Der TagNeue, massive Feuer im Raum Los Angeles
Vor dem Eintreffen weiterer gefährlicher Winde haben Suchtrupps in Los Angeles mit Hunden nach weiteren Opfern der Brandkatastrophe in der US-Westküstenmetropole mit mindestens 24 Toten gesucht. Während mancherorts wieder erste Anzeichen der Normalität zu sehen waren, warnt die US-Wetterbehörde vor neuen gefährlichen Winden, welche die Flammen weiter anfachen könnten. In den Brandgebieten gehen die Einsatzteams mit Leichenspürhunden von Grundstück zu Grundstück. Leider stoßen sie jeden Tag auf die Überreste einzelner Menschen.
Seit vergangenem Dienstag waren rund um die südkalifornische Millionenstadt mehrere große Brände ausgebrochen, die durch starken Wind angefacht wurden und sich explosionsartig ausbreiteten. Mehr als 180.000 Menschen mussten zeitweilig ihre Häuser verlassen. Sieben Tage nach Beginn der Brände gelten noch Evakuierungsanordnungen für mehr als 90.000 Menschen. Dennoch beginnt mancherorts wieder der Alltag: Für hunderttausende Kinder öffneten die Schulen wieder ihre Türen - wenngleich beschädigte Schulen und solche in Evakuierungszonen weiter geschlossen blieben. Auch ein Spiel der Los Angeles Lakers, dem beliebten Basketballteam der Millionenmetropole, war für Montagabend angesetzt.
Zugleich sorgen die Wettervorhersagen für erneute Befürchtungen: Dem US-Wetterdienst NWS zufolge entwickelten sich in der Region "extrem kritische Brandwetterbedingungen", die bis Mittwoch anhalten sollten. In Teilen der Verwaltungsbezirke Los Angeles und Ventura wehen bereits Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern. Diese "extremen und gefährlichen Bedingungen" würden nicht nur die Bekämpfung der aktuellen Brände erheblich erschweren, sondern auch die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich neue Feuer entzündeten.