Freitag, 07. Juli 2017Der Tag bei n-tv

Heute mit Sebastian Huld und Christian Herrmann
22:30 Uhr

Das war Freitag, der 7. Juli 2017

Liebe Leser, der heutige Tag stand ganz im Zeichen des G20-Gipfels. Dementsprechend finden Sie an dieser Stelle noch einmal die wichtigsten Meldungen von und aus Hamburg:

Und was ist sonst noch passiert?

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend. Wenn Sie wissen möchten, was den Tag über in der Welt des Sports oder an den Börsen passiert ist, finden Sie alle Infos im Sport-Tag und im Börsen-Tag meiner Kollegen.

Kommen Sie gut durchs Wochenende!

22:08 Uhr

Israel wettert über palästinensisches Weltkulturerbe

Wenn die Unesco eine Stadt, eine Gemeinde oder eine Region zum Weltkulturerbe erklärt, ist das gemeinhin ein Grund zur Freude. Entsprechend jubelten auch die Palästinenser, als sie erfuhren, dass die Altstadt von Hebron im Westjordanland ab sofort als "gefährdete" sowie "geschützte Zone" gilt. In Israel dagegen sorgte die Entscheidung des Welterbe-Komitees für Entrüstung.

  • Das israelische Außenministerium sprach von einem "moralischen Schandfleck".
  • Regierungschef Benjamin Netanjahu bezeichnete die Entscheid als "wahnsinnig".
  • Er kündigte, dass Israel seine Zahlungen an die Vereinten Nationen um eine Million Dollar reduzieren werde.

In Hebron leben mehr als 200.000 Palästinenser und einige hundert jüdische Siedler. Dort befindet sich auch das Grabmal der Patriarchen, in dem nach biblischer Überlieferung unter anderem Abraham und Isaak begraben sind.

21:43 Uhr

Geld von Gülen-Anhängern kommt in Staatsfonds

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Fethullah Gülen lebt im Exil in den USA. Er weist den Vorwurf zurück, für den Putschversuch verantwortlich zu sein.

(Foto: AP)

Im Sommer 2016 stellt die Türkei nach dem Putschversuch etliche Unternehmen und Institute per Notstandsdekret unter Zwangsverwaltung. Ihnen wird vorgeworfen, Verbindungen zum Prediger Fethullah Gülen zu haben. Er wird von der Regierung für den Putschversuch verantwortlich gemacht.

Nun wird das eingezogene Vermögen einem Staatsfonds zugeführt. Es gehe um 965 Firmen und 107 Personen, teilte der stellvertretende Ministerpräsident Nurettin Canikli mit. Das Vermögen belaufe sich auf 41 Milliarden Türkische Lira, also rund 10 Milliarden Euro.

21:06 Uhr

Norwegen arbeitet am klimaneutralen Wunder-Diesel

Angesichts des Abgas-Skandals und Fahrverboten könnte man meinen, um die Zukunft des Diesels sei es nicht besonders gut bestellt. Doch diese Annahme ist offenbar falsch. Denn einem Bericht des "Manager Magazins" zufolge baut die norwegische Firma Nordic Blue Crude aktuell zehn Fabriken, in denen künftig eine Art sauberer Wunder-Diesel hergestellt werden soll.

Ein bisschen müssen sich die Fans des Wunder-Diesels aber noch gedulden. Die erste Fabrik nimmt ihre Arbeit frühestens 2020 auf.

20:37 Uhr

Berliner Pandabären erhalten Kletterverbot

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Ihrem Auftrag als Publikumsmagnet werden die Pandabären gerecht. Schon am ersten Tag zählte der Zoo deutlich mehr Besucher als sonst.

(Foto: imago/Xinhua)

Knapp zehn Millionen Euro hat das neue Panda-Gehege im Berliner Zoo gekostet, Kletterparcours inklusive. Doch bei ihrem ersten Besuch im Außenbereich hatte Weibchen Meng Meng darauf so gar keine Lust, sondern kletterte lieber einen hohen Baum hoch. Dass der mit Stromdraht umwickelt war? Interessierte "Träumchen" nicht. Damit sie und ihr männliches Pendant "Schätzchen" sich beim Klettern nicht verletzten, erhalten die Bäume im Außengehege nun Kletterbremsen. Aber zum Toben gibt's ja noch den Kletterparcours.

20:09 Uhr

Petya verursacht Versorgungsengpässe in Supermärkten

Der jüngste Cyberangriff mit dem Trojaner Petya hat deutschlandweit nur wenige Unternehmen getroffen, doch die Schäden sind anscheinend immens. "In einigen Unternehmen (…) stehen seit über eine Woche die Produktion oder andere kritische Geschäftsprozesse still", erklärte das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik. "Hier entstehen Schäden in Millionenhöhe."

Die Folgen sind inzwischen auch in Supermärkten zu spüren. Der "Tagesspiegel" berichtet, dass in mehreren Berliner Filialen von Edeka und Lidl einige Frischkäsesorten von Philadelphia fehlen. Auch bei Lieferdiensten wie Amazon Fresh und Bringmeister sei er ausverkauft. Philadelphia wird vom Lebensmittelriesen Mondelez hergestellt, der ebenfalls von Petya betroffen war.

19:44 Uhr

Eltern von Baby Charlie schöpfen neue Hoffnung

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Baby Charlie und seine Eltern.

