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Der TagMann bekommt lebenslänglich für versuchten "Nudelsuppen-Mord"

27.05.2020, 17:02 Uhr
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Die hungrigen Hunde retteten dem Ehepaar womöglich das Leben. (Foto: imago/blickwinkel)

Er verschaffte sich Zugang zum Haus eines Ehepaars und kippte Gift in die Nudelsuppe, die auf dem Herd stand: Wegen versuchten Mordes ist ein Mann vom Landgericht Wiesbaden zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

  • Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der heute 49-Jährige die Suppe vergiftet hatte, um das Paar zu töten. Laut Urteil sind die beiden Mordmerkmale Heimtücke und niedrige Beweggründe erfüllt.

  • Dass es bei einem versuchten Mord blieb, war purer Zufall, so das Gericht: Der Ehemann verfütterte die Suppe an seine Hunde, die mit schweren Vergiftungssymptomen in eine Klinik gebracht wurden und überlebten.

  • Als Motiv der Tat nannte das Gericht Kränkung. Der Angeklagte habe immer wieder die Nähe zu dem Ehemann gesucht, dieser die Versuche zurückgewiesen.

  • Der Mann war bereits 2001 vom Landgericht Memmingen wegen versuchten Mordes zu 13 Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er hatte laut Urteil versucht, die Eltern einer Freundin mit Arsen zu vergiften.

Quelle: ntv.de