Der Tag
15. Juli 2026
us-passbildmit Sebastian Schneider
Zum Archiv
22:12 Uhr

Das war Mittwoch, der 15. Juli

Liebe Leserinnen und Leser,

während England und Argentinien in Atlanta ihre Schlacht um den Einzug ins Finale der Fußball-Weltmeisterschaft austragen, schließen wir den "Tag" für heute. Bundeskanzler Friedrich Merz war schon zum zweiten Mal in der traditionellen Sommerpressekonferenz. Volker Petersen war dort und hat aufgeschrieben, wie sich der CDU-Chef dort präsentiert hat. Ansonsten startet das US-Militär die nächste Angriffswelle im Iran und Selenskyj baut erneut seine Regierung um.

Das war heute auch noch wichtig:

Kommen Sie gut durch die Nacht!

Das war Mittwoch, der 15. Juli
21:49 Uhr

Hegseth kündigt Testosteron-Tests für US-Soldaten an

Es ist eine ungewöhnliche Maßnahme: Ab dem Alter von 30 Jahren sollen in den USA künftig die Testosteronwerte von Soldaten getestet werden. Dies werde im Rahmen einer bereits bestehenden jährlichen Gesundheitsuntersuchung stattfinden, kündigte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth in einem Video auf X an. Für Soldaten unter 30 sei der Test freiwillig. Eine Behandlung wird demnach im Fall eines festgestellten Testosteronmangels empfohlen, ist jedoch keine Pflicht.

Hegseth begründete die Maßnahme damit, dass der "einzelne Kämpfer" immer der wichtigste taktische Vorteil der USA sein werde. Er sprach von einer "heiligen Pflicht", diesen Vorteil zu bewahren. Deshalb müsse man ständig nach neuen Wegen suchen, um die Leistungsfähigkeit und langfristige Gesundheit der Soldaten zu optimieren, folgerte Hegseth. Mit den Tests soll ihm zufolge sichergestellt werden, dass sie über "die richtigen Testosteronwerte" verfügen, um Bestleistung zu erbringen. Der Pentagon-Chef verwies in dem Zusammenhang darauf, dass der Testosteronspiegel mit zunehmendem Alter oft auf natürliche Weise sinke.

Hegseth kündigt Testosteron-Tests für US-Soldaten an
21:17 Uhr

Neue Affenart entdeckt

Der Affe verfügt über glänzend schwarzes Fell, einen langen, geschwungenen Schwanz und einen leuchtend orange-cremefarbenen Fleck um Maul und Nase. Von den Bewohnern des afrikanischen Kongobeckens wird er "Likweli" genannt. Forschenden begegnete die Art schon im Jahr 2008 in einer abgelegenen Region im Regenwald - aber erst jetzt wurde der Affe wissenschaftlich als eigene Art beschrieben.

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Kaum entdeckt, schon gefährdet: Colobus congoensis. (Foto: picture alliance/dpa/Daniel Rosengren)

Ein Foto aus dem Jahr 2008 war nicht aussagekräftig genug, um eine eigene Art zu beweisen. Zehn Jahre später kam es zu einer erneuten Sichtung des Primaten, die zu weiteren Untersuchungen führte. Genetische, anatomische und akustische Analysen haben nun bestätigt, dass der Stummelaffe mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Colobus congoensis eine eigene Art ist. Die neue Art sei am engsten mit den Schwarzen Stummelaffen (Colobus satanas) verwandt, obwohl die beiden Arten durch mehr als 1200 Kilometer Wald voneinander getrennt seien, heißt es in einer Studie im Wissenschaftsmagazin "PLOS One".

Neue Affenart entdeckt
20:30 Uhr

Anwohner laufen Sturm gegen Megaprojekt am Great Salt Lake

Die Folgen für die Umwelt sorgen auch an anderen Orten für Ärger. Im US-Bundesstaat Utah entsteht gerade eines der größten KI-Rechenzentren der Welt. Es soll allein mehr als doppelt so viel Energie verbrauchen wie der ganze Bundesstaat. Und dazu kommt: Utah hat gar nicht genug Wasser für die Kühlung der Server.