(Foto: AP)

Das britische Baby Charlie Gard ist todkrank. Gerichte in allen Instanzen haben bereits entschieden, dass die lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt werden sollten. Doch die Eltern wollen nicht aufgeben und erhalten jetzt Unterstützung von ihrem Krankenhaus in London.

  • Das Great-Ormond-Street-Hospital bat ein Gericht, erneut zu prüfen, ob Charlie für eine experimentelle Therapie ins Ausland gebracht werden könne.
  • Grund dafür seien neue Expertenmeinungen, die das Krankenhaus in jüngster Zeit erhalten habe.
  • "Wir glauben genau wie Charlies Eltern, dass es richtig ist, diese Aussagen auszuwerten."

Charlie ist erst zehn Monate alt, leidet aber an einer seltenen genetischen Erkrankung. Seine Eltern wollen ihn für eine experimentelle Therapie in die USA bringen. Unterstützung erhalten sie unter anderen von Papst Franziskus.

19:15 Uhr

Hollywoodstar blamiert sich bei Tschechien-Besuch

*Datenschutz

Eigentlich wollte Jeremy Renner nur das Karlsbader Filmfestival in Tschechien besuchen und den Preis des Festivalpräsidenten einheimsen. Stattdessen hat er bei seiner Ankunft unfreiwillig auf Twitter für jede Menge Lacher gesorgt. "Film fest arrival #chechrepublic", schrieb Renner dort auf Englisch. Clevere Fans bemerkten natürlich schnell, dass Tschechien im Englischen nicht "Chech Republic", sondern "Czech Republic" geschrieben wird.

Die Ausrede von Renner? "Meine Finger gehorchen mir nicht, außerdem hatte ich meine Brille nicht auf", erklärte er vor Journalisten.

Mit dem Fauxpas ist Renner übrigens nicht allein. Im Englischen verwechseln viele Tschechien mit der russischen Teilrepublik Tschetschenien, die "Chechnya" geschrieben wird.

18:50 Uhr

Samsung meldet trotz Akku-Debakel Rekordgewinn

Ich habe ja angenommen, explodierende Akkus sollten einem Elektronikhersteller jede Menge Geld kosten. Falsch gedacht, wie Samsung beweist. Der südkoreanische Elektronikriese hat zwischen April und Juni nämlich einen Rekordgewinn eingefahren.

  • Samsung
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    Der Gewinn liegt bei etwa 10,6 Milliarden Euro.
  • Das ist ein Plus von 72 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
  • Das Ergebnis übertrifft Analysten zufolge sogar das von Apple.
  • Samsung nennt gestiegene Smartphone- und Chipverkäufe als Grund für den Rekord.

Samsung ist der größte Smartphone-Hersteller der Welt. Explodierende Akkus des Galaxy Note 7 kosteten das Unternehmen im Herbst 2016 mehrere Milliarden.

Noch mehr Meldungen aus der Finanzwelt finden Sie im Börsen-Tag von n-tv.de.

18:25 Uhr

"Oma Minni" tritt mit 102 Jahren in die SPD ein

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"Oma Minni" mit ihrem Parteibuch.

(Foto: picture alliance / Stefan Scholl)

Na, was möchten Sie so machen, wenn Sie 102 Jahre alt sind? "Oma Minni" aus Wetzlar - mit vollem Namen Wilhelmine Müller - findet, das ist das richtige Alter, um politisch aktiv zu werden. Sie ist am vergangenen Mittwoch der hessischen SPD beigetreten und damit das älteste Neumitglied in der Geschichte der Partei.

Trotz der späten Mitgliedschaft währt ihre Liebe zur SPD schon länger. "Oma Minni" hat nach eigenen Angaben nie eine andere Partei gewählt.

Und übrigens ist nicht nur ihr Alter beachtlich, sondern auch der Familienstammbaum. Müller hat drei Töchter, acht Enkel, zehn Urenkel sowie sechs Ururenkel.

18:01 Uhr

Oberbayern ist Deutschlands beliebtestes Urlaubsziel

Wo in Deutschland machen Sie denn am liebsten Urlaub? Geht es nach den Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat, ist Oberbayern das beliebteste Urlaubsziel. 34,4 Millionen Übernachtungen wurden dort im Jahr 2015 gezählt. Auf den Plätzen folgen …

  • … Berlin mit 30,1 Millionen Übernachtungen,
  • … Mecklenburg Vorpommern mit 29,5 Millionen Übernachtungen und
  • … Schleswig-Holstein mit 27,1 Millionen Übernachtungen.

Gegen die europäische Konkurrenz haben sie allerdings keine Chance. Den Spitzenplatz belegen die kanarischen Inseln mit 94 Millionen Übernachtungen. Dann folgen Paris (76,8 Millionen) und Katalonien (75,5 Millionen).

17:39 Uhr

Zahl der Asylsuchenden halbiert sich

In Deutschland haben im ersten Halbjahr nur noch 90.389 Menschen Zuflucht gesucht. Das waren halb so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte das Bundesinnenministerium mit. Die meisten Asylsuchenden kamen aus …

  • … Syrien (22.320),
  • … dem Irak (9283),
  • … Afghanistan (6316),
  • … Eritrea (5671) und
  • … aus dem Iran (3987).

Entschieden hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im ersten Halbjahr über gut 408.000 Asylanträge. Unerledigt sind noch 146.500 Anträge.  

17:12 Uhr

Gericht befindet AfD-Bundestagswahl-Liste für ungültig

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Die Entscheidung des Gerichts hat personelle Konsequenzen für die AfD: Michel Dörr verliert dadurch seinen Spitzenplatz auf der Landesliste an Christian Wirth.

