Der TagIS-Braut und Sklavenhalterin aus Sachsen-Anhalt kommt frei
Mit 15 war sie im März 2015 von zu Hause in Sachsen-Anhalt weggelaufen, um sich in Syrien dem IS anzuschließen. Dort war sie "Drittfrau" eines IS-Geheimdienstlers geworden und hatte zwei Kinder bekommen. Zeitweise soll sie eine jesidische Frau als Sklavin gehalten und diese dann weiterverkauft haben.
Jetzt ist die Frau 21 Jahre alt und zurück in Deutschland. Am 20. Dezember wurde sie am Frankfurter Flughafen direkt bei der Einreise festgenommen. Zweieinhalb Wochen danach kommt sie wieder frei.
Bei einem Haftprüfungstermin am Bundesgerichtshof in Karlsruhe wurde der Haftbefehl gegen die 21-Jährige außer Vollzug gesetzt, wie ein Sprecher der Bundesanwaltschaft sagte. Die Frau müsse aber Auflagen erfüllen und sich unter anderem regelmäßig bei den Behörden melden. Damit endet zwar die Untersuchungshaft, der Haftbefehl besteht aber fort. Sollte die junge Frau sich nicht an ihre Pflichten halten, könnte er auch wieder in Vollzug gesetzt werden. Denn der dringende Tatverdacht gegen sie besteht weiterhin.