Der TagMann rettet Wal und muss Strafe zahlen
Sein Name ist Django. Einfach Django. Er ist ein erfahrener Taucher und lebt in der australischen Stadt Gold Coast. Django nimmt die Dinge selbst in die Hand. Daher konnte und wollte er nicht mit ansehen, wie ein junger Wal stundenlang in einem Netz gefangen bleibt. Medienberichten zufolge sah sich Django (seinen richtigen Namen gibt er wirklich nicht preis) zur Eigeninitiative gezwungen, nachdem ein Notruf bei behördlichen Rettungskräften unbeantwortet blieb. Er fuhr mit einem kleinen Boot raus zu dem Tier, das sich in Küstennähe in einem Schutznetz gegen Haie verfangen hatte. Er schwamm zu dem Wal und befreite ihn schließlich.
Die Fischereibehörde des Bundesstaates Queensland fand die Heldentat alles andere als glorreich. Weil er unerlaubterweise mit dem Hainetz hantierte, erwarte ihn eine Strafe, so Django. Ihm sei zu verstehen gegeben worden, dass er per Post einen Bußgeldbescheid in Höhe von 1300 australischen Dollar (rund 780 Euro) erhalten werde. Fischereiminister Mark Furner stritt dies jedoch ab. Noch werde der Fall untersucht. Zeugen, die Django als Retter feiern, haben inzwischen eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Bislang kamen knapp 14.000 Dollar zusammen.