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Der TagNach Dammbruch in Libyen: Bürgermeister und 15 weitere Personen angeklagt

25.09.2023, 13:03 Uhr

Zwei Wochen nach den schweren Überschwemmungen in Libyen sind 16 Menschen im Zusammenhang mit dem Bruch zweier Staudämme angeklagt worden. Die Vertreter von regionalen sowie landesweit arbeitenden Behörden waren laut Anklage unter anderem für die Wartung der Dämme im Land verantwortlich. Darunter sind ein früherer Vorsitzender der Behörde für Wasservorräte, der Leiter von Libyens Staudamm-Behörde und der inzwischen suspendierte Bürgermeister der besonders stark betroffenen Stadt Darna, Abdel Munim al-Ghaithi. Er und sieben weitere Beschuldigte kamen in Untersuchungshaft. Staatsanwalt Al-Siddik al-Sur hatte die Ermittlungen zur Katastrophe vor anderthalb Wochen angekündigt. Diese sollen klären, wie die beiden Dämme in den Bergen nahe Darna kollabieren konnten. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden bisher rund 4000 Todesopfer identifiziert, mehr als 8000 werden vermisst. Das Notfallkomitee der Regierung im Osten bezifferte die Zahl der Toten am Sonntag auf 3800.

Quelle: ntv.de