Der Tag

Der TagGysi & Co. erklären, wie die "Mission Silberlocke" die Linke retten soll

20.11.2024, 13:57 Uhr
bb84e9dd0e4c7dd943dad6f1c3702284
Sie wollen es noch einmal wissen (von links): Ramelow, Bartsch und Gysi. (Foto: IMAGO/)

In den USA wären sie noch im besten Politiker-Alter, doch in Deutschland gelten der frühere Linken-Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi (76 Jahre alt), der noch in Thüringen amtierende Ministerpräsident Bodo Ramelow (68) und der frühere Fraktionschef Dietmar Bartsch (66) als "altgedient" und im besten Renten-Alter. Doch die drei denken nicht ans Aufhören, sondern treten bei der vorgezogenen Bundestagswahl als Direktkandidaten an. "Wir drei werden direkt kandidieren für den Deutschen Bundestag und hoffen, auch die Direktmandate zu erringen", sagte Gysi bei einer Pressekonferenz in Berlin. Ramelow beschrieb als Ziel des "Mission Silberlocke" genannten Vorhabens, über die sogenannte Grundmandatsklausel in den Bundestag einzuziehen.

Diese besagt: Wenn eine Partei mindestens drei Direktmandate gewinnt, kann sie auch dann in der Stärke ihres Zweistimmenergebnisses in den Bundestag einziehen, wenn sie die Fünf-Prozent-Hürde verfehlt. Die Linke profitierte zuletzt 2021 von der Grundmandatsklausel - damals erhielt sie nur 4,9 Prozent der Zweitstimmen, konnte dank dreier Direktmandate in Berlin und Leipzig aber mit insgesamt 39 Abgeordneten in den Bundestag einziehen. In aktuellen Umfragen liegt die Partei erneut unter der Hürde (im aktuellen Trendbarometer sind es 4 Prozent).

Quelle: ntv.de