(Foto: imago/Becker&Bredel)

Bei der Bundestagswahl im September möchte die AfD erstmals in den deutschen Bundestag einziehen. Im Saarland kämpft die Partei aber noch damit, eine ordnungsgemäße Landesliste ihrer Kandidaten aufzustellen. Das hat das Oberlandesgericht Saarbrücken heute deutlich gemacht, auch wenn das Urteil erst am Mittwoch fällt.

  • Das Landgericht Saarbrücken hatte bereits Anfang Juni festgestellt, dass die Delegierten des AfD-Landesparteitages nicht berechtigt waren, die Landesliste aufzustellen.
  • Dafür hätten ausdrücklich Delegierte zur Bildung einer Wahlversammlung gewählt werden müssen, hieß es im Urteil.
  • Der saarländische Landesverband hatte gegen die Entscheidung Berufung eingelegt.
16:41 Uhr

IWF hebt Wachstumsprognose für Deutschland an

Schon Ende April hatte der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognose für Deutschland auf 1,6 Prozent angehoben. Nur drei Monate später gibt es eine erneute Korrektur nach oben: Jetzt erwartet der IWF, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 1,8 Prozent wächst.

  • "Deutschland wird voraussichtlich von der anhaltenden Erholung des Welthandels profitieren", begründet der IWF seine neue Prognose. "Insgesamt geht es der deutschen Wirtschaft sehr gut."
  • Kritisch sehen die Experten - wenig überraschend - nur den anhaltend hohen Überschuss in der Leistungsbilanz. Als Gegenmaßnahme empfiehlt der IWF ein späteres Renteneintrittsalter.

Das Renteneintrittsalter wird bereits stufenweise bis auf 67 Jahre erhöht. Die Bundesbank hat vorgeschlagen, es bis 2060 nach und nach auf 69 Jahre hochzusetzen.

Bruttoinlandsprodukt

Das Bruttoninlandsprodukt umfasst den Wert von allem, was innerhalb eines Jahres in einer Volkswirtschaft gekauft oder verkauft wird. Es enthält auch die Leistungen der Ausländer, die innerhalb des Landes arbeiten, während die Leistungen der Deutschen, die im Ausland arbeiten, nicht berücksichtigt werden.

16:13 Uhr

Badeverbot wegen Boa an Ravensburger See

Badeverbote gibt es ja aus den unterschiedlichsten Gründen: dreckiges Wasser, eine starke Strömung oder zu viele Boote. In Ravensburg ist der Grund ein ganz anderer, dort treibt möglicherweise eine Schlange ihr Unwesen in einem See.

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    Falls sich im Weiher tatsächlich eine Schlange befindet, muss niemand Angst vor ihr haben: "Die greift nicht an - maximal Meerschweinchen", sagt Schlangenfreundin Karantanis.

    (Foto: picture alliance / Felix Kästle/)

    "Ich bin mir ganz sicher", sagte Schlangenfreundin Elke Karantanis, die das Tier am Mittwoch genau gesehen und auch fast erwischt haben will.
  • Sie geht davon aus, dass es sich um eine knapp 2,50 Meter lange Boa Constrictor handelt.
  • Das Landratsamt hatte daraufhin Warnungen am Seeufer angebracht.

Die Schlangenfreundin vermutet, dass die Schlange ausgesetzt wurde. "Das passiert leider immer öfter."

15:45 Uhr

Bundeswehrsoldat soll Munition gehortet haben

So sehr sich die Bundeswehr auch bemüht, die Negativschlagzeilen nehmen kein Ende. In Hannover ermittelt die Polizei derzeit gegen einen 29-jährigen Soldaten, der Munition aus der Emmich-Cambrai-Kaserne abgezweigt haben soll. Demnach haben Vorgesetzte im Spind des Soldaten …

  • … 2321 Patronen Gefechtsmunition für Handwaffen, …
  • … 630 Patronen Übungsmunition und …
  • … 5 Übungsgranaten entdeckt.

Aufgeflogen ist der Soldat aber nicht etwa, weil der Bundeswehr die fehlende Munition aufgefallen war. Stattdessen hatte er einer Kameradin angeboten, mit der gestohlenen Munition schießen zu gehen. Sie meldete ihn schließlich ihren Vorgesetzen.

15:22 Uhr

Bundesrat billigt Überwachung mit Staatstrojanern

Die Opposition befürchtet schwere Eingriffe in die Bürgerrechte, doch die Überwachung mit Staatstrojanern kommt: Der Bundesrat hat entsprechende Änderungen der Strafprozessordnung gebilligt. Der Bundestag hatte das Gesetz bereits vor zwei Wochen beschlossen.

  • Künftig dürfen Polizei und Staatsanwaltschaft bei besonders schweren Straftaten unter anderem Messenger-Dienste wie Whatsapp überwachen.
  • Dafür müssen die Behörden eine Software auf Handys, Computern, Laptops und Tablets aufspielen.
  • Für den Einsatz dieser Staatstrojaner sollen strenge Voraussetzungen gelten.
14:56 Uhr

Putin-Gegner Nawalny aus dem Gefängnis entlassen

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Bestens gelaunt verlässt Alexej Nawalny das Gefängnis.

