Der Tag

Der TagGrönland-Strategie sorgte für Streit im Weißen Haus

22.01.2026, 08:04 Uhr

Der Vorstoß von US-Präsident Donald Trump in der Grönland-Frage hat der Nachrichtenagentur Reuters zufolge zu erheblichen Spannungen unter seinen engsten Beratern geführt. Demnach drängten Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio auf einen diplomatischen Mittelweg. Dagegen sei der stellvertretende Stabschef Stephen Miller offen dafür gewesen, eine Annexion und den Einsatz militärischer Gewalt als Optionen beizubehalten, hieß es unter Berufung auf zwei Quellen im Weißen Haus. Die Idee, Strafzölle als Druckmittel einzusetzen, sei von Handelsminister Howard Lutnick und anderen Kabinettsmitgliedern gekommen.

Während sich die Berater laut Reuters weitgehend einig über das Ziel der Übernahme Grönlands gewesen seien, waren sie sich demnach uneinig über den aggressiven Ansatz des Präsidenten, werden die beiden Quellen aus dem Weißen Haus zitiert. In den meisten Sitzungen im Weißen Haus hätten mehr Beamte zur Vorsicht gemahnt, hieß es weiter. Ernsthafte Diskussionen über militärische Optionen zur Eroberung Grönlands habe es den beiden Quellen zufolge nicht gegeben.

Quelle: ntv.de