mit Friederike ZörnerPrinz Harry ist nach Gerichtsniederlage entsetzt
Der britische Prinz Harry und sechs andere Prominente sind mit ihrer Klage gegen den Verlag der britischen Boulevardzeitung "Daily Mail" gescheitert. In einem 436 Seiten langen schriftlichen Urteil erklärte der Richter, die Kläger hätten die vorgebrachten Vorwürfe der unrechtmäßigen Informationsbeschaffung nicht ausreichend beweisen können. Die Klage werde deshalb abgewiesen. Der jüngere Sohn von König Charles III. zeigte sich nach einer Gerichtsentscheidung entsetzt. In einem gemeinsamen Statement mit der Mitklägerin Baroness Doreen Lawrence schrieb Harry, dass sie vor Gericht gezogen seien, "um Gerechtigkeit und Rechenschaft zu suchen. Doch wir haben weder das eine noch das andere erhalten."
In der Stellungnahme, die unter anderem dem britischen "Independent" und der Rundfunkanstalt BBC vorliegt, wählten die beiden teils harsche Worte. Es sei eine regelrechte Vertuschung, die leider nicht gänzlich unerwartet komme: "Der Aufwand, den das Gericht jedoch betrieben hat, um die 'Mail' zu entlasten, ist ebenso schockierend wie völlig ungerechtfertigt." Wenn das Gericht erkläre, dass es keine hinreichenden Beweise für ein Fehlverhalten gebe, "obwohl die Dokumente das Gegenteil belegen, dann fragt man sich, wie der Gerechtigkeit überhaupt Genüge getan werden sollte", heißt es in dem Statement unter anderem weiter. Laut einem Bericht des britischen "Guardian" könnte dem Prinzen und den anderen Klagenden nun drohen, dass sie Prozesskosten in Höhe von bis zu 50 Millionen Pfund tragen müssen. Umgerechnet würde dies aktuell einem Betrag von etwas mehr als 58,5 Millionen Euro entsprechen.
Groß wie ein ganzer Stadtteil: So pompös ist Erdogans Prunk-Palast
Osmanische Krieger und eine Reiterstaffel begrüßen den US-Präsidenten in Ankara, dann geht es zu Gesprächen in den pompösen Präsidentenpalast. Beim zweitägigen Nato-Gipfel in der türkischen Hauptstadt wird sich Donald Trump mit Sicherheit ein wenig umschauen und Inspiration für das Weiße Haus und seinen im Bau befindlichen Ballsaal mitnehmen. Denn der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan nutzt seinen riesigen Amtssitz als Bühne für eine Machtdemonstration. Die gigantischen Ausmaße und der Pomp stehen im Kontrast zur Kritik an der Finanzierung.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
für die Nato steht heute die zweite große Bewährungsprobe seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump an. Beim Gipfeltreffen in Ankara müssen Deutschland und die anderen europäischen Alliierten Trump in einer Arbeitssitzung davon überzeugen, dass die Nato für die USA noch immer ein wertvolles Bündnis ist. Am zweiten und letzten Tag des Treffens geht es unter anderem um die Frage der Lastenteilung in der Allianz zwischen den USA und den übrigen Verbündeten. Trump hat wiederholt die Verteidigungsausgaben der europäischen Nato-Partner beklagt - diese betonten dagegen, dass sie ihre Investitionen zuletzt deutlich gesteigert haben. Und auch für Wolodymyr Selenskyj ist es ein wichtiger Tag: Er hofft auf einen Durchbruch für den Nachschub dringend benötigter Patriot-Flugabwehrraketen.
Diese Themen stehen heute ebenfalls auf der Agenda:
Die Deutsche Bahn stellt um 9.45 Uhr ihr drittes Sofortprogramm für kurzfristige Verbesserungen im Bahnverkehr vor. Konkret geht es dabei um bessere Kundenkommunikation. Fahrgäste sollen künftig besser bei Verspätungen und kurzfristigen Gleiswechseln informiert werden.
Der Bundestag berät erstmals über Vorschläge der Bundesregierung für zusätzliche Befugnisse von Polizei und Strafverfolgungsbehörden im digitalen Raum. Dabei geht es vor allem darum, Fotos und andere biometrische Daten automatisiert mit Daten aus dem Internet abzugleichen.
Das Statistische Bundesamt legt Zahlen zum Lehrkräftemangel vor - Altersstruktur, Teilzeitquote und Quer-/ Seiteneinstieg von Lehrkräften im Schuljahr 2024/25.
Seit Monaten spitzt sich der Kampf um die Commerzbank zu, nun will die Unicredit das finale Ergebnis ihres Übernahmeangebots veröffentlichen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) legt um 14 Uhr in Genf einen Bericht zur weltweiten Lage bei der Krebs-Bekämpfung vor.