Anwohner laufen Sturm gegen Megaprojekt am Great Salt Lake
19:52 Uhr

Trumps Justizminister stolpert über Frage bei Anhörung

Wessen Interessen vertritt Todd Blanche eigentlich? Das wurde der 51-Jährige bei seiner Bestätigungsanhörung im US-Senat gefragt. Blanche war der Anwalt von US-Präsident Donald Trump und soll nun Justizminister der USA werden. Deshalb fragten ihn die Senatoren, wen er denn nun gedenke, zu vertreten: Trump oder die Nation? Blanche antwortete auf die Frage, ob er Trumps Freund sei: "Ich bin sein Anwalt." Dann korrigierte er sich und sagte, er sei dies "gewesen".

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Nach der Nominierung eines Kandidaten durch den Präsidenten untersucht der Senat dessen Eignung sowie seine Finanzerklärung. Bei Zustimmung durch den zuständigen Fachausschuss stimmt der gesamte Senat ab. Dort reicht eine einfache Mehrheit zur Bestätigung. (Foto: picture alliance / abaca)

Trump hatte Blanche nach dem Rauswurf von Justizministerin Pam Bondi im Frühjahr zunächst kommissarisch zu ihrem Nachfolger ernannt. Nun soll der Jurist die Leitung des Ministeriums dauerhaft übernehmen. Dafür ist die Zustimmung des Senats nötig, in dem Trumps Republikaner eine knappe Stimmenmehrheit haben. Die demokratischen Senatoren Chris Coons und Sheldon Whitehouse warfen Blanche vor, er habe das Justizministerium im Auftrag Trumps zu einer Waffe gegen dessen Widersacher gemacht und alle Mitarbeiter gefeuert, die angeblich nicht loyal seien. Trumps früherer Anwalt verfolge "die politischen Gegner des Präsidenten und entlässt einfache Staatsanwälte sowie FBI-Agenten", kritisierte Coons. Blanche bestritt die Vorwürfe und nannte sie "widerlich".

Trumps Justizminister stolpert über Frage bei Anhörung
19:27 Uhr

Wolke leuchtet plötzlich in Regenbogenfarben

In der Stadt Jupiter im US-Bundesstaat Florida kommt es zu einem ungewöhnlichen Himmelsschauspiel. Eine Wolke beginnt, in bunten Regenbogenfarben zu leuchten. Fachleute sprechen von einer sogenannten Pileus-Wolke mit Irisierung.

Wolke leuchtet plötzlich in Regenbogenfarben
18:55 Uhr

Prien will alle Vierjährigen zum Sprachtest bitten

Bundesbildungsministerin Karin Prien will künftig alle Vierjährigen nach einheitlichen Standards auf Sprache und Entwicklung testen lassen. Das soll den Kindern einen möglichst guten Übergang zur Grundschule ermöglichen. Dies geht aus dem Entwurf eines neuen Kita-Gesetzes hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bei Bedarf sollen die Jungen und Mädchen besonders gefördert werden. Dafür nimmt der Bund auch etwas Geld in die Hand und verspricht bis 2034 9,25 Milliarden Euro. Die CDU-Politikerin setzt damit Ziele aus dem Koalitionsvertrag von Union und SPD um. Hintergrund sind die extrem unterschiedlichen Bildungschancen für Kinder in Deutschland, die sich oft schon in der Grundschule zeigen und dann durch die gesamte Bildungslaufbahn ziehen. Grundgedanke dabei ist, dass Kinder nur mit ausreichenden Sprachkenntnissen in der Grundschule dem Unterricht folgen können. 

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Bundesbildungsministerin Karin Prien (Foto: picture alliance / HMB Media)
Prien will alle Vierjährigen zum Sprachtest bitten
18:14 Uhr

Mann attackiert Frauen und steht plötzlich vor Hunde-Meute

Zwei Frauen gehen in Melbourne mit ihren Hunden Gassi, als plötzlich ein Mann aus dem Gebüsch springt und sie angreift. Doch der Täter macht die Rechnung ohne die Vierbeiner der Frauen: Sie schlagen den Angreifer in die Flucht. Das Video von der Verfolgungsjagd geht im Netz viral.

