ein Strafverfahren. Ihm drohen dann eine Höchststrafe von zwei Jahren Haft und eine Geldstrafe von 50.000 Hongkong-Dollar (etwa 5.470 Euro).
Flixtrain ist ab 2028 auch mit neuen Schnellzügen unterwegs
Es begann mal im Jahr 2012 als Idee mehrerer Studienfreunde, die erst das Angebot im Bus-Fernverkehr völlig veränderte und inzwischen der Deutschen Bahn immer mehr Konkurrenz auf der Schiene macht: das Münchner Unternehmen Flix. Und der Druck dürfte in den kommenden Jahren steigen. Flixtrain plant, seine Zug-Flotte zu vervierfachen, Metropolen nicht mehr nur mit einer oder ein paar Verbindungen am Tag, sondern in regelmäßiger Taktung anzufahren. Dabei greift der Bahn-Mitbewerber jetzt auch das Argument an, dass Flixtrain ja mit älteren und weniger komfortableren Zügen unterwegs ist: Flixtrain will ab 2028 nach und nach rund 65 neue Fernzüge des spanischen Herstellers Talgo auf die Schiene bringen - die gleichen Modelle, die auch die Deutsche Bahn bestellt. "Die ersten Züge sind bereits in der Produktion. Da sind wir genau im Zeitplan", sagte Flixtrain-Chef André Schwämmlein der Deutschen Presse-Agentur. Bis wann sämtliche Züge ausgeliefert werden sollen, ließ er offen. "Man bringt nicht von heute auf morgen 65 neue Züge ins Netz." Bislang umfasst die Flotte 15 Züge. Die Pläne bedeuten also eine massive Erweiterung des Angebots. Das Unternehmen hatte die 2,4 Milliarden Euro teure Bestellung der neuen Züge im Mai bekanntgegeben.
Kein Social-Media mehr für Kinder in Australien - Reddit klagt gegen Verbot
Eine Kindheit ohne Tiktok, Snapchat, Instagram und Co. - die soll es zukünftig für junge Menschen in Australien wieder geben. Dort ist vor wenigen Tagen ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige in Kraft getreten. Doch nicht nur junge Influencer wehren sich mit Tricks gegen die Alterssperre. Auch Unternehmen hinter den Plattformen ist das neue Verbot nicht so recht. Das Diskussionsnetzwerk Reddit sieht sich als Ausnahme und hat Klage gegen das Verbot eingereicht. Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, fechtet das US-Unternehmen auch die Gültigkeit des Gesetzes im Allgemeinen an. Reddit fordert, dass Australiens Oberster Gerichtshof die neue gesetzliche Regelung kippt, weil diese "die Freiheit der politischen Kommunikation" verletze. Außerdem sei die australische Regierung nicht konsequent gewesen bei der Festlegung, welche Onlineplattformen von der gesetzlich vorgegebenen Altersbeschränkung betroffen sind.
Derzeit sind unter anderem WhatsApp, Pinterest und Roblox von dem Verbot ausgenommen. Die Regierung hat allerdings betont, dass die Liste der betroffenen Anbieter weiterhin überprüft werde. Von der australischen Regierung hieß es, sie stehe "auf der Seite der australischen Eltern und Kinder, nicht auf der der Plattformen". Das heißt für die Plattformen: Sie müssen die Altersbegrenzung durchsetzen und wenn sie keine "angemessenen Maßnahmen" ergreifen, drohen Geldstrafen von umgerechnet bis zu 27 Millionen Euro. "Wir werden weiterhin entschlossen vorgehen, um junge Australier vor Schaden durch soziale Medien zu schützen", hieß es weiter.