Der TagIS bekennt sich zu Anschlag auf Pilgerstätte im Iran
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamiert den Anschlag auf einen schiitischen Schrein in der iranischen Stadt Schiras für sich. Staatliche Medien berichten, dass mindestens 15 Menschen getötet worden seien, darunter Kinder. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden. Der Täter habe mit einem Gewehr auf die Menschen gefeuert, heißt es weiter. Immer wieder verüben sunnitische Dschihadisten etwa in Afghanistan Angriffe auf schiitische Muslime, die sie als Abtrünnige des Islam bezeichnen und verachten. Im Iran sind solche Anschläge aber sehr ungewöhnlich. Präsident Ebrahim Raisi kündigt eine konsequente Reaktion an.
Der Anschlag in Shiras ereignete sich am gleichen Tag, an dem es im ganzen Land zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten kam, die der 22-jährigen Kurdin Mahsa Amini 40 Tage nach ihrem Tod gedachten. Einem Augenzeuge zufolge schossen Sicherheitskräfte in Aminis Heimatstadt Sakes sogar auf die Trauernden, die sich auf dem Friedhof zu einer Gedenkfeier versammelten.