(Foto: AP)

Alexej Nawalny will 2018 Wladimir Putin als russisches Staatsoberhaupt ablösen. Auch wenn die russische Wahlkommission der Meinung ist, er dürfe nicht kandidieren, hat der 41-Jährige die erste Voraussetzung für seine Kandidatur schon einmal erfüllt: Er ist seit dem Vormittag wieder frei. Nawalny musste eine 25-tägige Arreststrafe absitzen, weil er zu nicht erlaubten Demonstrationen aufgerufen hatte.

Und wie verbringt man den ersten Tag in Freiheit nach fast vier Wochen im Gefängnis? Für Nawalny gab es Essen von seiner Frau, dann traf er sich direkt mit seinen Mitarbeitern in seinem Büro.

14:34 Uhr

Mann gesteht Millionenraub in Berliner Goldgeschäft

Rund 30 Kilogramm Gold im Wert von 1,1 Millionen Euro erbeuten vermutlich drei Räuber im vergangenen Oktober in einem Berliner Goldgeschäft. Vor dem Berliner Landgericht hat einer von ihnen heute zum Prozessauftakt gestanden, an dem Überfall beteiligt gewesen zu sein.

  • Er sei maskiert als alter Mann mit einem Komplizen in das Geschäft eingedrungen, sagte der 31-Jährige.
  • Sie hätten einen Angestellten überwältigt und einen Koffer mit Gold gefüllt.
  • Den Koffer hätten sie einem dritten Komplizen übergeben, der ihn versteckt habe.
  • Wo der Koffer mit dem Geld steckt, weiß der Angeklagte natürlich nicht.

Im ersten Prozess um den Raub war im Mai bereits der Fluchtfahrer zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Aber auch er hat keine Ahnung, wo das Gold versteckt ist.  

14:21 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leser, mein Kollege Sebastian Huld verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme seinen Posten. Fragen, Anregungen und Kritik schicken Sie bitte an christian.herrmann [at] nachrichtenmanufaktur.de.

Kommen Sie gut durch den Nachmittag!

14:09 Uhr

Niederlande trauern um sechsjährigen Tijn

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"Die Niederlande können stolz sein auf einen Jungen wie ihn", schrieb Ministerpräsident Rutte.

(Foto: picture alliance / Sander Koning)

Die Niederlande trauern um den sechsjährigen Tijn, der mit lackierten Fingernägeln eine Spendenaktion für kranke Kinder ins Leben gerufen hatte. Der Junge starb in der Nacht an einem unheilbaren Hirntumor. Tausende Niederländer bekundeten online ihr Beileid. Auch Ministerpräsident Mark Rutte nahm auf Twitter Abschied vom "lieben tapferen Tijn".

Tijn hatte im Dezember mit einem letzten Wunsch bei einer Weihnachtsaktion von Radio-DJs mitgemacht: Unter dem Motto "Ganz Holland lackt" brachte Tijn die Niederländer dazu, Fingernägel zu lackieren und damit mehr als 2,5 Millionen Euro für kranke Kinder in Afrika zu sammeln. Tijns Ziel waren 100 Euro gewesen.

13:40 Uhr

Im Wattenmeer gehen die Kegelrobben steil

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Sind jetzt wieder viele: Kegelrobben in der Nordsee.

(Foto: picture alliance)

Die früher fast ausgerotteten Kegelrobben fühlen sich im Weltnaturerbe Wattenmeer immer wohler. Bei neuen Zählungen wurden 5445 erwachsene Tiere in deutschen, niederländischen und dänischen Gewässern gesichtet. Das sind zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr, wie das Gemeinsame Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven mitteilte.

Die länderübergreifende Stelle koordiniert die Zählflüge in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden. Als Beleg für das stabile Wachstum der Bestände sehen die Experten die Rekordzahl von 1279 Jungtieren.

13:22 Uhr

Zoll warnt vor Hitlertassen als Reise-Souvenir

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Behältnis für braune Brühe

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Zoll warnt vor Urlaubs-Souvenirs der geschmacklosen Art: Kaffeetassen mit Hitler-Konterfei, Hakenkreuz oder SS-Rune seien derzeit als Souvenirs etwa in Bulgarien frei verkäuflich im Angebot - ihre Einfuhr nach Deutschland sei aber streng verboten, sagte ein Zollsprecher. "Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat."

Das habe ein 39-Jähriger zu spüren bekommen, bei dem 13 dieser Tassen am Düsseldorfer Flughafen im Gepäck entdeckt wurden. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen der Einfuhr von verfassungsfeindlichen Symbolen eingeleitet. Bei dem Mann handele es sich wohl nicht um einen Rechtsextremisten, er habe die Becher bloß "witzig" gefunden. Angesichts der zu erwartenden Strafe sei er allerdings recht wortkarg geworden. Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Haft für das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole vor.

13:01 Uhr

Banken bauen in Deutschland weiter Personal ab

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Am Schalter hebt kaum noch jemand Geld ab.

(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Der Personalabbau im deutschen Bankgewerbe hat sich im vergangenen Jahr verschärft. 609.100 Beschäftigte wurden in den rund 2000 Kreditinstituten über alle Bankengruppen hinweg zum Jahresende gezählt, wie der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes mitteilte. Mit einem Minus von 2,9 Prozent binnen Jahresfrist war der Rückgang größer als im Vorjahr (minus 2,1 Prozent).

Zum Vergleich: 1996 beschäftigte das Kreditgewerbe in Deutschland noch 769.800 Mitarbeiter, 2006 waren es noch 681.300. Den Instituten machen teure Regulierung und das Zinstief zu schaffen. Viele Banken dünnen ihr Filialnetz aus und bauen Tausende Stellen ab. Allerdings stellen etliche Häuser zugleich Experten ein: für Regulierung und den Aufbau neuer digitaler Geschäftsmodelle.

