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Der TagDeshalb hat Champagner bald mehr "Wumms"

09.09.2026, 15:38 Uhr

Die Hitze macht auch vor den Weintrauben nicht Halt: Aufgrund der extremen Klimabedingungen hatten die Früchte bereits bei der Ernte in der französischen Champagne einen hohen Alkoholgehalt - zu hoch. Ausnahmsweise dürfen die Winzerinnen und Winzer nun Champagner mit etwas mehr "Wumms" produzieren. Der Jahrgang wird dann bis zu 15 Prozent Alkoholgehalt haben, teilt der Branchenverband mit. Üblich sind sonst maximal zwölf Prozent Alkohol. Wegen der Hitzewelle wurde auch bereits seit Anfang August geerntet. Die Weinlese war wohl quantitativ nicht der Bringer mit rund 7000 Kilogramm Trauben, aber qualitativ: Die durch die Hitzewelle früh gereiften Trauben seien von besonderer Qualität, erklärt der Branchenverband weiter. Sie erinnerten an mehrere historische Jahrgänge. Nichtsdestotrotz waren die Bedingungen nicht die besten: intensiver Frost im Frühjahr, eine sehr frühe Blüte und fünf teils extreme Hitzewellen im Sommer. Wegen des Klimawandels könnte diese jetzt noch außergewöhnliche Weinlese mittelfristig zur neuen Norm werden, sagte der Ko-Vorsitzende des Comité Champagne, Maxime Toubart. Es sei nötig, sich darauf vorzubereiten und über die "Champagne von morgen" nachzudenken.

Quelle: ntv.de