Der TagLicht aus für die Leuchtreklame: Werbewirtschaft bangt um ihre Zukunft
Kaum zu glauben, aber wahr: Seit Donnerstag werden Leuchtreklamen zwischen 22.00 und 16.00 Uhr abgeschaltet - es sei denn, das Licht wird zur Gefahrenabwehr oder zur Verkehrssicherheit benötigt, zum Beispiel an Bahnunterführungen. Doch beispiellose Zeiten erfordern auch beispiellose Lösungen. Anders sieht es die Werbewirtschaft. Denn sie sieht sich durch die neuen bundesweiten Energiesparauflagen in Gefahr.
Die beschlossenen Maßnahmen bedrohten die Branche der Out of Home Medien im Kern, erklärte Kai-Marcus Thäsler, Geschäftsführer des Fachverbands Außenwerbung (FAW). Unter Out of Home Medien versteht man Außenwerbung wie etwa Plakate oder auch beleuchtete Werbetafeln im öffentlichen Raum.
Die Branche sei bereit, ihren Beitrag zu den notwendigen Energieeinsparungen zu leisten, hieß es vom Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW). Der Dachverband sieht aber einen Knackpunkt: Das Licht muss zu lange ausgeschaltet werden. Vor dem Kabinettsbeschluss habe sich der Verband mit einer Abschaltung von Leuchtreklame und Werbetafeln zwischen 22.00 Uhr am Abend und 6.00 Uhr am Morgen einverstanden erklärt, hieß es vom ZAW. Die Ausweitung bis in den Nachmittag sei für die Betroffenen vollkommen überraschend erfolgt.