Der TagJapans Regierungschef pilgert zu umstrittenem Opfer-Schrein
Japans Ministerpräsident Fumio Kishida hat zum 77. Jahrestag der Kapitulation des Landes im Zweiten Weltkrieg dem umstrittenen Kriegsschrein Yasukuni in Tokio eine Opfergabe zukommen lassen. Pilgergänge japanischer Politiker lösen immer wieder Proteste Chinas und Südkoreas aus, gegen die Japans Aggressionen im Zweiten Weltkrieg gerichtet waren. Für Kritiker ist der Yasukuni-Schrein ein Symbol des ehemaligen Militarismus.
In seiner Rede bei einer wegen der Corona-Pandemie verkleinerten Gedenkzeremonie in Tokio für die etwa 3,1 Millionen gefallenen Soldaten und zivilen Opfer bekräftigte Kishida zwar den Entschluss seines Landes, die "Katastrophe von Krieg" niemals zu wiederholen. In einer Welt, in der Konflikte noch immer weit verbreitet seien, werde Japan alles tun, um gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft zur friedlichen Lösung der Probleme in der Welt beizutragen. Auf Japans damalige Aggressionen ging Kishida aber nicht ein. Er folgte damit der Linie seines rechtskonservativen Vorgängers Shinzo Abe, der kürzlich ermordet worden war, wie japanische Medien festhielten.