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Der TagGreenpeace: Ölkonzerne streichen im Juli "Übergewinne" in Rekordhöhe ein

12.08.2026, 07:10 Uhr

Wer häufiger mal tanken muss, weiß um die saftigen Literpreise für Benzin und Diesel. Insbesondere seit dem US-Angriff auf den Iran schnellten die Preise deutlich nach oben - da half auch der Tankrabatt nicht wirklich. Greenpeace zufolge hat das internationale Durcheinander von Donald Trump mitsamt Streit um die Straße von Hormus, eine wichtige Welthandelsroute in der Schifffahrt, vor allem den Mineralölkonzernen genutzt: Im Großhandel mit Diesel und Benzin haben sie Berechnungen der Umweltschützer zufolge im Juli "Übergewinne" in Rekordhöhe verbucht. Die Unternehmen hätten pro Tag 31,4 Millionen Euro an zusätzlichen Gewinnen eingestrichen, erklärt Greenpeace. Für ihre Berechnungen haben sie nach eigenen Angaben die Entwicklung des Rohölpreises mit den Tankstellenpreisen für Diesel und Benzin verglichen und auf den Kraftstoffabsatz in Deutschland hochgerechnet.

Bis Mitte April gehen die Umweltschützer so von insgesamt 1,18 Milliarden Euro aus, die auf dem deutschen Tankstellenmarkt an "Übergewinnen" erzielt worden sind. Bis Anfang Juli stieg die Summe auf 3,15 Milliarden Euro weiter an, bis Ende des Monats dann auf 3,94 Milliarden Euro. "Angesichts der immer noch problemlosen Versorgung der deutschen Raffinerien mit Rohöl kann diese Preisschere nicht durch höhere Kosten oder eine knappe Versorgung erklärt werden", erklärte Greenpeace. "Die Preissituation lässt nur den Schluss zu, dass es der deutschen Mineralölwirtschaft gelungen ist, ihre Gewinnmargen massiv auszuweiten."

Quelle: ntv.de