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Der Tag"Land, von dem niemand je gehört hat": Trump verspottet afrikanischen Staat

05.03.2025, 10:31 Uhr

Hand aufs Herz: Haben Sie schon einmal von Lesotho gehört? Ich wage einmal zu behaupten, dass eine Mehrheit das zumindest im Geografie-Unterricht an der Schule im südlichen Afrika verorten konnte (wenn nicht, dürfen Sie gerne unten auf der Karte spicken). US-Präsident Donald Trump hat jedenfalls keine Ahnung, wo sich der afrikanische Kleinstaat befindet, geschweige denn, dass dieser überhaupt existiert. Lesotho sei ein Land, von dem "niemand je gehört hat", sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) in seiner Ansprache vor dem Kongress. Auf Lesotho kam der Präsident im Zuge seiner Kritik an von den USA geleisteten Entwicklungshilfen zu sprechen.

Als Beispiel für aus seiner Sicht unsinnige Hilfen nannte Trump eine Summe von acht Millionen Dollar (7,5 Millionen Euro), die gezahlt worden sei, "um LGBTQI+ in der afrikanischen Nation Lesotho zu befördern". Dabei konnte der Präsident den Namen des Landes mit 2,3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern nur mit Mühe aussprechen. Lesotho hat eine der weltweit höchsten Raten von HIV und Aids. Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben ihrer dortigen Botschaft seit 2006 mit insgesamt mehr als 630 Millionen Dollar zur Bekämpfung dieser Krankheiten in dem Land beigetragen. Dazu gehörten auch Kampagnen unter sexuellen Minderheiten, in denen vor den Risiken von HIV und Aids gewarnt wurde. Das von Trump zitierte Kürzel "LGBTQI+" steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, queer, intersexuell sowie weitere sexuelle Identitäten. Immerhin nutzte Trump diese Begrifflichkeit. Denn seine Administration tut gerade alles dafür, Trans-Personen aus der Geschichte und dem öffentlichen Leben zu tilgen.

Quelle: ntv.de