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Der TagMordopfer von vor 500 Jahren in Sachsen entdeckt

24.11.2017, 17:53 Uhr
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Annaberg-Buchholz liegt im Erzgebirge an der Grenze zu Tschechien. (Foto: picture alliance / Jan Woitas/dp)

Wissenschaftler haben bei Ausgrabungen im ehemaligen Franziskanerkloster Annaberg-Buchholz vermutlich das Skelett eines Opfers aus einem mittelalterlichen Mordfall entdeckt. Unter den 28 in Gräbern gefundenen Toten hätten sich auch sterbliche Überreste eines Mannes gefunden, die schwerste Hiebverletzungen am Schädel aufwiesen. Sofort hätten die Archäologen den Verdacht gehabt, dass es sich um ein Mordopfer handele, sagte Landesarchäologin Regina Smolnik.

Archiv-Recherchen ergaben: Es handelt sich bei dem Erschlagenen vermutlich um den wohlhabenden Kaufmann Johann Wengemeyer, der im Mai 1514 ermordet und in der Franziskanerkirche bestattet worden war. Seine beiden Mörder waren den Akten zufolge gefasst und hingerichtet worden. Ihr Auftraggeber soll der reiche Nürnberger Patrizier Andreas Tucher gewesen sein, dem die Tat aber nie nachgewiesen werden konnte.