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Der Tag"Ich werde mich nicht einschüchtern lassen": US-Justizminister wehrt sich gegen Kritik

04.06.2024, 22:11 Uhr
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Für Donald Trump ist es mal wieder eine "Hexenjagd". In einem historischen Strafprozess ist der frühere US-Präsident kürzlich schuldig gesprochen worden. Eine Jury sah es erwiesen an, dass er eine Schweigegeldzahlung in Höhe von 130.000 Dollar an die frühere Pornodarstellerin Stormy Daniels vor der Wahl 2016 per Fälschung von Geschäftsdokumenten vertuscht hat. Da die Republikaner möchten, dass Trump in diesem Jahr erneut zum Präsidenten gewählt wird, ist ihre Kritik an dem Schuldspruch naturgemäß groß.

US-Justizminister Merrick Garland wehrte sich nun gegen wiederholte Angriffe auf das Justizsystem durch die GOP. "Ich werde mich nicht einschüchtern lassen, und das Justizministerium wird sich nicht einschüchtern lassen. Wir werden unsere Arbeit frei von politischer Einflussnahme fortsetzen, und wir werden nicht davor zurückschrecken, die Demokratie zu verteidigen", sagte Garland vor einem Kongressausschuss. Der Minister wies Anschuldigungen zurück, denen zufolge die strafrechtliche Verfolgung von Trump von seiner Behörde gesteuert werde. Diese "Verschwörungstheorie" sei ein Angriff auf das Gerichtsverfahren selbst. Trump sei in einem strafrechtlichen Verfahren verurteilt worden, das von der Staatsanwaltschaft in Manhattan unabhängig geführt worden sei. In der Anhörung sagte Garland weiter, es habe "eine Reihe von Angriffen" auf die Arbeit seines Ministeriums gegeben. Diese seien "beispiellos und unbegründet", hätten aber keinen Einfluss auf die Entscheidungen seiner Behörde.

Quelle: ntv.de