Mann attackiert Frauen und steht plötzlich vor Hunde-Meute
17:27 Uhr

Jens Spahn und sein Ehemann sind Väter geworden

Für das DFB-Team brachte der Aufenthalt in den USA keine guten Nachrichten, für Jens Spahn aber schon: Der Unions-Fraktionsvorsitzende und sein Ehemann Daniel Funke sollen dort zu Vätern geworden sein, das berichtet die "Bild"-Zeitung. Dem Blatt zufolge soll Spahn enge Freunde und Kollegen per Brief über die freudige Nachricht informiert haben. Der gemeinsame Sohn sei von einer Leihmutter in den USA ausgetragen worden, der genetische Vater sei Ehemann Funke. "Mein Mann ist Papa geworden, und ich mit ihm. Georg ist unser ganzes Glück. Dieses Gefühl lässt sich kaum in Worte fassen", wird Spahn in der "Bild" zitiert. Die Leihmutter solle auch künftig im Leben des Kindes eine Rolle spielen, sie gehöre nun zur Familie, heißt es. In Deutschland ist Leihmutterschaft nicht erlaubt.

Jens Spahn und sein Ehemann sind Väter geworden
16:46 Uhr

Frachter bricht vor iranischer Hafenstadt in zwei Teile

Vor der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas bricht der Frachter "Luni" in zwei Teile. Videos zeigen das 32 Jahre alte Schiff teilweise versunken. Die Ursache ist bislang unklar. Berichte sprechen von einer Kollision, Hinweise auf einen Angriff gibt es derzeit nicht.

Frachter bricht vor iranischer Hafenstadt in zwei Teile
16:04 Uhr

Sprüche auf AfD-Abend: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Uwe Steimle

Eine AfD-Veranstaltung gestern Abend in Dessau-Roßlau zieht juristische Konsequenzen nach sich: Nach seinen verunglimpfenden Aussagen über die CDU-Politiker Friedrich Merz und Angela Merkel hat die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau Ermittlungen gegen den Kabarettisten Uwe Steimle eingeleitet. Dabei geht es um die Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

Steimle hatte sich äußerst fragwürdig über Kanzler Merz und Altkanzlerin Merkel geäußert. Über das neue Porträtbild von Merkel sagte Steimle, die frühere Kanzlerin habe sich für eine Darstellung im Stehen entschieden, "weil sie ahnt, sie wird bald sitzen". Er schob hinter: "Im Moment hängt sie erst mal." Und wenn der Nagel breche, "dann stellen wir sie an die Wand. Also uns wird schon was einfallen."

Steimle legte nach: "Wenn ich Friedrich Merz sehe, frage ich mich manchmal, wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht." Claus Schenk Graf von Stauffenberg war ein deutscher Wehrmacht-Oberst und zentraler Kopf des militärischen Widerstands gegen Adolf Hitler. Er ist vor allem bekannt für das gescheiterte Bombenattentat auf Hitler am 20. Juli 1944.

Vor Ort waren auch AfD-Chef Tino Chrupalla und Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Beide sangen auf Initiative des Kabarettisten auch noch die DDR-Hymne mit Steimle. Und zum Abschluss die deutsche Nationalhymne.

Sprüche auf AfD-Abend: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Uwe Steimle
15:26 Uhr

Zugchef stoppt ICE und geht Toilettenpapier kaufen

Sowas kommt nicht alle Tage vor: Aus ungewöhnlichem Grund hat ein Fernzug in Hamburg-Bergedorf einen Zwischenstopp eingelegt: Der ICE, der von Westerland auf Sylt nach Berlin unterwegs war, hatte nicht ausreichend Toilettenpapier an Bord. Der Zugchef stieg am Bahnhof aus, kaufte im nahegelegenen Supermarkt drei Packungen und kehrte damit zum Zug zurück, wie die Deutsche Bahn mittlerweile bestätigte.

Der Vorfall ereignete sich schon am Samstag. Die Aktion wurde bekannt, weil ein Fahrgast anschließend ein Video auf Instagram veröffentlichte. Es zeigt den Zugchef, der mit dem Toilettenpapier zum Zug zurückkehrt. Das Video weist bislang mehr als 700.000 Aufrufe auf. Nach Angaben der Bahn kam es zu dem Vorfall, weil die Vorräte wegen eines kurzfristigen Personalausfalls nicht überprüft worden waren. Die Bahn wolle künftig häufiger stichprobenartig die Vorräte kontrollieren, sagte eine Sprecherin.

