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Der TagEin Jahr Messerverbot im Hamburger ÖPNV

09.12.2025, 07:09 Uhr

Seit einem Jahr gilt im gesamten Hamburger Nahverkehr ein Messerverbot. Nach der Verordnung des Senats vom 10. Dezember 2024 sind in allen Bussen, Bahnen und Bahnhöfen Messer, Hieb-, Stoß- und Stichwaffen verboten. Seitdem habe es 85 große Kontrolleinsätze unter Beteiligung der Polizei Hamburg gegeben, teilt der Sprecher der Innenbehörde, Daniel Schaefer, mit. Dabei seien rund 30.000 Personen überprüft worden. Die Kontrolleure stellten 381 Gegenstände sicher, darunter 288 Messer.

Die Senatsverordnung beruht auf dem Sicherheitspaket der damaligen Ampelregierung, das infolge schwerer Straftaten wie der von Brokstedt verabschiedet wurde. In Brokstedt bei Neumünster hatte im Januar 2023 ein staatenloser Palästinenser zwei Menschen in einem Regionalzug erstochen und vier weitere schwer verletzt. Trotz des Waffenverbots war es am vergangenen 23. Mai zu einer weiteren schweren Messertat im Hamburger Hauptbahnhof gekommen. Eine damals 39 Jahre alte Frau stach nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf einem Bahnsteig voller Menschen wahllos auf Reisende ein, die dort auf ihren Zug warteten. Während sechs Personen den Stichen ausweichen konnten, erlitten 15 Menschen zum Teil erhebliche Schnitt- oder Stichverletzungen.

Quelle: ntv.de