12:38 Uhr

Kitas sollen künftig Impfmuffel melden

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Viele Eltern sehen das Impfen von Kindern kritisch.

(Foto: picture alliance / Karl-Josef Hi)

Kitas müssen Eltern künftig beim Gesundheitsamt melden, wenn diese keine Impfberatung beim Haus- oder Kinderarzt nachweisen können. Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat eine entsprechende Gesetzesverschärfung beschlossen. Der Nachweis einer Impfberatung für die Kinder ist schon seit zwei Jahren Pflicht, doch bislang war es den Kitas freigestellt, ob sie säumige Eltern bei den Behörden melden.

Hartnäckige "Impfmuffel", die sich einer Beratung dauerhaft verweigern, müssen bereits heute mit einer Geldbuße von 2500 Euro rechnen. Eine Impfpflicht, wie sie gerade in Italien eingeführt wurde, lehnt die Bundesregierung allerdings ab.

12:16 Uhr

Bundesländer fordern von Herstellern sauberen Diesel

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Dieselmotoren tragen erheblich zur Luftverschmutzung in den Städten bei.

(Foto: dpa)

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Standorten der Automobilproduktion haben zügige Maßnahmen zur Verbesserung der Abgaswerte von Diesel-Pkw gefordert. Es müsse kurzfristig auf die Luftreinhalte-Problematik beim Diesel reagiert werden, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil in Berlin nach einem "Autogipfel" mit seinen Kollegen aus Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

In einem gemeinsamen Positionspapier heißt es zu den Zielen: "rasche Verbesserung der Flottenwerte bei Diesel-Fahrzeugen durch kostenfreie Nachrüstungen für Kunden von Diesel-Pkw durch Kostenübernahme durch die Automobilindustrie und durch Anreize für den Kauf von Euro-6d-Temp- und EURO-6d-Diesel-Pkw." Zudem fordern die Ministerpräsidenten den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektro-Automobile.

12:01 Uhr

Dutzende Menschen bei Gefechten in Ägypten getötet

Bei einer Serie von Angriffen und nachfolgenden Gefechten zwischen Extremisten und Soldaten sind auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel zahlreiche Menschen getötet worden. Wie das ägyptische Militär mitteilte, wurden bei den Gefechten im Norden der Halbinsel 26 Soldaten verletzt oder getötet. Auch 40 Angreifer seien getötet worden.

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Sommer 2013 haben Dschihadisten in Ägypten Hunderte Polizisten und Soldaten getötet. Die meisten Angriffe gab es auf der Sinai-Halbinsel, die an Israel und den palästinensischen Gazastreifen grenzt. Sie wurden meist vom ägyptischen Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verübt.

11:45 Uhr

Bundesrat nickt Ehe für alle ab

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Liebt doch wen ihr wollt, sagt der Bundesrat.

(Foto: dpa)

Schwule und Lesben dürfen künftig in Deutschland heiraten. Das Gesetz zur Öffnung der Ehe für Homosexuelle nahm die letzte Hürde im parlamentarischen Verfahren. Der Bundesrat ließ das Vorhaben in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause passieren. Der Bundestag hatte vor einer Woche Ja gesagt zur rechtlichen Gleichstellung schwuler und lesbischer Paare gegenüber Heterosexuellen bei der Ehe. Dafür haben Schwule und Lesben jahrzehntelang gekämpft.

Die Debatte hatte erst vor einigen Tagen rasant an Tempo gewonnen, nachdem Kanzlerin Angela Merkel überraschend vom klaren Nein der CDU in dieser Frage abgerückt war. Die übrigen Fraktionen im Bundestag hatten daraufhin Druck gemacht, um eine schnelle Entscheidung in dieser Frage zu erreichen.

11:30 Uhr

Shell soll für Explosion mit 216 Toten zahlen

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Der verunfallte Tanker war vermutlich explodiert, als jemand eine Zigarette anzündete.

(Foto: imago/Pacific Press Agency)

Die pakistanische Regierung will den Ölkonzern Shell für die katastrophalen Folgen der Explosion eines Tanklastwagens vor zwei Wochen zahlen lassen.  Bei dem Unglück waren nach neuen Angaben nahe der Stadt Bahawalpur 216 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Verletzte seien in der Nacht gestorben, sagte Atif Jamal, ein Arzt am größten Krankenhaus in der ostpakistanischen Region.

Laut einem Bericht der Behörde für die Öl- und Gasregulierung (Ogra) muss Shell Pakistan als Auftraggeber des Kraftstofftransports den Angehörigen pro Todesopfer eine Million pakistanische Rupien (etwa 8000 Euro) und jedem Verletzten eine halbe Million Rupien (etwa 4000 Euro) zahlen. Außerdem müsse Shell der Regierung rund 80.000 Euro zahlen. Die Strafe liegt damit bei mindestens rund zwei Millionen Euro.

11:05 Uhr

Berlin will Anklageschrift gegen Yücel sehen

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Protest für Yücel

(Foto: picture alliance / Daniel Bockwo)

Im Fall des in der Türkei inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel hat die Bundesregierung die Vorlage einer Anklageschrift gefordert. "Das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit verlangt eine Anklageschrift, die die erhobenen Vorwürfe konkret benennt", sagte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth, der Tageszeitung "Die Welt".

