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Der TagHabeck will CO2 auf hoher See speichern lassen

26.02.2024, 15:14 Uhr

Um das Klimaziel zu erreichen, wird an neuen Technologien getüftelt. Die Bundesregierung will künftig in Deutschland die Abscheidung und unterirdische Speicherung des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) auf hoher See sowie den Transport zulassen, um damit das Erreichen der Klimaschutzziele zu ermöglichen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck erklärte, die Technologie sei sicher und man werde sie genehmigen, weil es bislang keine anderen Technologien gebe, um den CO2-Ausstoß wie etwa in der Zementindustrie zu vermeiden. Kritik an dem Vorhaben kam von Umweltverbänden, während die Wirtschaft sie positiv bewertete.

Auf Land soll die Technologie weiter verboten bleiben, es sei denn, die Bundesländer wollten eine Nutzung vor Ort. Die geplanten Gesetze sollen den Transport von CO2 erlauben. Vorgesehen sind staatliche Förderungen, die auf schwer oder nicht vermeidbare Emissionen in Industrieprozessen fokussiert sein werden. Zuvor hatte bereits der Weltklimarat IPCC erklärt, dass neben anderen Maßnahmen zur Minderung des CO2-Ausstoßes auch CCS/CCU in emissionsintensiven Sektoren mit schwer vermeidbaren Emissionen eine notwendige Klimaschutztechnologie sei. Umweltverbände sehen das Vorhaben als "Dammbruch". "Das Wirtschaftsministerium hat heute mit der Deregulierung kommerzieller CCS-Technik die Büchse der Pandora geöffnet", kritisierte der Vorsitzende des Umweltverbands BUND, Olaf Bandt. Habeck riskiere damit die Abkehr von fossilen Energien.

Quelle: ntv.de