Zugchef stoppt ICE und geht Toilettenpapier kaufen
14:57 Uhr

Ministerin schnuppert an Cannabis-Sorten

Welche Cannabis-Sorte ist wohl am besten? Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte informierte sich dazu im Rahmen ihrer Sommerreise beim Oldenburger Anbauverein CSC Sativum. Die Grünen-Politikerin roch dafür an verschiedenen Proben - zur Auswahl standen Sorten wie "RS #11", "Gorilla Glue #4", "Gelato #45", "Girl Scout Cookies" und "Zombie Kush".

Normalerweise dürfen nur wenige Mitglieder die Pflanzen sehen. Doch für die Ministerin machte die Anbauvereinigung eine Ausnahme - und gewährte einen Einblick in den sonst geheimen Anbau. Der Verein ist nach eigenen Angaben Oldenburgs erster Klub mit offizieller Anbaulizenz. Er hat mehr als 450 Mitglieder, nach einem zeitweisen Aufnahmestopp können sich jetzt wieder neue Mitglieder registrieren.

Ministerin schnuppert an Cannabis-Sorten
14:27 Uhr

Eine zweite Amtszeit? Merz weiß es noch nicht

Theoretisch hat er noch drei Jahre Zeit zum Überlegen: Kanzler Friedrich Merz hat offen gelassen, ob er für eine zweite Amtszeit zur Verfügung steht. Darüber denke er derzeit nicht nach. Er sehe die Koalition mit der SPD auch nicht als "Projekt", sondern eine "Arbeitskoalition", fügt der CDU-Vorsitzende bei seiner zweiten Sommer-Pressekonferenz hinzu.

Eine zweite Amtszeit? Merz weiß es noch nicht
14:26 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Johanna Ohlau verabschiedet sich in den Feierabend. Bis zum späten Abend begleite ich Sie deshalb durch den Tag. Sollten Sie Anmerkungen, Fragen oder Hinweise haben, schreiben Sie mir gerne unter: sebastian.schneider(at)ntv.de.

Los geht's!

Schichtwechsel
13:46 Uhr

Dresden: Mann zielt vor Supermarkt mit Waffe auf Menschen

Großer Schreckmoment in Dresden: Ein Mann hat dort vor einem Supermarkt mit einer Schusswaffe auf mehrere Menschen gezielt. Die Polizei konnte den 41-Jährigen nach eigenen Angaben überwältigen. Demnach schossen auch mehrere Beamte mit ihren Dienstwaffen, um ihn zu stoppen. Er wurde dabei verletzt. Der türkische Mann feuerte den Angaben nach seine Waffe, einer Art Muskete, auf die Polizisten ab und rief dabei einen islamischen Glaubensspruch. Er verletzte aber niemanden. 

Dresden: Mann zielt vor Supermarkt mit Waffe auf Menschen
13:24 Uhr

Bundeswehr meldet mehr Bewerbungen für Militärdienst

Die Bundeswehr verzeichnet weiter Zulauf und kann sich über steigende Bewerberzahlen freuen. Im Juni gab es rund 40.500 Bewerbungen für eine militärische Laufbahn - ein Plus von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Bundesverteidigungsministerium mitteilt. Bei den Neueinstellungen gab es im Juni mit rund 10.900 ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Auch bei den Freiwillig Wehrdienstleistenden und sogenannten kurzdienenden Zeitsoldatinnen und -soldaten gab es einen Zuwachs: Von ihnen dienen derzeit rund 12.100 in der Bundeswehr - ein Plus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Derzeit dienen rund 185.200 Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr. Das ist den Angaben zufolge ein Zuwachs von 3600 im Vergleich zum Juni 2025.

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Mehr junge Menschen können sich offenbar für den Militärdienst begeistern.
Bundeswehr meldet mehr Bewerbungen für Militärdienst
12:40 Uhr

Waldbrand schließt Zug ein - Crew filmt seelenruhig die "Feuer-Hölle"

Manche Menschen haben echt die Ruhe weg: Während die Flammen sie regelrecht einkreisen, bleibt die Besatzung eines Zugs in der kanadischen Provinz Ontario sehr ruhig, zu ruhig für so eine "Feuer-Hölle"! Die Crewmitglieder zücken ihre Telefone und filmen die bis an die Fenster schlagenden Flammen. Die Zug-Besatzung wurde von einem Waldbrand überrascht und war vom Feuer umzingelt. Im Video ist auch zu hören, dass jemand sagt: "Okay, ihr müsst euch beeilen." Also wie gefährlich die Situation war, scheint den Anwesenden bewusst zu sein. Per Funk riefen sie Hilfe und die gute Nachricht ist: Die ganze Crew konnte sich Berichten zufolge unverletzt retten.

