Fahrer soll Auto gerammt habenICE-Beamter erschießt mexikanischen Einwanderer

In den USA geht die Einwanderungsbehörde ICE mit zunehmender Härte gegen Menschen ohne gültige Papiere vor - und schreckt dabei auch vor Gewalt nicht zurück. Ein Einsatz in Houston eskaliert. Ein gebürtiger Mexikaner stirbt.
Ein Beamter der US-Migrationsbehörde ICE hat einen Einwanderer aus Mexiko erschossen. Nach bisherigem Kenntnisstand habe sich der Mann, der sich angeblich illegal in den USA aufgehalten haben soll, in seinem Fahrzeug Anweisungen der Beamten widersetzt, teilte das Heimatschutzministerium bei X mit. Der Fahrer habe zunächst ein Auto der Einsatzkräfte gerammt und dann versucht, mit seinem Auto einen Beamten zu erfassen. Dabei habe der Beamte das Feuer eröffnet.
Die Angaben zu dem Vorfall lassen sich bisher nicht unabhängig überprüfen. Wie der Sender NBC News berichtete, soll es mehrere Augenzeugen geben. Laut dem Ministerium wurde der Fahrer in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort jedoch seinen Verletzungen. Das Ministerium habe interne Ermittlungen wegen der Schussabgabe eingeleitet. Das Büro der Bundespolizei FBI in Houston ermittle zudem wegen des Angriffs auf einen Bundesbeamten.
Wie das Ministerium mitteilte, ereignete sich der Vorfall in den frühen Morgenstunden. Warum sich der Getötete Lorenzo Salgado Araujo illegal in den USA aufgehalten haben soll, erklärte die Behörde nicht. In ähnlichen Fällen zuvor hatten Videoaufnahmen der Einsätze erhebliche Zweifel an den Darstellungen der Behörde aufgeworfen.
Im Januar hatten Bundesbeamte die US-Bürger Renée Good und Alex Pretti erschossen. Das Vorgehen der Beamten hatte für einen landesweiten Aufschrei gesorgt. Die Abkürzung ICE steht für United States Immigration and Customs Enforcement und bezeichnet die Einwanderungs- und Zollbehörde der Vereinigten Staaten.