Der TagMigrationsbeauftragter legt wegen Morddrohungen nach Gewalttat in Stade Amt nieder
Niedersachsens Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe, Deniz Kurku, legt sein Ehrenamt mit sofortiger Wirkung nieder. Als Grund nannte er in einer Mitteilung der Staatskanzlei massive Anfeindungen, Morddrohungen und Falschbehauptungen im Zusammenhang mit der Gewalttat von Stade. Kurkus Schwiegermutter soll nach Ermittlerangaben den Fluchtwagen des Mannes gefahren haben, der Ende Juni sechs Menschen in einer Mutter-Kind-Einrichtung erschossen haben soll. Die Polizei hatte das Auto mit Schüssen gestoppt.
Ob die 65-Jährige von den Plänen wusste und welche Rolle sie bei der Tat spielte, darüber wurden noch keine Erkenntnisse öffentlich mitgeteilt. Die Frau soll eine enge Verbindung zur Familie des Mannes haben, nach Medienberichten soll sie die Patentante seines Kindes sein. Noch im Juli hatte Niedersachsens Ministerpräsident, Olaf Lies, Kurku in Schutz genommen: "Deniz Kurku hat richtig gehandelt, offen zu informieren, dass seine Schwiegermutter in das Geschehene verwickelt ist", betonte der SPD-Politiker. "Ihn trifft selbst keine Schuld. Wir stehen an seiner Seite."