Im Mordprozess gegen einen Palliativarzt will das Landgericht Berlin ab 13 Uhr sein Urteil verkünden. Die Staatsanwaltschaft hat die Höchststrafe für den 41-jährigen Deutschen gefordert.
In Wimbledon bekommt es Alexander Zverev mit seinem sogenannten Angstgegner zu tun: Im Viertelfinale des Grand-Slam-Turniers trifft der deutsche Tennisprofi auf Taylor Fritz, gegen den er die vergangenen sieben Spiele verloren hat.
Während Argentinien in einem Fußball-Drama auch dank seines Superstars Lionel Messi das WM-Aus im Achtelfinale gegen Ägypten gerade noch verhindern konnte, hat auch die Schweiz nach einem Elfmeter-Krimi Mitfavorit Kolumbien aus dem Turnier geworfen. Heute steht nun eine kurze Pause an. Es ist der erste Tag seit Beginn der XXL-WM, an dem kein Spiel angepfiffen wird, bevor am Donnerstag Frankreich und Marokko ins Viertelfinale starten.
Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Lage ist "sehr ernst": Brüchiges Hochhaus hält New Yorker in Atem
Die Gegend ist eine der betriebsamsten der Millionenmetropole: Tausende Menschen wohnen und arbeiten hier, hinzu kommen unzählige Touristen und zig Pendler, die den nahegelegenen Bahnhof Grand Central als Verkehrsknotenpunkt nutzen. Mitten im dicht besiedelten New Yorker Stadtbezirk Manhattan geht die Angst vor dem möglichen Teileinsturz eines Hochhauses um. "Zwei tragende Stützen sind eingeknickt; zudem wurden mehrere Risse und absackende Decken festgestellt", sagte Bürgermeister Zohran Mamdani auf einer Pressekonferenz. Messungen hatten ergeben, dass sich das Gebäude bewegt. Am frühen Abend sei das dann nicht mehr der Fall gewesen, erklärte die Stadtverwaltung - deshalb könnten nun temporäre Stützen zur Sicherung des Gebäudes angebracht werden.
Der 37-stöckige Gebäudekomplex an der 42. Straße im Stadtteil Midtown befindet sich derzeit im Umbau und wurde weiträumig abgesperrt, mit Feuerwehrdrohnen untersucht und mittels Geräten kontrolliert, die Verschiebungen im Zentimeterbereich aufzeichnen können, wie die Feuerwehr mitteilte. Weil es sich um einen Stahlrahmenbau handele, sei kein vollständiger, sondern allenfalls ein lokaler Einsturz zu erwarten. "Dennoch bleibt genau das unsere Sorge", sagte ein Feuerwehrbeamter. Die Lage sei "sehr ernst". Das Problem mit der Statik betrifft maßgeblich das 21. Stockwerk des Hochhauses. Auf Bildern aus dem Inneren des Gebäudes sind ein eingeknickter Stützpfeiler und verbogene Metallstreben zu sehen. Laut der "New York Times" machten Arbeiter die Aufnahmen, bevor das Gebäude evakuiert wurde. Nach einer späteren Begehung mit Bauexperten gab die Stadtverwaltung am Abend die Einschätzung ab, dass die Situation "gleichbleibend, stabil und sicher sei". Auf Nachfrage wollte ein Sprecher jedoch nicht explizit sagen, dass die Gefahr eines Teileinsturzes völlig gebannt sei.
Großflächiger Netzausfall legt Australien lahm
Ein großflächiger Ausfall im Mobilfunknetz des Telekommunikationsanbieters Telstra hat Australien am Morgen (Ortszeit) zeitweise lahmgelegt. Neben Zugverbindungen waren auch der Flugverkehr sowie Notrufe und Bezahlsysteme beeinträchtigt. Der Flughafen der Metropole Perth an der Westküste war Medienberichten zufolge besonders schwer betroffen.
Hunderte Beschäftigte der Bergbauindustrie, die mit sogenannten FIFO-Flügen (Fly-in Fly-out) zu abgelegenen Minenstandorten reisen wollten, mussten sich am frühen Morgen auf stundenlange Verzögerungen einstellen.
Dutzende Maschinen hoben mit Verspätungen von bis zu drei Stunden ab, berichtete das Portal News.com.au.
Auch der Bahnverkehr war von der Störung betroffen. Regionalzüge im Bundesstaat Victoria standen komplett still, auch Verbindungen in anderen Regionen fielen aus.
Telstra entschuldigte sich bei den Kunden und erklärte, die Ursache sei ein Fehler in einem System zur Zeitsynchronisierung des Mobilfunknetzes gewesen. Hinweise auf einen Cyberangriff gebe es nicht. Rund 90 Prozent der Dienste seien am Vormittag wiederhergestellt worden.