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Der TagHubig will Deepfakes mit bis zu zwei Jahren Haft bestrafen

20.03.2026, 21:36 Uhr

Eigentlich ist es kaum zu glauben, aber bisher bestehen Gesetzeslücken bei dem Thema. Das Herstellen und Verbreiten von pornografischen Deepfakes soll unter Strafe gestellt werden. Justizministerin Stefanie Hubig kündigt in der ARD an, nächste Woche einen Gesetzentwurf vorzulegen.

  • Nach Informationen der "Bild"-Zeitung sieht der Entwurf bis zu zwei Jahre Haft für die Täter vor, die solche Deepfakes gegen den Willen anderer Menschen erstellen.

  • "Pornografische Deepfakes sind eine besonders heftige Form der digitalen Gewalt", sagt Hubig der "Bild"-Zeitung. "Sie zeigen, wie perfide neue Technologien missbraucht werden können, um zu entwürdigen, zu demütigen, einzuschüchtern und Macht auszuüben."

  • Sie sei Opfer solcher Deepfakes geworden, erklärt die Schauspielerin Collien Fernandes. "Ich habe das Gefühl, dass von vielen noch nicht so richtig begriffen wurde, dass digitale Gewalt reale Gewalt ist, und dass Opfer da massiv drunter leiden." Auch andere Opfer müssten in intensive therapeutische Behandlung, sagt sie in den ARD-"Tagesthemen".

  • Hubigs Entwurf soll weitere Gesetzeslücken schließen. Ebenfalls mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden sollen Menschen, die heimlich sexualisierte Fotos aufnehmen oder ihr Opfer heimlich digital überwachen.  

Quelle: ntv.de