Waldbrand schließt Zug ein - Crew filmt seelenruhig die "Feuer-Hölle"
12:19 Uhr

Taxifahrer brauchen wohl bald keine Ortskenntnisse mehr nachzuweisen

Wer in Deutschland als Taxifahrer oder Taxifahrerin arbeiten will, braucht einen Fachkundenachweis für Ortskenntnisse. Was 1980 sicherlich sinnvoll war, spielt in Zeiten von Livetracking und Navigations-Apps wohl nur noch eine untergeordnete Rolle. Das hat sich nun auch bis zur Spitze des Staates rumgesprochen: Die Bundesregierung will die Regeln für Taxi- und Mietwagenunternehmen vereinfachen und dafür etwa den Fachkundenachweis abschaffen. Die Länder sollen künftig selbst entscheiden, "ob Fahrerinnen und Fahrer diese Nachweise vorlegen müssen", erklärte das Bundesverkehrsministerium nach einem entsprechenden Beschluss des Bundeskabinetts. "Das schafft mehr Flexibilität vor Ort, erleichtert den Berufseinstieg und hilft den Unternehmen dabei, dringend benötigtes Fahrpersonal zu gewinnen."

Taxifahrer brauchen wohl bald keine Ortskenntnisse mehr nachzuweisen
11:42 Uhr

Mädchen stirbt bei Unfall auf der A3 - Polizei sucht Sportwagenfahrer

Für ein 13-jähriges Mädchen kam bei einem Unfall in Bayern jede Hilfe zu spät. Das Auto kam gestern Abend laut Polizei bei Passau in Fahrtrichtung Österreich von der Fahrbahn ab und fuhr eine Böschung hinab. Die Teenagerin starb demnach noch am Unfallort. Die vier weiteren Insassen, darunter der 35-jährige Fahrer, wurden schwer verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Bei den weiteren Verletzten handelte es sich eine 31-Jährige, eine Frau Anfang 20 sowie um ein sechsjähriges Kind, wie die Polizei angab. Warum es zu dem Unfall kam, ist noch unklar. Die Polizei fahndet nach einem grauen Sportwagen, der am Unfallort gewesen und in Richtung Österreich weitergefahren sein soll. Ob und inwieweit es einen Zusammenhang gebe, werde ermittelt, erklärten die Beamten. Dem Ermittlungsstand zufolge sei der Sportwagen nicht beschädigt gewesen. Der Fahrer wurde gebeten, sich bei einer Polizeistation zu melden.

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Die Autobahn war nach dem schweren Unfall voll gesperrt. (Foto: picture alliance/dpa/Zema-Medien)
Mädchen stirbt bei Unfall auf der A3 - Polizei sucht Sportwagenfahrer
11:08 Uhr

Boot kentert vor Gefängnisinsel Alcatraz - ein Toter, zwei Vermisste

Tödliches Unglück vor Alcatraz: Beim Kentern eines Boots nahe der früheren Gefängnisinsel in der Bucht der US-Westküstenmetropole San Francisco ist nach Angaben der Behörden mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen würden vermisst, sagte Feuerwehrchef Dean Crispen in einem kurzen Video, das die Stadtverwaltung bei Instagram veröffentlichte. Feuerwehr und Polizei suchten mit Hubschraubern, Flugzeugen und Rettungsbooten nach den Vermissten. Bislang ist noch unklar, ob das Boot die beliebte Touristenattraktion ansteuerte, als ein Feuer ausbrach. An Bord des Bootes seien insgesamt 19 Menschen gewesen, sagte Crispen. Die Einsatzkräfte seien zunächst wegen eines gemeldeten Brands ausgerückt. Als sie sich näherten, sei das Boot bereits gesunken.

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Das Gefängnis Alcatraz war berüchtigt als Verbannungsort für die "Schlimmsten der Schlimmsten". (Archivbild)
Boot kentert vor Gefängnisinsel Alcatraz - ein Toter, zwei Vermisste
10:53 Uhr

Rechtsextremist Liebich nach Deutschland ausgeliefert

Neonazi Marla Svenja Liebich ist von Tschechien nach Deutschland gebracht worden. Das teilt die tschechische Polizei bei X mit. Liebich war Anfang April in Tschechien aufgrund eines Europäischen Haftbefehls festgenommen worden. Das Landesgericht im westtschechischen Pilsen hatte Anfang Juni ihre Auslieferung nach Deutschland angeordnet. Dagegen legte Liebich erfolglos Beschwerde ein.

