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Der TagMilei dreht im Streit um die Falklandinseln an der Eskalationsspirale

04.09.2026, 08:02 Uhr

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber den Dauerstreit zwischen Großbritannien und Argentinien um die Falklandinseln hatte ich lange nicht mehr auf dem Schirm - bis zur WM und der umstrittenen Banner-Aktion des argentinischen Teams. Einige Wochen später bestimmt der Konflikt wieder die Schlagzeilen: Argentiniens Präsident Javier Milei hat die Einrichtung einer Militärbasis auf Feuerland angekündigt. Außerdem drohte der libertäre Staatschef mit Sanktionen gegen Firmen, die ohne Erlaubnis der argentinischen Regierung die Gewässer um jene Inselgruppe im Südatlantik wirtschaftlich ausbeuten wollen, die seit 1833 ein britisches Überseegebiet ist. "Wir werden alle diplomatischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Mittel des Staates einsetzen, um staatliche und nichtstaatliche Akteure abzuschrecken, die unsere Souveränität verletzen", sagte Milei in einer TV-Ansprache.

Mileis Erklärung erfolgte wenige Tage, nachdem US-Präsident Donald Trump die bisherige Haltung der Vereinigten Staaten zu dem jahrzehntealten Streit zwischen Argentinien und Großbritannien um die Inseln infrage gestellt hatte. "Ich überprüfe stets jede Position", sagte Trump Reportern im Weißen Haus. Die USA vertreten offiziell eine neutrale Haltung, haben bislang de facto aber die britische Verwaltung auf dem Archipel anerkannt. Vom britischen Sender GB News befragt, ob er dem Vereinigten Königreich in einem neuen Konfliktfall zur Hilfe käme, antwortete Trump ausweichend. Er beklagte sich stattdessen, dass die Briten ihn im Iran-Krieg nicht unterstützt hätten. 

Quelle: ntv.de