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Der TagFrau erlegt Fuchs, kassiert Shitstorm, dann Schmerzensgeld

27.09.2020, 07:58 Uhr

Die Jagd erhitzt die Gemüter - ist es einfach nur ein blutiger Sport? Oder ist es Hege und Pflege der Natur? Ohne Jäger wäre es jedenfalls schwierig, den Bestand mancher Wildtiere wie zum Beispiel Wildschweine in Grenzen zu halten. Da könnte man nun lange diskutieren, beide Seiten haben ihre Argumente. So differenziert lief es allerdings für eine junge Jägerin nicht ab, als sie ein Foto von sich mit einem erlegten Fuchs postete.

Das Posieren mit der Trophäe provozierte offenbar viele Nutzer auf Facebook, denen das Tier leidtat. Aber deswegen übelste Beschimpfungen, Gewalt- und Morddrohungen gegen die Dame ausstoßen? Das geht dann doch zu weit, wie nun der Deutsche Jagd-Verband mitteilt. In 50 Fällen habe es juristische Konsequenzen gegeben, insgesamt wurden rund 10.000 Euro Schmerzensgeld gezahlt. In zwei Tagen hatten Leute etwa 2000 Hass-Kommentare abgegeben. Auch die Fuchsjagd diene dem Artenschutz, etwa von Rebhühnern, argumentieren Jäger.

Was die Beleidigungen kosteten? Für die Beleidigung der Frau mit einer abfälligen Bezeichnung für das weibliche Geschlechtsorgan waren 3800 Euro für Gericht, Anwalt und Schmerzensgeld fällig. "Miststück" und "Abschaum" kosteten 3300 Euro. Attacken wie "Schlampe", "besuchen, fesseln, knebeln" und "Ladung Schrot ins Hinterteil" führten zu Folgekosten von 2000 Euro.

Quelle: ntv.de