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Der verurteilte Rechtsextremist Marla Svenja Liebich (M) bei einem Termin im Landgericht in Tschechien im Juni. (Foto: picture alliance/dpa)

In Deutschland soll Liebich eine Haftstrafe von eineinhalb Jahren verbüßen. Das Amtsgericht Halle hatte er im Juli 2023 wegen Volksverhetzung und anderer Delikte wie übler Nachrede und Billigung eines Angriffskriegs verurteilt. Zu seinem Haftantritt in einem Frauengefängnis im sächsischen Chemnitz war Liebich im August vergangenen Jahres nicht erschienen. Liebich, der früher unter dem Vornamen Sven auftrat, war über Jahrzehnte eine bundesweit bekannte Figur der rechtsextremen Szene. Ende 2024 änderte Liebich ihren Geschlechtseintrag, nachdem zuvor das neue Selbstbestimmungsgesetz in Kraft getreten war. Der geänderte Geschlechtseintrag führte dazu, dass Liebich die Haft in einem Frauengefängnis hätte verbüßen müssen.

Rechtsextremist Liebich nach Deutschland ausgeliefert
10:22 Uhr

Brand in Schweinemaststall - 20.000 Tiere verenden im Feuer

Bei einem schweren Feuer in einer Schweinemastanlage in Sachsen-Anhalt sind 20.000 Schweine gestorben. Der Brand brach in der Nacht in dem Betrieb in Coswig aus, wie die Polizei mitteilt. Die Feuerwehr war bei dem Einsatz mit etwa 100 Einsatzkräften vor Ort, fünf Feuerwehrleute seien dabei verletzt worden. Die Einsatzkräfte versuchten laut Mitteilung noch, Tiere aus dem Feuer zu retten und öffneten die Tore der Ställe, sodass einzelne Tiere fliehen konnten. Umherfliegende Asche löste den Angaben zufolge mehrere kleine Brände auf einem angrenzenden Feld aus, die aber gelöscht werden konnten. Mehrere Ställe wurden bei dem Feuer völlig zerstört, wie der Landkreis Wittenberg mitteilte. Zudem wurde eine Drehleiter der Feuerwehr beschädigt. Die Brandursache ist noch unklar.

Brand in Schweinemaststall - 20.000 Tiere verenden im Feuer
09:46 Uhr

Heftige Explosion in Wohnhaus im Westerwald - Mann schwer verletzt

Einige Menschen in Rennerod im Westerwald sind heute Nacht wohl sehr unsanft aus dem Schlaf gerissen worden: In einem Wohnhaus ist es zu einer schweren Explosion gekommen. Die Wucht der Detonation brachte die eine Außenwand des Gebäudes komplett zum Einstürzen. Als die Rettungskräfte eintrafen, bot sich ihnen auf der Straße davor schon ein richtiges Trümmerfeld. Ein Mann wurde bei der Explosion schwer verletzt. Videos zeigen das ganze Ausmaß der Zerstörung:

Heftige Explosion in Wohnhaus im Westerwald - Mann schwer verletzt
09:13 Uhr

Neuer Landtagspräsident Lammert hat seit 1993 dieselbe Handynummer

Erst neulich hat mich wieder eine Nachricht von einem alten Freund erreicht - weil ich meine Handynummer aus Schulzeiten immer noch habe. Doch auf so viele Jahre wie Matthias Lammert, der neue Landtagspräsident in Rheinland-Pfalz, komme ich schon aus Altersgründen nicht: Der CDU-Abgeordnete hat seit 1993 dieselbe Handynummer - und darunter will er auch in seiner neuen Funktion erreichbar bleiben für Bürgerinnen und Bürger, Abgeordnete und Mitarbeitende. "Dauersprechstunde", nennt Lammert das scherzhaft im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Der 58-Jährige will für jeden ein offenes Ohr haben mit einer Ausnahme: "Bei anonymen Anrufern gehe ich nicht immer ran. Man sollte sich schon bekennen."

