Der TagNetanjahus betrunkener Sohn bringt Vater in Bedrängnis

Kinder und Betrunkene sprechen die Wahrheit, sagt man. Auf Jair Netanjahu, Sohn des israelischen Ministerpräsidenten, treffen die ersten beiden Eigenschaften zu. Die dritte auch? Die Frage bringt den Regierungschef gerade in Erklärungsnot. Ein TV-Sender spielte eine Aufnahme ab, auf der Jair hörbar angetrunken mit dem Sohn von Kobi Maimon spricht, einem der reichsten Geschäftsleute des Landes.
In dem Gespräch geht es um Stripperinnen und Prostituierte - aber auch um einen Deal: "Mein Vater hat Deinem Vater 20 Milliarden organisiert, dann kannst Du mir ja wohl 400 Schekel geben", sagt Jair Netanjahu zu Nir Maimo.
Offenbar bezieht sich der Sohn des Ministerpräsidenten auf einen Vertrag über die Ausbeutung des im Mittelmeer vor der Küste Israels entdecken Erdgasfeldes Tamar. Kobi Maimon ist einer der reichsten Geschäftsleute Israels. Er ist ein wichtiger Anteilseigner von Isramaco, einer der an dem Gasförderprojekt beteiligten Firmen.
Kritiker werfen Netanjahu vor, bei den Verträgen über die Nutzung des Offshore-Gasfeldes bestimmte Unternehmen bevorzugt zu haben.
Sein Sohn entschuldigte sich öffentlich und sagte, er habe nur einen Scherz gemacht. "Jeder, der ein wenig gesunden Menschenverstand hat, versteht das richtig."
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