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Der TagDiversität: Erste deutsche Bank bietet "True Name" auf Kreditkarten an

27.06.2022, 11:20 Uhr

Wer sich keinem Geschlecht zugehörig fühlt oder zum Beispiel auf dem Ausweis zwar als Mann geführt wird, aber als Frau lebt, hat bei offiziellen Vorgängen schnell mal ein Problem: Der Name auf dem Ausweis oder der Karte stimmt nicht mit ihrer Identität überein. Der eigentlich abgelegte Name, der sogenannte Deadname, ist für trans oder non-binäre Menschen oft eine große psychische Belastung. Die GLS Bank ermöglicht nach eigenen Angaben als erste deutsche Bank, dass Kundinnen und Kunden ihren bevorzugten Namen auf Debit- oder Kreditkarten drucken lassen können. Laut einer Mitteilung spielt eine behördliche Namensänderung dabei keine Rolle. Wer bei der GLS Bank ist, kann die Änderung mithilfe des Ergänzungsausweises der Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (DGTI) beantragen.

Für Girokarten hat sich das Verfahren laut Mitteilung bei der sozial-ökologischen Bank bereits bewährt. "Das neue Feature ist ein Zeichen für mehr Diversität, für ein gesteigertes Bewusstsein unterschiedlicher Bedürfnisse unserer bunten Gesellschaft und eine Aufforderung, diese Bedürfnisse in Institutionen und Behörden anzuerkennen", sagt Aysel Osmanoglu, Vorständin der GLS Bank. Mastercard hatte das "True Name"-Feature im Jahr 2019 in den USA eingeführt.

Quelle: ntv.de