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Matthias Lammert hatte seine Handynummer schon, da war unterwegs telefonieren noch die Ausnahme. (Foto: picture alliance/dpa)
Neuer Landtagspräsident Lammert hat seit 1993 dieselbe Handynummer
08:36 Uhr

Halbe Million Kinder in Europa ganz ohne Impfschutz

Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten - das sind die ersten Impfungen, die neue Erdenbürger bei uns bekommen, um möglichst gut vor gesundheitlichen Gefahren geschützt zu sein. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem UN-Kinderhilfswerk Unicef ist die Zahl der Kinder ohne jeglichen Impfschutz im vergangenen Jahr in der WHO-Europaregion, zu der auch die Türkei und Israel zählen, gesunken. Insgesamt fehlte noch 566.000 Kindern in den 53 Ländern jeglicher Impfschutz, und 258.000 Kinder waren nur unzureichend geschützt. Für Deutschland geben WHO und Unicef die Zahl der gar nicht geimpften Kinder mit 21.000 an. Regional gibt es wohl große Unterschiede: Gut die Hälfte der gar nicht geimpften Kinder lebt in vier Ländern: Kasachstan, Türkei, Großbritannien und Aserbaidschan.

In Deutschland sieht die WHO vor allem Verbesserungsbedarf bei der HPV-Impfung gegen Papillomaviren. 55 Prozent der Mädchen seien voll dagegen geimpft. Das ist zwar mehr als der regionale Durchschnitt (41 Prozent), aber die WHO vergibt erst ab mindestens 90 Prozent Impfrate gute Noten. Nach der Meldung werfe ich gleich auf jeden Fall mal einen Blick in meinen Impfpass ... Auffrischungs-Impfungen werden ja auch gern mal etwas vergessen.

Halbe Million Kinder in Europa ganz ohne Impfschutz
07:57 Uhr

Auf Sonnenschein folgen im Süden unwetterartige Gewitter

Wir starten sonnig in den Mittwoch, aber ab dem Nachmittag wird es in einigen Teilen Deutschlands durchaus ungemütlich: Während der Norden Deutschlands heute trocken bleibt, muss der Süden mit teils kräftigen Gewittern rechnen. Ab Donnerstag gibt es dann für alle Regenschauer und Gewitter.

Auf Sonnenschein folgen im Süden unwetterartige Gewitter
07:28 Uhr

Schwerelose Teenies: 30 Jugendliche für Parabellflug gesucht

Wie ist es wohl im Weltall in der Schwerelosigkeit? Das dürfte für die meisten Menschen wohl nur eine Vorstellung bleiben. Doch für 30 Jugendliche könnte das Gefühl mal wahr werden - zumindest für 20 Sekunden. Forschungs- und Raumfahrtministerin Dorothee Bär wirbt bei einem Besuch von Airbus in Bremen im Rahmen ihrer Sommerreise für ein noch wenig bekanntes Programm, für das sich 15- bis 18-Jährige demnächst bewerben können: "Astronaut for a day" (Astronaut für einen Tag) beinhaltet einen sogenannten Parabelflug, bei dem für einen Moment Schwerelosigkeit herrscht. Nach Angaben des früheren Astronauten und heutigen Abteilungsleiters für Raumfahrt im Bundesforschungsministerium, Thomas Reiter, entspricht das Gefühl der Schwerelosigkeit auf so einem Flug dem in einer Raumstation wie der ISS.

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20 Sekunden Schwerelosigkeit - das gibt's bei Parabelflügen. (Archivbild) (Foto: picture alliance / dpa)

Zum Auswahlprogramm sagte Bär der Deutschen Presse-Agentur: "Die Voraussetzungen sind genau die gleichen, die auch die echten Astronauten durchlaufen. Das heißt, es wird ein Gesundheitstest stattfinden, ein Fitnesstest, es werden Interviews geführt, wie bei dem Astronautenkorps auch. Ja, und dann Allgemeinwissen, also alles, was dazugehört." Wer sich dafür interessiert, kann nach ihren Angaben ab Herbst ein Bewerbungsvideo im Internet hochladen. Das genaue Datum und die Details stehen noch nicht fest. Organisiert wird das Programm von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Es soll Teil des Wissenschaftsjahres 2027 zum Thema Raumfahrt sein. 

