Der Tag

Der TagMann greift Wahlkampfhelfer in Berlin an

05.02.2025, 11:02 Uhr
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Häufig werden Wahlplakate zum Ziel von Angriffen, zuletzt aber auch Menschen. (Foto: picture alliance / SULUPRESS.DE)

Das gesellschaftliche Klima ist angespannt, der Umgang miteinander rauer. Das zeigt sich zum einen an gestiegenen Angriffen auf Politikerinnen und Politiker. Wie wir gestern gelesen haben, kam es 2024 zu 4900 Straftaten in dem Zusammenhang. Zum anderen zeigt sich das auch bei gewalttätigen Attacken auf Wahlkampfhelfer, wie jüngst in der Hauptstadt: In Berlin-Schöneberg sind zwei Wahlkampfhelfer der Jungen Union angegriffen worden. Einer der beiden stürzte dabei zu Boden und zog sich ein Hämatom am Oberschenkel zu, wie die Polizei mitteilt. Zudem sei sein Handy zerbrochen. Die 24 und 30 Jahre alten Männer wollten Broschüren der CDU in die Briefkästen eines Mehrfamilienhauses einwerfen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll ein unbekannter Mann die beiden zunächst beleidigt haben und dann körperlich angegangen sein. Dabei stürzte der Jüngere. Der Angreifer flüchtete zu Fuß. Der Angriff auf zwei ehrenamtliche Helfer erschüttere ihn zutiefst, erklärte der Bundestagsabgeordnete für Tempelhof-Schöneberg, Jan-Marco Luczak. "Die in den letzten Tagen immer weiter angeheizte Debatte gegen die Union eskaliert nun in Gewalt."

Friedrich Merz hat mit seinem fragwürdigen Manöver, mit Stimmen der AfD im Bundestag einen Antrag durchbringen zu wollen, nicht unbedingt zu einer Entspannung der Lage beigetragen. Nach Angaben der Partei kam es in den vergangenen Tagen bundesweit vermehrt zu Anfeindungen, Einschüchterungen und Übergriffen auf CDU-Wahlhelfer. Kreisgeschäftsstellen der CDU stünden zum Teil unter Polizeischutz, hieß es. "Mittlerweile haben unsere Ehrenamtlichen Angst, an den Infostand zu gehen", so Luczak. Es erreichten ihn Mails von Parteimitgliedern, die angesichts von Anfeindungen und des sozialen Drucks überlegten, auszutreten.

Quelle: ntv.de