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Der TagHistoriker: CDU und CSU müssen naive Russland-Politik aufarbeiten

07.06.2024, 09:19 Uhr

Der russische Angriff auf die Ukraine hat keine Volkswirtschaft so sehr getroffen wie die deutsche. Als Ursache wird häufig die allzu Russland-freundliche Politik von SPD-Spitzen wie Altkanzler Gerhard Schröder, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidenten Manuela Schwesig ausgemacht. Der Historiker Heinrich August Winkler aber sagt: Es werde in diesem Zusammenhang "zu wenig über die Ära Merkel gesprochen".

  • "Es gab auch eine christdemokratische Russlandpolitik, die nicht ganz zufällig weitgehend übereinstimmte mit dem, was der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft wollte", betont der Historiker in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

  • "Die CDU und die CSU haben die Gefahren genauso ignoriert wie die SPD. Dieses Kapitel muss aufgearbeitet werden."

  • Die frühere Kanzlerin Angela Merkel habe sich über den aggressiven Grundzug von Putins Politik keine Illusionen gemacht, aber bezüglich Energieversorgung überhaupt keine Konsequenzen gezogen.

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Heinrich August Winkler lehrte als Professor an der Freien Universität Berlin, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Humboldt-Universität zu Berlin. 2018 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz. (Foto: picture alliance / photothek)

Quelle: ntv.de