Schwerelose Teenies: 30 Jugendliche für Parabellflug gesucht
07:05 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

für Friedrich Merz gibt es heute voraussichtlich einige Fragen. Der Bundeskanzler stellt sich bei der zweiten Sommer-Pressekonferenz heute Mittag den Hauptstadtjournalistinnen und -journalisten. Thematische Vorgaben gibt es nicht, also ist von Reformpaketen über Landtagswahlen, Ukraine-Krieg und das Verhältnis zu der Trump-Regierung alles möglich. Diese Termine stehen ansonsten noch an:

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Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU steht heute Journalistinnen und Journalisten Rede und Antwort. (Foto: picture alliance / Panama Pictures)
  • Die Bundesregierung will ihre Anstrengungen zum Abbau der Bürokratie forcieren. Wie aus Regierungskreisen verlautete, summieren sich die beschlossenen Maßnahmen zur Reduzierung von Erfüllungsaufwand und Bürokratiekosten seit dem Start der Agenda mittlerweile auf 9,8 Milliarden Euro jährlich.

  • Vor dem Hintergrund anhaltender russischer Bedrohungen besucht Außenminister Johann Wadephul von heute an für zwei Tage Finnland.

  • Ein Volksbegehren der Initiative "Verkehrswende Hessen" war 2022 gescheitert. Die damalige Landesregierung wies es als verfassungswidrig zurück. Nun spricht Hessens Staatsgerichtshof sein Urteil. Mehrere Verbände hatten sich unter anderem für mehr Radwege starkgemacht, breitere Bürgersteige und zusätzlichen öffentlichen Nahverkehr gefordert. 

  • Ein Social-Media-Verbot für unter 13-Jährige wird diskutiert. Wie sich Jugendliche im Umgang mit digitalen Medien fühlen, hat der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest untersucht und stellt am Vormittag seine Ergebnisse vor.

  • Zweites Halbfinale der Fußball-WM: Für Titelverteidiger Argentinien heißt die letzte Hürde auf dem Weg ins WM-Endspiel England. Der Fußballklassiker wird heute Abend um 21 Uhr angepfiffen (ARD und Magenta TV).

Bei Fragen, Hinweisen und Kritik können Sie mich wie immer am besten per Mail erreichen: johanna.ohlau(at)ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:39 Uhr

Autofahrerin schlummert offenbar bei Tempo 100 am Steuer

Lebensretter Technik? Auf einem Highway in Kanada müssen Autofahrer zwei Mal hingucken: Bei etwa Tempo 100 schläft eine Frau offenbar tief und fest am Steuer ihres Wagens - wohl mit zwei Kindern auf den Rücksitzen. Warum das nicht längst in einem Unfall statt in einem kuriosen Social-Media-Video geendet ist, liegt wohl am Fahrassistenten des Tesla-Modells. Falls das ein PR-Stunt sein soll, so ist er gelungen. Andernfalls: Was für ein Glück im Unglück für die Frau und die Kinder!

Autofahrerin schlummert offenbar bei Tempo 100 am Steuer
06:10 Uhr

Großeinsatz in Würzburg: Polizei sucht Täter mit Schusswaffe

In Würzburg läuft seit dem Abend ein Großeinsatz der Polizei: Die Beamten suchen einen Mann mit einer scharfen Schusswaffe und warnen die Menschen davor, Anhalter mitzunehmen. Auch soll der Einsatzort großräumig gemieden werden. "Gegen 20.20 Uhr wurden uns mehrere Schüsse im Bereich der Unterdürrbacher Straße gemeldet", berichtet Denis Stegner, Sprecher der Polizei Unterfranken. Die Schüsse mit scharfer Munition seien in die Luft gegangen und auch auf Gebäudewände sowie die Tür eines Wohnhauses abgefeuert worden. Immerhin: Verletzte gebe es bislang keine. Gesucht wird nach einem Mann mit schwarzer Kapuzen-Jacke und weißer Hose mit Sonnenbrille. "Jeder, der diesen Mann sieht, soll ihn nicht ansprechen, Abstand halten und uns unmittelbar anrufen - wir kommen sofort", sagte der Polizeisprecher. Der Bereich um den Einsatzort ist weiträumig abgesperrt. Zeugenhinweise werden unter Tel. 0931/457-1732 entgegengenommen.

Großeinsatz in Würzburg: Polizei sucht Täter mit Schusswaffe