Yücel müsse aus der Untersuchungshaft freigelassen werden und ein rechtstaatliches Verfahren bekommen. Dem deutsch-türkischen Journalisten werden wegen seiner Artikel zum Kurdenkonflikt und dem gescheiterten Militärputsch im vergangenen Juli "Terrorpropaganda" und "Volksverhetzung" vorgeworfen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan beschuldigte den "Welt"-Korrespondenten zudem, ein deutscher Spion zu sein.

10:44 Uhr

Wohnhaus bei Neapel stürzt zusammen

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Ein ganzes Haus ist verschwunden.

(Foto: AP)

Bilder der Verwüstung wie nach einem Erdbeben: In der Nähe von Neapel ist ein Mehrfamilienhaus eingestürzt und hat möglicherweise acht Bewohner verschüttet. Zwei Familien könnten betroffen sein, twitterte die Feuerwehr. Einsatzkräfte suchten mit Hilfe von Spezialhunden nach den Vermissten.

Der Bürgermeister der Gemeinde Torre Annunziata, Vincenzo Ascione, sagte dem Sender RaiNews 24, dass zwei Kinder im Alter von zehn und zwölf Jahren unter den Vermissten seien. Das Haus war am frühen Freitagmorgen gegen 6.30 Uhr aus noch unbekannter Ursache eingestürzt. Anwohner berichteten, dass lediglich das Geräusch des Zusammenstürzens zu hören war, aber kein Knall oder eine Explosion.

10:23 Uhr

Österreich will künftig auf Eurofighter verzichten

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Das österreichische Bundesheer verfügt über 15 Eurofighter.

(Foto: picture alliance / Harald Schnei)

Aus für den Eurofighter in Österreich: Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil ebnete den Weg für den Umstieg auf eine neue Flotte von Kampflugzeugen. "Das neue Konzept zur aktiven Luftraumüberwachung ist im Vergleich zur Fortführung des Status Quo kostengünstiger und militärisch effektiver", erklärte Doskozil. Je nach gewählter Alternative seien bis 2049 Einsparungen von zumindest rund 100 Millionen Euro bis zu zwei Milliarden Euro zu erwarten.

Der Weiterbetrieb der 15 Eurofighter würde nach Angaben des Verteidigungsministeriums in den nächsten 30 Jahren bis zu fünf Milliarden Euro kosten. Ab 2020 will Österreich den Eurofighter nun schrittweise ausmustern und auf die neue Flotte umsteigen. Neben den hohen Kosten beklagt Österreich auch Mängel bei der Ausrüstung der Eurofighter.

10:06 Uhr

Türkische Regierungsmitglieder in Niederlande unerwünscht

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Den Haag ist weiterhin sauer auf Ankara.

(Foto: picture alliance / Friso Gentsch)

Der türkische Vize-Premier Tugrul Türkes ist in den Niederlanden nicht willkommen und soll nach dem Willen Den Haags nicht an einer Gedenkfeier zum Jahrestag des Putschversuches in der Türkei teilnehmen. Angesichts der "bilateralen Beziehung beider Länder" sei ein Besuch eines Mitglieds der türkischen Regierung zur Zeit nicht erwünscht, erklärte die niederländische Regierung.

Der Vize-Premier sollte nächste Woche in Apeldoorn an einer Veranstaltung einer türkischen Organisation teilnehmen. Im März hatten die Niederlande türkischen Ministern ein Redeverbot erteilt. Die türkische Familienministerin hatte das Land unter Polizeibegleitung verlassen müssen. Dadurch hatten die Spannungen zwischen Den Haag und Ankara einen Höhepunkt erreicht.

09:47 Uhr

Noch immer sind mehr als 12 Milliarden D-Mark im Umlauf

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Trennung fällt schwer: Auch gut 15 Jahre nach der Euro-Bargeldeinführung sind immer noch D-Mark im Milliardenwert im Umlauf. Ende Juni waren nach Angaben der Deutschen Bundesbank 166,6 Millionen Scheine und 23,4 Milliarden Münzen nicht zurückgegeben. Sie haben einen Gesamtwert von 12,67 Milliarden Mark – also 6,48 Milliarden Euro. Pro Jahr wurden bisher im Schnitt 100 Millionen D-Mark in Euro gewechselt.

Immer wieder tauchen Scheine und Münzen der Bundesbank zufolge durch Zufall auf - zum Beispiel bei Haushaltsauflösungen oder Renovierungsarbeiten. Einen Teil des Geldes dürften die Bundesbürger auch aus nostalgischen Gründen aufbewahren, ein Teil befindet sich vermutlich im Ausland. Manche Scheine und Münzen dürften auch verloren gegangen oder für immer zerstört worden sein.

Welche Währung horten Sie?

09:23 Uhr

Stier spießt Läufer in Pamplona am Hodensack auf

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Lauf, Junge, lauf!

(Foto: REUTERS)

Mann muss es so sagen: Sie haben es drauf angelegt. Bei der ersten Stierhatz des diesjährigen "Sanfermines"-Festes im nordspanischen Pamplona sind mehrere Läufer verletzt worden. Zwei 25 Jahre alte Männer seien jeweils am Oberkörper sowie am Hodensack aufgespießt worden, teilte ein Sprecher des Roten Kreuzes nach dem Lauf mit.

Bis kommenden Freitag werden täglich am frühen Vormittag jeweils sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und auch mehrere Leitochsen von Hunderten von Männern und auch einigen wenigen Frauen für die Stierkämpfe am Abend durch die engen Gassen in die Arena gejagt. Bei den sogenannten Mutproben der waghalsigen Läufer über die 875 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende verletzt. Das letzte Todesopfer gab es im Jahr 2009.

