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Der Tag FDP und Grüne erteilen Ausweitung der Mütterrente eine Absage

Ähnlich wie 2013 geht die CSU mit einer vermeintlich nicht verhandelbaren Forderung in den Wahlkampf. Damals war es die Maut, dieses mal ist es die Ausweitung der Mütterrente, die im Falle einer Koalitionsbildung, aus Sicht der CSU nicht zur Disposition stünde. CSU-Chef Markus Söder brachte es auf die Formel: "Egal mit wem wir regieren, aber das ist Bedingung". Nun haben zwei mögliche Koalitionspartner dem aber bereits eine Absage erteilt.

Weder die FDP noch die Grünen - mit der Union würden sie eine sogenannte Jamaika-Koalition bilden- wollen eine Ausweiterung der Mütterrente als Bedingung akzeptieren. Der Liberale Johannes Vogel stellt dazu fest, dass Söder aus der unsoliden Rentenpolitik der großen Koalition offenbar nichts gelernt habe und weiter Rentenausgaben nach dem Gießkannenprinzip verspreche. Er ergänzt: "Schlimm genug, dass die Union im Wahlprogramm zur künftigen Rentenfinanzierung nichts sagt, jetzt will die CSU weiter in die falsche Richtung". Der Grünen-Rentenexperte Markus Kurth quittiert die Forderung der Christsozialen mit den Worten "Das passt alles vorne und hinten nicht zusammen." Man dürfe die Rentenkasse nicht "weiter plündern".

Die Mütterrente für Frauen, die vor 1992 Kinder geboren haben, kostet aktuell bereits zehn Milliarden Euro jährlich, würde die Forderung der CSU umgesetzt, kämen weitere rund 3,5 Milliarden Euro hinzu.

Quelle: ntv.de

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