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Der TagIn menschenunwürdige Baracken gesperrt - Zoll befreit Arbeiter in Neumünster

20.03.2025, 13:36 Uhr

Fensterlose Zimmer, verschimmelte Schlafplätze und Wände, zugesperrte Türen: In Neumünster hat der Zoll in einer Fabrikhalle menschenunwürdige Zustände aufgedeckt. Fast 80 Zöllner hatten Wohn- und Geschäftsräume, das Firmengelände und eine Baustelle eines Unternehmers auch wegen des Verdachts der Schwarzarbeit durchsucht, wie das Hauptzollamt Kiel mitteilt. Dabei sei eine Person befreit und der 52 Jahre alte Verdächtige festgenommen worden. Ihm werde vorgeworfen, mehrere Rumänen unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt und dann in der Fabrikhalle eingesperrt und ausgebeutet zu haben.

Einer der Arbeiter konnte flüchten, alarmierte die Polizei und brachte so die Ermittlungen ins Rollen. Er und seine Kollegen sollen bis zu drei Monate lang, oft 13 Stunden am Tag unter ständiger Beobachtung gestanden und zur Arbeit gezwungen worden sein. Dabei habe es keine geregelten Pausen und nur minimale Verpflegung gegeben. Im Anschluss wurden sie zurück zur Fabrik gefahren und dort eingesperrt. Der Verdächtige soll die Arbeiter auch mit körperlicher Gewalt unter Kontrolle gehalten haben, er bezahlte ihnen den Angaben zufolge wohl keinen Lohn und führte auch keine Steuern oder Sozialabgaben ab.

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Ein aus Dämmmaterial gebasteltes Bett für einen Arbeiter steht in einem Zimmer mit einer verschimmelten Wand. In Neumünster hat der Zoll in einer Fabrikhalle ekelige, menschenunwürdige Zustände aufgedeckt. (Foto: picture alliance/dpa/Hauptzollamt Kiel)

Quelle: ntv.de