09:02 Uhr

Löwe auf Hausdach in Mexiko-Stadt entdeckt

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Löwen im engen Käfig: Wen erfreut so ein Anblick eigentlich?

(Foto: picture alliance / Christoph Sch)

Die Umweltbehörde in Mexikos Hauptstadt hat einen jungen afrikanischen Löwen aus einem Käfig auf einem Häuserdach befreit. Das etwa ein Jahr alte männliche Tier sei nicht artgerecht gehalten worden, teilte das Amt in Mexiko-Stadt mit. Über die Eigentümer und die Umstände dieses "Haustiers" war zunächst nichts bekannt. Sie hätten die Herkunft der für Mexiko exotischen Art nicht nachweisen können, sagte die Behörde weiter.

Der Käfig befand sich den Angaben zufolge auf dem Dach eines Bürogebäudes im Stadtzentrum. In den Sozialen Medien hatte es zuvor Beschwerden über die schlechte Haltung und Pflege des Tiers gegeben. Das Amt war den Berichten nachgegangen.

08:37 Uhr

"Spiderman"-Erfinder Lee trauert um Ehefrau

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Waren 70 Jahre lang verheiratet: Stan und Joan Lee.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Der Erfinder von Comicfiguren wie "Spider-Man" und "Iron Man", Stan Lee, trauert um seine Ehefrau. Joan Lee starb im Alter von 93 Jahren in Los Angeles. Sie sei "friedlich und umgeben von ihrer Familie" eingeschlafen. Die Britin, ein früheres Model für Hüte, heiratete ihren Ehemann 1947. Die beiden haben eine Tochter.

Stan Lee schuf mit seinem Marvel-Verlag in den 60er Jahren eine ganze Reihe populärer Comic-Figuren, darunter auch "Thor", "Hulk", "Doctor Strange", "The X-Men" und "Daredevil". Er wirkt bis heute an den Blockbuster-Filmen zu den jeweiligen Helden mit und hat in vielen auch einen kurzen Gastauftritt. Seine Ehefrau arbeitete an einigen Filmen als Synchronsprecherin mit.

08:19 Uhr

Unwetter richten Schäden in Süddeutschland an

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Der Juli beginnt, wie der Juni endete: nass.

(Foto: dpa)

Über Teilen Süd- und Westdeutschlands sind in der Nacht schwere Gewitter niedergegangen. In Baden-Württemberg war besonders die Region Mannheim betroffen. Hier stürzten Bäume und Bauzäune um, die Einsatzkräfte waren im Dauereinsatz, wie die Polizei mitteilte. Am Frankfurter Flughafen mussten am Abend die Starts zahlreicher Flüge mit einer Ausnahmegenehmigung nach 23.00 Uhr verschoben werden. Über 200 gestrandete Fluggäste verbrachten die Nacht in Betten im Transitbereich des Flughafens.

Auch über das Saarland und Bayern zogen Unwetter. In Bayern räumte die Polizei wegen starken Regens zwei Zeltplätze. Über 180 Menschen mussten die Campingplätze verlassen. Im oberfränkischen Viereth-Trunstadt schlug ein Blitz in den Dachstuhl eines Kieswerks ein und steckte Büroräume in Brand. Auch heute drohen fast überall im Land Gewitter.

07:52 Uhr

28 Menschen bei Gefängnisunruhen in Mexiko getötet

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Angehörige der Insassen warten in Sorge vor dem Gefängnis.

(Foto: REUTERS)

Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Gangs in einem mexikanischen Gefängnis sind mindestens 28 Menschen getötet worden. Der Gewaltausbruch habe sich Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses von Acapulco ereignet, sagte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden des mexikanischen Bundesstaates Guerrero.

Das Gefängnis des Ferienortes an der Pazifikküste sei um fast 30 Prozent überbelegt, sagte er. Acapulco ist die größte Stadt des Bundesstaates, der als Hochburg des Opiumanbaus gilt.

07:37 Uhr

Lkw rast in Dorffest und tötet acht Menschen

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Verunglückte Kraftwagen in einem bolivianischen Flussbett

(Foto: picture alliance / dpa)

Bei einem Dorffest im Südwesten Boliviens ist ein Lastwagen mitten in die feiernde Menge gerast, acht Menschen wurden getötet und fünf weitere schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, wäre der Fahrer anschließend fast von wütenden Bewohnern gelyncht worden. Sicherheitskräfte konnten ihn demnach gerade noch in Schutz bringen.

Die Unfallursache war zunächst unklar. Augenzeugen berichteten, der Mann sei offenbar am Steuer eingeschlafen. Laut Polizei hatte sein Fahrzeug keine Nummernschilder.

07:14 Uhr

Passagier will in Flugzeugkabine eindringen

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(Foto: picture alliance / dpa)

Eine Passagiermaschine der US-Fluglinie Delta Air Lines hat ihre Reise von Seattle nach Peking wegen eines Zwischenfalls an Bord abbrechen und zurückkehren müssen. Ein Passagier habe während des Flugs am Donnerstag in das Cockpit eindringen wollen, berichtete der US-Sender CNN. Bei dem Vorfall seien drei Menschen verletzt worden, darunter ein Crewmitglied.

