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Der TagMinnesota verklagt Trump-Regierung - wegen mangelnder Zusammenarbeit

24.03.2026, 21:34 Uhr

Im Dezember schickt das US-Heimatschutzministerium im Rahmen der "Operation Metro Surge" Tausende teils bewaffnete und vermummte Einsatzkräfte nach Minnesota. Bei Razzien im Januar werden Renée Good und Alex Pretti durch Schüsse der Beamten getötet. Der US-Bundesstaat Minnesota hat deswegen nun die Trump-Regierung verklagt - der Vorwurf: Sie behindere die Ermittlungen zu den tödlichen Schüssen. Die Kläger werfen dem Justiz- und dem Heimatschutzministerium vor, Beweise an Tatorten in Minneapolis unter Verschluss zu halten und örtlichen Ermittlern den Zugang zu verwehren. Sie hoffen, mit der Klage der Blockadehaltung der Regierung ein Ende zu setzen.

Der Bundesstaat wirft den beiden Ressorts mangelnde Zusammenarbeit bei der Aufarbeitung der Todesfälle vor: "Anstatt Informationen weiterzugeben, nahmen die Bundesbehörden die gesammelten Beweismittel in ihren alleinigen Besitz und verwehrten den Ermittlern aus Minnesota den Zugang zu wichtigen Informationen", heißt es. Die Bundesermittler hätten sich selbst nach richterlichem Beschluss geweigert, den lokalen Ermittlern Zugang zum Tatort zu ermöglichen. Dem amtierenden Staatsanwalt des Bundesstaates, Keith Ellison, zufolge bricht die Regierung in Washington damit mit einer jahrzehntelangen Praxis der polizeilichen Zusammenarbeit.

Quelle: ntv.de