Der TagDeutscher Helfer in Ceuta mit dem Tode bedroht
Private Hilfsorganisationen wie die deutsche Mission Lifeline haben von Anfeindungen in der von einer Migrationskrise betroffenen spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta berichtet. "Ich wurde verbal schon mal mit dem Tode bedroht", sagte Nolte Bauer, der Chef der Organisation, aus Dresden. "Die Reaktion der Einheimischen auf unsere Tätigkeit ist leider überwiegend feindselig", fügte er hinzu. Die Anfeindungen kämen aus der lokalen Bevölkerung sowie von Zugereisten aus rechten Kreisen.
Einheimische werfen den Helfern spanischen Medienberichten zufolge vor, sie würden durch die Hilfe nur weitere Migranten anlocken. Als Beispiel wurde in spanischen Medien genannt, dass Mission Lifeline es den Migranten ermöglicht habe, ihre Handys aufzuladen. Auch die örtliche Hilfsorganisation "Luna Blanca" berichtete, auf sie sei massiv Druck ausgeübt worden, die Migranten nicht länger mit Essen zu versorgen. Das spanische Rote Kreuz wurde teilweise von Demonstranten gehindert, Essen auszufahren. Bauer betonte, ein menschenwürdiger Umgang mit den Migranten löse keine Sogwirkung aus, sondern sei schlicht die Umsetzung geltenden Rechts.