Delta selbst teilte lediglich mit, es habe einen Sicherheitszwischenfall um einen Passagier gegeben. Nach der Landung in Seattle sei dieser in Gewahrsam genommen worden. Die Boeing 767 hatte sich gerade über der Westküste Kanadas befunden, als sie am Donnerstagabend nach Seattle im US-Staat Washington zurückgekehrt und ohne weitere Vorfälle gelandet sei, so CNN.

07:01 Uhr

Sieben Menschen sterben bei Unwetter in Japan

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Die starken Regenfälle führten zu Überflutungen.

(Foto: REUTERS)

Das Wetter wird extremer, wie wir in diesen Tagen beobachten. Heftiger als in Deutschland ist es derzeit in Japan. Dort haben Überschwemmungen in Folge verheerender Regenfälle mindestens sieben Menschen in den Tod gerissen. Einsatzkräfte suchen im Südwesten des Landes mindestens 14 Menschen, Hunderte in den mit am schwersten betroffenen Provinzen Fukuoka und Oita warten auf ihre Bergung.

Rund 144.000 Bewohner dürfen weiterhin nicht in ihre Häuser zurück. Die rekordstarken Regenfälle richteten auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu Verwüstungen an. Der Fernsehsender NHK zeigte Bilder von eingestürzten Häusern, entwurzelten Bäumen und fortgerissenen Autos.

06:45 Uhr

Für Tesla startet heute die Bewährungsprobe

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Man darf gespannt sein, ob Elon Musks Mut belohnt wird.

(Foto: picture alliance / Tesla Motors/)

Für Tesla beginnt heute mit der Serienproduktion seines ersten günstigeren Wagens Model 3 die bisher größte Bewährungsprobe. Der Firma von Tech-Milliardär Elon Musk gelang es zwar, die Nische teurer Elektroautos für zahlungskräftige Käufer zu besetzen. Jetzt muss sich aber zeigen, ob es dem Vorreiter gelingt, Elektromobilität zu einem Preis von 35.000 Dollar in den Massenmarkt zu bringen - und dabei nachhaltig profitabel zu werden.

Fest steht: Die Herausforderungen sind größer als nur - wie vom ehrgeizigen Chef Musk vorgegeben - binnen zwei Jahren die Produktion von 84.000 auf eine halbe Million Fahrzeuge hochzuschrauben. Die vergangenen Tage zeigten, dass der Autobauer aus dem kalifornischen Palo Alto nicht länger hoffen kann, dass der kleine Markt für Elektrofahrzeuge eine geschützte Spielwiese bleiben wird. Die großen Hersteller blasen bei der Elektrifizierung zum Angriff, nicht nur Volvo.

06:30 Uhr

Es knallt fast überall - Sommergewitter über Deutschland

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Das Bild zeigt ein Gewitter in Oberfranken Ende Juli.

(Foto: picture alliance / Nicolas Armer)

Nach zum Teil kräftigen Gewittern in der Nacht, geht es auch heute in einigen Regionen schon mit schweren Gewittern los. Das gilt zu Beginn beispielsweise in Teilen von Rheinland-Pfalz, Hessen, BeWü, Bayern und Richtung Saarland. Im Tagesverlauf steigt dann aber auch weiter ostwärts die Schauer- und Gewittertätiigkeit. Und auch dort müssen Sie leider mit teilweise heftigen Gewittern rechnen.

Neben Platzregen und Sturmböen droht stellenweise Hagel mit um die 4cm Durchmesser. Unterdessen beruhigt sich am Nachmittag und Abend das Wetter vor allem in den westlichen Landesteilen. Die Temperaturen: in der Nordhälfte sommerlich bei 23 bis 29 Grad. Weiter südwärts wird es hingegen wieder heiß bei 30 bis 33 Grad.

Morgen werden die gewittrigen Regengüssen seltener bei 20 Grad im Norden und bis zu 34 Grad am Oberrhein. Am Sonntag in der Nordosthälfte noch lange freundlich und ruhiger, während im Süden und Westen die nächsten, teilweise kräftigen Gewitter aufziehen und die Hitze weiter ostwärts abdrängen. Damit wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende. Ihr Björn Alexander

06:15 Uhr

Das wird heute wichtig

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In Hamburg geht es hoch her - die Welt aber wohl nicht unter.

(Foto: imago/Markus Tischler)

Guten Morgen, liebe Leser!

Sollten Sie auf dem Weg ins Büro eine gewisse Wärme verspürt haben: Der Sommer ist zurück. Es sei denn Sie sind Hamburger: Da könnte die Wärme auch von brennenden Reifen herrühren. Und falls Sie Tränen in den Augen haben...ach, lassen wir das...

  • Um zehn Uhr beginnt heute der G20-Gipfel. Wenn Sie nichts verpassen wollen, lege ich Ihnen den Live-Ticker meiner Kollegin Kira 'Das ist der Gipfel' Pieper ans Herz.
  • Der Bundesrat kommt noch einmal zusammen und wird sich unter anderem mit der vom Bundestag verabschiedeten Ehe für alle befassen.
  • Am Nachmittag tagt in Berlin der Aufsichtsrat des BER. Es soll um die Erweiterung des Flughafens gehen, der zwar noch nicht in Betrieb aber jetzt schon zu klein ist. Ob wir heute womöglich auch einen Eröffnungstermin erfahren? Eher nicht.

Mein Name ist Sebastian Huld und ich freue mich, dass Sie dabei sind. Anregungen und Kritik richten Sie bitte an sebastian.huld(at)nama.de. Das Wochenende ist nahe!